Spenden für nichtmenschliche Tiere in der Ukraine

Während Putin einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und viele Menschen aus ihrer Heimat fliehen müssen, spitzt sich die Lage auch in den ukrainischen Tierheimen und auf den Lebenshöfen zu. Denn nicht alle Tiere haben das Glück, von liebevollen Menschen durch Trümmer und Tod in Sicherheit getragen zu werden, wie es auf diesen berührenden Bildern zu sehen ist:

Daher wollen wir neben unserer Sammelaktion für ukrainische geflüchtete Menschen auch die anderen Tiere unterstützen und euch an dieser Stelle einige Spendenadressen nennen:

Saved by the Vet

Normalerweise rettet, verarztet und vermittelt die Organisation Hunde und Katzen in Rumänien. Seit dem Beginn der russischen Invasion bietet sie ukrainischen Geflüchteten und ihren nichtmenschlichen Companions Unterschlupf und transportiert Hilfsgüter zu ukrainischen Tierheimen. Hier kannst du per Paypal spenden.

International Fund for Animal Welfare (IFAW)

Der IFAW arbeitet mit Partner-Tierheimen in Donetsk und Gorlovka zusammen, um Tiernahrung, tiermedizinische Güter und Lohn für Veterinär*innen zur Verfügung zu stellen. Spenden kannst du hier.

UAnimals

UAnimals sammelt Spenden für verschiedene Tierheime, die seit Kriegsbeginn mit schwindenden Vorräten zu kämpfen haben. Die Freiwilligen in den Heimen werden die Tiere niemals im Stich lassen und bleiben bis zuletzt”, ist auf ihrer facebook-Seite zu lesen. Unter diesem Link kannst du an UAnimals spenden.

Happy Paw

Die non-profit-Organisation unterstützt verschiedene Tierheime und kämpft für die würdevolle Behandlung von Straßentieren. Unterstützen kannst du sie hier.

Shelter Ugolyok

Das Tierasyl Ugolyok betreut Hunderte von Tieren und hat aufgrund der Bombardements Schwierigkeiten, Güter zu transportieren. Du kannst per Paypal (pawsofhelp@outlook.com), Venmo (pawsofhelp), Fundrazr oder Patreon unterstützen.

Eure Spenden sind angekommen!

Nach einer langen Fahrt mit dem Konvoi haben eure Spenden Zielorte in Polen und der Ukraine erreicht.
Verladen
Sogar der Bürgermeister von Mikołów hat unsere Fahrer*innen empfangen.
Empfang
Mehrere geflüchtete Menschen, teilweise Familien mit kleinen Kindern, konnten mit zurückgenommen und, ausgestattet mit Kleidung und Bargeld, in andere europäische Städte gebracht werden.
 
Weiterhin sammeln wir Geld für Sprit und Co. Das könnt ihr am besten in bar vorbeibringen oder hier spenden:
 
Nochmal vielen Dank für eure Solidarität, ihr seid großartig! ❤️
 
Refugees Welcome Soliklamotten:
 
^tuki
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#refugeeswelcome #ukraine #rootsofcompassion #ukraineKonflikt #refugees #LeaveNoOneBehind #LeaveNoOneToDie #sammelaktion #spenden

Überwältigende Solidarität bei Sammelaktion für Geflüchtete aus der Ukraine

Aufruf

Vor wenigen Tagen haben wir den Aufruf gestartet, dass Menschen uns Sachspenden für ukrainische Geflüchtete zukommen lassen können, die dann von uns aus auf die Reise an die polnisch-ukrainische Grenze gehen. Wir hatten gedacht, dass mal eine Jacke hier und ein Paket Windeln da vorbeigebracht wird und wir das Ganze locker neben dem normalen Tagesbetrieb regeln können. Oh, wie naiv wir waren.

unfassbare Spendenbereitschaft

Sobald unser Aufruf nicht nur in den sozialen Medien und diversen Chatgruppen die Runde gemacht hatte, sondern auch der örtliche Radiosender unsere Adresse erwähnte, konnten wir uns vor Spenden und Anfragen kaum retten. Minütlich standen Menschen vor unserer Tür, brachten warme Kleidung aller Art, Isomatten, Schlafsäcke, Zelte. Eine IT-Firma spendete eine Kiste Powerbanks, kartonweise Desinfektionstücher und Gummibärchen, andere Menschen luden kubikmeterweise Windeln, Zahnbürsten und -pasta, Seife, Duschgel und andere Hygiene- und Babyartikel bei uns ab.

