Gesucht: Schuhe – fair und vegan

Wie ihr vielleicht wisst, mussten wir leider vor einiger Zeit den Hersteller ‚Simple‚ aus dem Programm nehmen, da die Firma die Produktion nach Verkauf eingestellt hat. Danach haben wir natürlich versucht, einen Ersatz zu finden, sind jedoch leider bis heute nicht fündig geworden. Davon möchten wir euch kurz berichten:

Angefragt haben wir zunächst bei Whicked Hemp, einem Hersteller von Wander- und Straßenschuhen aus Hanf. Auf mehrfache genauere Nachfragen zu Produktionsstätten und -bedingungen erhielten wir leider keine Antwort.

Keep aus den USA ist eine junge Marke, die Sneaker produziert und erfreulicherweise nur vegane Schuhe herstellt. Auf der Keep Website ist zu lesen, dass die Produktion von einer NGO überwacht wird: ‚produced in a factory audited by an international, third-party non-profit dedicated to monitoring working conditions. A Keep representative is there on the line for every single production.‘ Erfreulich, allerdings erhielten wir auch auf mehrfache Nachfragen, um welche NGO es sich handelt und wer wie und wann kontrolliert, von der Inhaberin Una Kim keine Antwort.

Auch bei MacBeth gibt es seit einer ganzen Weile vegane Sneaker im Programm. Auf Nachfrage erhielten wir ein Statement zur sozialen Verantwortung: ‚Macbeth works with factories that operate in compliance with all applicable laws, including those relating to minimum age, wage and overtime regulations, employee housing and workplace health and safety.‘ Ob es für diese Standards jedoch ein externes Monitoring gibt, wurde uns nicht beantwortet. Häufig liegen die Mindestlöhne in den Produktionsländern unter dem existenzsichernden Lohn. Auf die eigenen Aussagen von Firmen wollen wir daher nicht vertrauen. Eine Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation, welche für ein größeres Unternehmen durchaus finanzierbar sein sollte, und welche externes Monitoring durchführt, würden wir beiden Firmen nahelegen.

Ihr werdet also weiterhin nur mit Vegetarian Shoes bei uns vorlieb nehmen müssen. Deren Modelle werden erfreulicherweise komplett in der EU und unter fairen Bedingungen produziert. Falls ihr von Herstellern wisst, die vegane und faire Schuhe produzieren und zudem noch in unser Programm passen, freuen wir uns natürlich über euren Hinweis!

Vegan-Vegetarisches Sommerfest Berlin – Gute und schlechte Nachrichten

Die guten zuerst:
Es war ein schönes Fest und wir freuen uns, dabei gewesen zu sein! Die Atmosphäre war nett und wir sind mit interessanten und sympathischen Menschen ins Gespräch gekommen. Die Organisation war auch gut und relativ stressfrei. Soweit also ein gelungener Stand!

Nun die schlechten:
Wir wurden beklaut. Fast die gesamten Tageseinnahmen hat uns ein*e dreiste*r Dieb*in vom Stand gestohlen, es handelt sich dabei um mehrere Tausend Euro. Ganz schön scheiße.

Falls der*die Dieb*in das lesen sollte:
Unser Ziel bei so einem Stand ist es nicht, möglichst viel Geld in unsere eigenen Taschen zu schaufeln. Wir sind ein Not-for-profit-Kollektiv-Unternehmen und erwirtschaften bei dem, was wir tun, keine großen Gewinne. Was wir verdienen, wird reinvestiert und fließt in die Tierrechts-/Tiebefreiungsbewegung oder andere unterstützenswerte Projekte zurück. Wir bauen auf ein solidarisches Miteinander, weil wir denken, dass nur so Zustände verändert werden können, die verändert werden müssen.
Wir würden uns daher sehr freuen, wenn du das Geld einfach in einen Umschlag packen und ohne Absender an uns zurückschicken würdest. Unser Versprechen: die Hälfte des Umschlagsinhalts geht direkt an Free Animal und den Antitierbenutzungshof.

Wir sehen uns nächstes Jahr (dann mit fünf 2 Meter großen Securitys 😉 )
das roots of compassion Kollektiv

 

 

ROC zieht um!

Nachdem wir nun mehr als 4 Jahre in der Heisstr. 51 zu Hause waren, ist es uns seit einigen Monaten viel zu eng geworden und wir hatten auch kaum noch Platz für neue Ware. Wer uns in letzter Zeit hier besucht hat, kann das sicher bestätigen.
Daher freuen wir uns nun umso mehr, dass wir endlich ein neues Hauptquartier gefunden haben, das lediglich 2 Strassen weiter, bzw. 300m Luftlinie von der Heisstr. 51 entfernt ist. Wir sind bereits fleißig dabei, zu planen und den Umzug vorzubereiten. Wenn ihr uns ab dem 1. März in den neuen Räumlichkeiten besuchen kommt, werdet ihr dort auch etwas mehr Ladengeschäfts-Flair erleben, damit euch das Einkaufen bei uns noch mehr Spaß machen soll. Zudem werden wir unser Sortiment weiter ausbauen, ihr könnt also gespannt sein. Wir halten euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