die Anfänge …

Während ich diese Zeilen schreibe, steht unser Lager voller Hilfsgüter, oder pathetischer formuliert, voller Solidarität. Wir sind tief bewegt angesichts dieser Hilfsbereitschaft und voller Hoffnung, dass die Dinge ihren Weg zu den richtigen Orten, in die Hände zur Flucht gezwungener und ins Leid gedrängter Menschen gelangen.

Kisten sortieren vor dem Lager

Ihr seid der Wahnsinn!

der volle Transporter Number 1

Ein großer Dank an euch alle, die ihr uns unterstützt habt, mit Spenden, kleinen und großen Gesten. Spezieller Dank an an Steffi und Jürgen Bohle, die das Ganze angestoßen haben und neben ihrer Lohnarbeit mit einer Flotte von über 10 Transportern die weite Fahrt nach Polen antreten.

 

die Reisegruppe

Besonderer Dank gilt auch unseren Fahrer*innen, die teilweise mit einer Stunde Vorlauf entschieden haben, Hunderte Kilometer durchzufahren und
sich Wochenende und Nächte um die Ohren zu schlagen.

 

 

Wir sind in Gedanken bei euch. Kommt heile wieder.

die überwältigten rocis

P.S. Wir sammeln weiterhin Spritgeld in bar. Allein o. g. Flotte fährt insgesamt über 30.000 Kilometer (Diesel für etwa 3500 €).

Aktionstag gegen Pelz | steht die Ampel auf Grün? | lecker neue Winter Specials

Aktionstag gegen Pelz

Anti-Pelzaktion: Person im Muskelfaser-Overall mit Kaninchen-Maske liegt auf dem Boden. Im Hintergrund Absperrband, links ein Fell, rechts ein Ausschnitt vom Ariwa-Banner. Auch wenn es in Deutschland selbst keine „Pelztier“-Farmen mehr gibt, wird hier dennoch Pelz in großen Mengen verarbeitet und verkauft. So unter anderem im Modehaus „von Drathen“: mit Protestaktionen vor allen Filialen haben Aktivist*innen am vergangenen Wochenende bundesweit auf das Leid aufmerksam gemacht, das sich hinter der Pelzindustrie verbirgt.

Hintergründe zum Thema findest du hier.

Make compassion your fashion – Klamotten
100% Bio-Baumwolle, fair & nachhaltig produziert 🌱

Paragraf 219a soll gestrichen werden

Hand, die ein Schild mit der Aufschrift 'My Body my Choice' hält. Das hieße für die Zukunft, dass Ärzt*innen endlich Informationen zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen bereitstellen können, ohne sich damit strafbar zu machen. Auch das diskriminierende Transsexuellengesetz soll abgeschafft und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden! So steht’s unter anderem im aktuellen Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien. Fingers crossed! 🤞

Zum Spiegel-Bericht. Mehr über die Abschaffung des Transsexuellengesetzes erfährst du hier. Und queer-feministische Literatur findest du bei uns im Shop 😉

Neu!

Produkte aus unserem Winter-Spezial zwischen Tannenzweigen und Laubblättern
Brrr… Langsam wird’s ganz schön frisch da draußen. Für die kalte Jahreszeit findest du unter der Rubrik Winter-Spezial auf unserer Seite neuerdings nicht nur viele warme und kuschelige Klamotten, sondern auch jede Menge Naschereien gegen den Winterblues, Geschenke für dich und deine Liebsten sowie diverse Kalender für das kommende Jahr.

Bis dahin, pass auf dich und andere auf!
Deine rocis

Mahnmal gegen Tierversuche | Pelzcheck | Neuheiten & Aktion zum Weltvegantag

Mahnmal gegen Tierversuche

Hamburger Stadtmusikanten mit Hund, Affe, Kaninchen und Ratte Aktivist*innen haben in Hamburg ein Mahnmal gegen Tierversuche platziert, das „den Mäusen, den Ratten, den Kaninchen, den Zebrafischen, den Hunden, den Katzen, den Schweinen, den Affen und allen Opfern der Tierversuche in Hamburg und weltweit gewidmet“ ist. (Zitat aus dem Bekenner*innenschreiben)

Über das Märchen zur Aktion und die Realität dahinter, hier die Details. Weiterführende Informationen über Tierversuche, zur Situation in Deutschland und wie eine tierversuchsfreie Forschung aussehen kann, findest du hier.

Stop Animal Testing! Sticker & Aufnäher

Aufruf zum Pelzcheck 2021

Ansicht einer Jacke mit Pelzkragen Mit den Herbst- und Wintermonaten bricht wieder eine Zeit an, in der sich Menschen vermehrt mit Pelz besetzten Jacken und Bommelmützen kleiden. Über die „Ästhetik“ lässt sich zwar streiten, aber Mode auf Kosten von anderen ist echt daneben. Wenn du mit dafür sorgen möchtest, dass Echtpelz aus den Regalen der Modegeschäfte verschwindet, findest du hier Infos zum aktuellen Pelzcheck und wie du dabei unterstützen kannst. Eine Beschreibung zum Erkennen von Echtpelz gibt es hier.

Make compassion your fashion! – Botschaft auf bio-fairen Klamotten.

Neu!

diverse neue Produkte

  • Wer sich warm und kuschelig kleiden möchte, braucht keinen Pelz von anderen Tieren. Das beweisen zum Beispiel unsere neuen Strickmützen und super komfortablen Winter-Leggins. Beides hochwertig verarbeitet, fairtrade und aus Bio-Baumwolle!
    • Apropos! Diese freshen Kalender sind zwar nicht essbar, aber äußerst praktisch und begleiten dich zuverlässig durch das kommende Jahr – mit dabei: der Organizer und Desk Planner von Slingshot in unterschiedlichen Farbvarianten sowie der Queerfeministische Taschenkalender von Riot Skirts.

Alle neuen Artikel findest du hier.

Kino-Aktion zum Weltvegantag

Filmprojektion Nächste Woche Montag ist Weltvegantag! Zu dem Anlass wird es nicht nur bei uns wieder tolle Angebote geben. An dem Tag findet auch in ausgewählten Städten eine coole Kino-Aktion statt, bei der du dir den wunderschönen Film „Butenland“ über das friedliche Zusammenleben von Menschen und anderen Tieren kostenlos (!) auf großer Leinwand anschauen kannst. Bei der Vorstellung im Cinema in Münster wird sogar der Regisseur und unser Mitbegründer Marc Pierschel anwesend sein! Alle Orte und Termine findest du hier und den Film als DVD bei uns im Shop 🙂

Wir wünschen dir einen angenehmen Start in die neue Woche!
Bis bald, deine rocis

Das Gedächtnis der Tierbewegungen [Interview mit dem Tierbefreiungsarchiv]

roc: Habt ihr Lust, euch kurz vorzustellen? Wer seid ihr, was macht ihr?

Hallo, wir sind Uli, Tom und Direct Action Bunny vom tierbefreiungsarchiv. Wir sind seit einigen Jahren in der Tierrechts- oder Tierbefreiungsbewegung aktiv und machen seit 2014 Archivarbeit, d. h. wir sammeln und archivieren Materialien der Bewegungen und machen sie für Forschende und Interessierte zugänglich. Nebenbei geben wir auch Vorträge und Workshops.

roc: Wie seid ihr organisiert und wie finanziert ihr euch?

Wir sind als Projekt beim Verein die tierbefreier e.V. angesiedelt, der uns finanziell unterstützt. Ein bisschen Geld bekommen wir aber auch über Spenden. Bei uns gibt es keine*n Chef*in, wir sind also wie ein Kollektiv organisiert und treffen wichtige Entscheidungen gemeinsam im Plenum. Dann gibt‘s da noch eine Art „Dunstkreis“ von Menschen, die wir bei grundlegenden Fragen immer wieder einbinden. Wir versuchen im Allgemeinen die Hierarchien flach zu halten oder aufzulösen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Person, die eine Aufwandsentschädigung bekommt, enthält sich bei Entscheidungen, die diese Gelder betreffen, grundsätzlich.

roc: Immer schön zu hören, dass es da draußen noch mehr Kollektive gibt, cool! Warum ist es eurer Meinung nach wichtig, die Geschichte der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung festzuhalten? Was ist euer Ziel?