PICTURES OF SOLIDARITY

Am 2. März 2011 jährt sich der Prozess gegen insgesamt 13 österreichische Tierrechtler_innen der Basisgruppe Tierrechte (BAT) und anderer Tierrechts- sowie Tierschutzgruppen. Nach knapp einem Jahr zermürbender und unbeschreiblich absurder Prozessführung durch Richterin Sonja Arleth und Staatsanwalt Wolfgang Handler sind die Betroffenen deutlich gezeichnet von der massiven Repression. Der Prozess ist für sie lebensfüllend und ständig präsent. Als vor über 2 Jahren, am 21. Mai 2008, mit der Hausdurchsuchungswelle das Ausmaß der Überwachung deutlich wurde und sich das Leben der betroffenen AktivistInnen grundlegend veränderte, wurde während und nach der Zeit in Untersuchungshaft deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt und die Solidaritätsbekundungen für das Durchstehen und Verkraften der Angriffe ist. Die Betroffenen selbst beschrieben vor allem die positive Wirkung von Bildern und Fotos, welch ihnen vor und nach der Verhaftung von Menschen aus aller Welt geschickt wurden. Visualisierter Protest, die Gesichter von solidarischen Menschen und kreative, bunte Aktionsformen gaben spürbar Kraft und Ausdauer!
Auch nach einem Jahr Prozess ist diese Kraft und Ausdauer unerlässlich wichtig. Deshalb haben wir „Pictures of Solidarity“ ins Leben gerufen. Wir wollen dazu aufrufen Eure Solidarität mit den betroffenen Aktivisit_innen auszudrücken, und zwar auf Bild – egal in welcher Form! Malt oder zeichnet Bilder, sprüht Graffitis, bastelt oder macht Fotos von Euren Soli-Aktionen, aussagekräftigen Motiven oder euch selbst. Auch Videos sind möglich! Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, seid kreativ!

Oft wird uns von dem Ohnmachtsgefühl berichtet, schockiert von den Ereignissen rund um den 278a-Prozess zu sein, aber nicht zu wissen, wie – neben Geldspenden oder Soli-Aktionen – die Betroffenen ganz direkt und persönlich unterstützt werden können, ohne direkt vor Ort zu sein. Dies ist eine gute Gelegenheit Unterstützung zu geben!

Also: schickt uns Eure „Pictures of Solidarity“ bis zum 28.02.2011 an antirep278a@riseup.net. Bitte ladet die Bilder oder Videos hoch, z.B. auf www.imageshack.com, und schickt uns dann den Link. (Bitte keine Emailanhänge, damit das Postfach nicht überlastet wird). Wir werden die Ergebnisse am 2.3.2011 auf unserer Homepage veröffentlichen.

Bitte leitet diesen Aufruf weiter und stellt unseren Banner auf eure Homepage. Diesen findet ihr unter: http://antirep278a.blogsport.de/material/

Weitere Informationen zum Prozess: http://antirep2008.org.

Vegan-Vegetarisches Sommerfest ohne ROC

Mit Bedauern haben wir soeben festgestellt, dass auf diesem Fest das UL-nahe Netzwerk „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ vertreten sein wird. Wir haben 2009 erneut die Distanzierungserklärung gegenüber der Sekte „Universelles Leben“ unterzeichnet, in der es unter anderem heißt:

Eine Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung, die es ernst meint mit einer herrschaftsfreien Gesellschaft, kann solch eine Organisation an ihrer Seite nicht dulden. Wir fordern dazu auf, sich von UL und Nebenorganisationen zu distanzieren. Mit dem UL und Assoziierten darf es keine Zusammenarbeit (mehr) geben. Das bedeutet: Kein Weiterverbreiten von Broschüren und Werbung, kein Verlinken im Internet, keine Duldung von UL und seinen Transparenten, Schildern, Info- und Lebensmittelständen, Redebeiträgen etc. auf Aktionen/Demonstrationen und keine wirtschaftliche Kooperation oder karitative Unterstützung (z.B. Spende auf die so genannten „Gabenkonten“).
(Distanzierungserklärung April 2009)

Da wir diese Erklärung ernst nehmen, werden wir beim Vegan-Vegetarischen Sommerfest mit unserem Stand nicht vertreten sein. Wir halten eine Zusammenarbeit mit dem Universellen Leben und sympathisierenden Organisationen für eine emanzipatorisch ausgerichtete Tierbefreiungsbewegung für kontraproduktiv.

roots of compassion mit PeTA Progress Award 2010 ausgezeichnet

Roots of compassion wurde im August von PeTA mit dem Progress Award als tierfreundlichster Versandhandel ausgezeichnet.

Als Begründung heißt es in der Pressemitteilung: „Durch eine große Auswahl von Artikeln wie Kleidern, Schuhen, Lebensmitteln, Literatur und Magazinen […] trägt die roots of compassion eG zu einem ethischeren Lebensstil unserer Gesellschaft bei. […] Wir bedanken uns dafür, dass Sie dazu beitragen, dass Veganismus und Ethik in der Gesellschaft ihren Platz finden.“

Eine der Hauptintentionen von roots of compassion ist es, den Tiebefreiungsgedanken und Veganismus zu fördern, sowie auf Speziesismus und Tierausbeutung aufmerksam zu machen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Nachaltigkeit gelegt: Es werden ausschließlich vegane und tierversuchsfreie Produkte angeboten, alle Kleidungsstücke sind aus fairer Herstellung, bei den angebotenen Lebensmitteln wird auf einen kontrolliert biologischem Anbau geachtet, die zu 100% frei von gentechnisch manipulierten Inhaltsstoffen sind. Für den Versand werden „Second Hand“-Kartons verwendet, die sonst im Altpapier landen würden.

Darüber hinaus wurde 2008 der Verlag “compassion media“ gegründet, um mit eigenen Publikationen über vorhandene Missstände zu informieren, Alternativen aufzuzeigen und zu fördern. Ein Beispiel stellt das Kochbuch “Vegan lecker lecker“ dar, welches zu einem geringen Preis mit einfach zuzubereitenden Rezepten und Hintergrundinformationen dazu animieren soll, die vegane Küche auszuprobieren.

PeTA verleiht die Awards jedes Jahr für hervorragende tierfreundliche Leistungen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Ernährung, Sport und Wirtschaft.