Wir glauben, dass das ganze mehrere Ebenen hat. Zum einen leisten staatliche oder kommunale Archive nicht die Arbeit, Materialien verschiedenster sozialer Bewegungen zu sammeln, u. a., weil der Staat wenig Interesse daran hat, die eigene Opposition zu archivieren. Das könnte ja die eigene Erzählung brüchig machen. Daraus resultiert wohl auch eine gesunde Skepsis innerhalb der sozialen Bewegungen, ihre Materialien an staatliche Archive zu geben. Daher ist es die Aufgabe von Aktivist*innen der jeweiligen Bewegungen, die eigenen Materialien und damit die eigene Geschichte zu erhalten. Vor diesem Hintergrund haben wir uns vor einigen Jahren entschieden, diese Aufgabe für die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung zu übernehmen.

„Nutzen wir Inhalte, die anderen sozialen Bewegungen zuwiderlaufen?“

Eine weitere, vielleicht sehr einfach klingende Ebene ist das Verstehen der heutigen Bewegung. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegungen sind nicht vom Himmel gefallen, sie haben Vorläufer. Und um zu verstehen, wo wir heute stehen, ist es wichtig die eigenen Traditionen zu kennen. Weiterhin können wir lernen, welche Strategien oder Aktionsformen wirksam waren, jedoch heute weniger wirksam sind, da sich durch die Digitalisierung die Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft verändert haben. Daneben ist auch eine inhaltliche Reflexion des eigenen Standpunktes möglich – wie kommunizieren wir beispielsweise nach außen? Nutzen wir Inhalte oder Themenkomplexe, die anderen sozialen Bewegungen zuwiderlaufen? Nehmen wir zum Beispiel sexistische Kampagnen. Die Kritik an ihnen ist so alt wie die Kampagnen selbst; die Argumente dafür und dagegen scheinen sich jedoch über die Zeit wenig verändert zu haben. Eine historische Spurensuche, Einordnung und Analyse kann an dieser Stelle dazu dienen, Diskussionen innerhalb der Bewegung auf ein anderes Niveau zu heben und nicht ständig in Dauerschleifen zu geraten. Und gerade für junge Aktivistis bietet eine Auseinandersetzung mit der Bewegungsgeschichte die Möglichkeit, zu sehen, wie weit Diskussionen, Strategien, und Aktionsformen bereits in den 1990er Jahren waren und dann neue Wege zu beschreiten, aber auch an Prozesse anzuknüpfen, die kontinuierliche Kämpfe abbilden – siehe die Auseinandersetzung mit LPT in Hamburg. Hier wurden in den 1980er Jahren die ersten Tierbefreiungen in Deutschland durchgeführt und heute finden Großdemonstrationen am selben Ort statt.

„Aktivismus ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon […] Und festzustellen, dass wir quasi den Staffelstab weitertragen, erscheint uns als ein Gegenmittel gegen das Gefühl allein zu kämpfen“

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte kann aber auch Teil einer Resilienz-Strategie sein. Festzustellen, dass es vor 200 Jahren Vorläufer*innen unserer Ideen gab, kann motivieren langfristig am Ball zu bleiben. Es zeigt sich, dass gesellschaftliche Veränderungen nicht immer schnell funktionieren. Aktivismus ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon. Und festzustellen, dass wir quasi den Staffelstab weitertragen, erscheint uns als ein Gegenmittel gegen das Gefühl allein zu kämpfen, sowohl räumlich als auch, wie in unserem Fall, zeitlich.

Ein letzter Punkt, den wir ansprechen möchten, ist die Möglichkeit, durch die Auseinandersetzung mit der Tierrechts-/ Tierbefreiungsgeschichte den großen Erzählungen (Kapitalismus, Domestizierung, Nationen,…), die auf Konkurrenzsystemen, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen, etwas entgegenzusetzen – eine Geschichte bzw. Erzählung von Solidarität und Mitgefühl über Speziesgrenzen hinaus. Das ist wohl auch eines unserer Ziele: ein Teil derjenigen zu sein, die diese solidarische und empathische Geschichte erzählen möchten. Dies ist selbstverständlich eine riesige Aufgabe, aber die Geschichten der Solidarität werden von vielen Aktivist*innen geschrieben, gesungen, gemalt, performt usw. und unsere Aufgabe ist es, diesen verschiedensten Personen Material für ihre Erzählungen bereitzustellen.

roc: “Archiv” klingt ja so ein bisschen nach verstaubten Büchern und drögem Sortieren vergilbter Dokumente. Wie viel hat das Klischee mit eurem Alltag zu tun? Was macht die Arbeit für euch so spannend?

Ehrlich gesagt könnte unser Alltag, bis auf die verstaubten Bücher, so beschrieben werden, jedoch ist selbst das gar nicht so langweilig wie es vielleicht klingen mag. Ältere Dokumente – egal ob Flugblätter, Broschüren, Zeitschriften oder klassische Aktenordner – ermöglichen immer wieder einen Einblick in eine Zeit vor unserem eigenen Aktivismus. Wer hat wann welche Aktionen gemacht, wie hat sich die Gestaltung der Medien verändert, welche Themen waren relevant?

„Unsere Aufgabe könnte beschrieben werden als das Aufrechterhalten des Gedächtnisses der Bewegung.“

Ein weiterer Punkt – und wir glauben, dass dies häufig fehlinterpretiert wird – ist, dass wir mit den Sortier- und Archivierungsaufgaben die eigentliche Grundlage für Forschung schaffen. An und für sich ist es nicht die Aufgabe von Archiven und den Aktiven in diesen Projekten, die Geschichte einer Bewegung zu schreiben; dies ist eher die Aufgabe von Historiker*innen, Aktivist*innen oder Journalist*innen. Unsere Aufgabe könnte beschrieben werden als das Aufrechterhalten des Gedächtnisses der Bewegung. Wir bieten also mehr die Grundlage für andere Arbeiten, auch wenn wir gern selbst recherchieren und Vorträge oder Workshops aus unseren Recherchen entwickeln. Ein Punkt, der natürlich auch zu unserem Alltag gehört, ist Vernetzung. Mittlerweile sind wir bei einigen Veranstaltungen nahezu Inventar, so beispielsweise beim Veganen Wintermarkt in Dresden. Hier dürfen wir dieses Jahr zum fünften Mal in Folge einen inhaltlichen Beitrag beisteuern. Auf den Veranstaltungen sammeln wir beispielsweise Materialien ein – falls also mal wer bei einem Straßenfest alle Stände abgegangen ist und je ein Exemplar von euren Materialien erschnorrt hat, dann könnte das ein*e Aktivist*in von uns gewesen sein. Gern würden wir diesen Vernetzungspunkt auch intensivieren, da wir ja abhängig von der Bewegung sind und es wichtig ist, dass uns die Akteur*innen in der Bewegung kennen. Leider ist das aber auch immer eine finanzielle Frage; momentan können wir es nicht leisten, alle Veranstaltungen zu besuchen oder zu unterstützen, bei denen wir gern wären.

roc: Was ist das älteste Stück in eurem Archiv?

Ein vegetarisches Kochbuch von 1916. Das haben wir mal zufällig auf einem Flohmarkt gefunden.

roc: Und wie seht ihr die aktuelle Entwicklung der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung? Gibt es Dinge, die ihr aufgrund eurer Perspektive kritisieren würdet? Fehler, die wir schon einmal gemacht haben und gerade wiederholen?

Ganz sicher sind wir nicht, ob es uns zusteht, die Entwicklung der Bewegung zu kritisieren; zumindest aus Projektperspektive erscheint dies schwierig. Aber selbstverständlich haben wir persönliche Ansichten, die auch in unsere Arbeit einfließen. Interessant erscheint uns beispielsweise die Entwicklung des Diskurses rund um Veganismus: Unsere Materialien zeigen vor allem für die 1990er Jahre klar, dass Veganismus zu dieser Zeit stark mit emanzipatorischen Ideen verbunden war. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Anfang der 1990er Jahre entstand die „Vegane Offensive Ruhrgebiet“, die sowohl in die linke Szene als auch in die Tierrechtsbewegung wirken wollte. Veganismus war hier Teil eines Kampfes für die Befreiung von Mensch und Tier. In eine ähnliche Richtung ging auch das Magazin „vegan-info“ – hier wurde Veganismus ebenfalls in einen größeren Kontext gestellt.

„Lasst uns aufhören dauernd über Essen zu reden, lasst uns vielmehr über gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökonomische Verhältnisse reden“

Heute hingegen können wir heute in vielen Teilen der Tier- und Vegan-Bewegungen feststellen, dass dieser Anspruch wohl etwas auf der Strecke geblieben ist. Veganismus kann gerade vielmehr als neoliberaler Lifestyle verstanden werden, da steht oft Körperoptimierung und Gesundheitsdiskurs im Vordergrund. Wie schon die Antispeziesistische Aktion Tübingen feststellt, scheint es so, dass die Tierrechtsbewegung in den letzten Jahren ihren Fokus auf die Veganisierung von Individuen gelegt hat und dadurch die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen außer Acht gelassen wurden. Dies führt unserer Meinung dazu, dass der Veganismus-Begriff aufgeweicht und zu einer Ernährungsform reduziert wird. Daher könnte unsere Kritik lauten: Die Menschen wissen mittlerweile, was Veganismus bedeutet. Lasst uns aufhören dauernd über Essen zu reden, lasst uns vielmehr über gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökonomische Verhältnisse reden, um eine Befreiung von Mensch und Tier zu erreichen. Oder, wie es Menschen von tierbefreiung dresden gut auf den Punkt gebracht haben: Während wir als Bewegung in den 1990er und 2000er Jahren gefordert haben „Werde vegan!“, sollten wir heute fordern „Werde aktiv gegen Ausbeutung und Unterdrückung!“.

roc: Vielleicht gibt es da draußen ja Menschen, die jetzt gerade einen Artikel, ein Buch oder eine wissenschaftliche Arbeit über die Tierrechtsbewegung schreiben. Wie können Interessierte Zugang zu eurem Archiv erhalten?

Das ist recht simpel. Ihr könnt uns per Email an tierbefreiungsarchiv[ätt]riseup.net eine Anfrage schicken. Einen ersten Einblick bietet auch schon unsere Website. Die Einsicht in die Materialien erfolgt dann in der Regel vor Ort im Archiv selbst. Das findet sich wiederum in der sächsischen Kleinstadt Döbeln (das tierbefreiungsarchiv, Bahnhofstraße 56, 04720 Döbeln). Das mag vielleicht einige von einem Besuch abschrecken, jedoch können wir auch einige Vorteile unserer Lage nennen: Zum einen bietet die Lage im ländlichen Raum gute Voraussetzungen für eine ruhige Recherche. Zum anderen haben wir die Möglichkeit Schlafplätze direkt im selben Haus zu vermitteln. Ganz nebenbei ist auch das vegane Essensangebot, trotz Kleinstadtverhältnissen, recht gut. Auch für ein kulturelles Rahmenprogramm ist meist gesorgt, da sich im selben Haus wie das Archiv auch ein soziokultureller Treffpunkt, das Café Courage, befindet. Kommt also gerne vorbei!

roc: Wenn nun Menschen Aktionen oder Demos machen, die aber gar nicht in der Presse vorkommen, ist es mit dem Archivieren ja gar nicht so leicht. Können Menschen euch kontaktieren und von Aktionen berichten?

Gern können Menschen uns ihre Aktionsberichte zukommen lassen. Am besten für uns in geschriebener Form oder als digitales Audiodokument. Zudem kommen die meisten Aktionen oder Demonstrationen nicht ohne Informationsmaterial aus – ein Flugblatt ist nahezu immer am Start. An diesen Materialien sind wir natürlich auch interessiert und es würde unsere Arbeit ungemein erleichtern, wenn sich Gruppen und Vereine dazu entschließen würden, uns regelmäßig (z.B. einmal pro Jahr) je ein Exemplar ihrer Flugblätter, Broschüren oder anderer Materialien zuzusenden.

roc: Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass ihr gerade eine Crowdfunding-Kampagne gestartet habt. Wofür braucht ihr das Geld und warum sollte mensch euch unterstützen?

Weil das Archiv in den letzten Jahren so stark gewachsen ist, können wir das mittlerweile leider nicht mehr ehrenamtlich betreuen. Bisher hat uns der Verein die tierbefreier e.V eine monatliche Aufwandsentschädigung gezahlt. Aber das Projekt ist ja nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung da. Daher war unsere Idee, die finanzielle Last auf viele Schultern zu verteilen. Für die Aufwandsentschädigung fallen insgesamt 9.600 € und für die Raummieten 2.400 € an, um die Archivgutbetreuung für die nächsten zwei Jahre abzusichern. Das Gesamtziel beläuft sich auf 20.000 €. Mit den 8.000 € Differenz möchten wir unter anderem „professionelles“ – sprich säurefreies – Verpackungsmaterial (Mappen und Boxen) für die Materialien erwerben. Auch verschiedenste Arbeitsmaterialien würden dem Archiv gut tun, beispielsweise ein besseres Schneidegerät. [Eine genaue Auflistung der Kostenpunkte ist hier zu finden]. Um die oben beschriebenen Reflexions- und Recherchemöglichkeiten zu gewährleisten, braucht es eben auch Menschen, die sich darum kümmern sowie Räume, in denen die Materialien lagern können und Aufbewahrungsmaterial, das langfristig hält.

„Die einzigen, von denen wir abhängig sein möchten, sind die Bewegungen für Tierrechte und Tierbefreiung.“

Für uns ist es schwer vorstellbar, wie es wäre, wenn wir unsere eigenen Zeitzeugnisse nicht mehr einsehen könnten. Wie viele Geschichten würden vergessen bleiben oder könnten nie erzählt werden? Wie sollte eine über Speziesgrenzen hinweg reichende Solidaritätsgeschichte geschrieben werden, wenn niemand in ein Archiv gehen könnte, das Dokumente zu dieser Geschichte bereithält? Und wer, wenn nicht die Aktivist*innen und Organisationen der eigenen Bewegung, würde momentan Projekte wie Lebenshöfe, Verlage oder unser Archiv unterstützen? Wir wollen nicht auf Fördermittel oder Sponsoring angewiesen sein. Die einzigen, von denen wir abhängig sein möchten, sind die Bewegungen für Tierrechte und Tierbefreiung.

roc: Unsere Solidarität habt ihr. Viel Glück!

Danke, und vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews!

Fotos: Tierbefreiungsarchiv, die tierbefreier
Bild unten: Hartmut Kiewert
Interview: Tuki

Dieses Soli-Poster des Tierrechtskünstlers Hartmut Kiewert ist hier erhältlich. Sämtlicher Gewinn geht an das Tierbefreiungsarchiv.

„1000 Kreuze“ gegen sexuelle Selbstbestimmung

Auch in diesem Jahr sind wieder einige fundamentalistische Christ*innen durch Münsters Innenstadt gelaufen, um mit weißen Kreuzen im Arm an abgetriebene Föten zu erinnern. Organisiert wurde die sogenannte Prozession von dem Verein „EuroProLife“, der sich als europäisches Gebetsnetzwerk und europäische „Stimme der ungeborenen Kinder“ versteht. Auf dessen Website heißt es: „In Deutschland sterben täglich annähernd 1000 ungeborene Kinder durch chirurgischen Eingriff oder die frühabtreibende Wirkung von Pille, Spirale etc. Wir vertrauen dieses unsagbare Geschehen unserm Herrn und Schöpfer an.“ Ein weiterer Grund wird in der Präambel zur Zielsetzung des Vereins genannt: „Als einziger Kontinent liegt Europa mit einer Geburtenrate von nur 1,5 weit unter dem für den Selbsterhalt eines Volkes nötigen Mindestwert von 2,1!“. Dass nationalistisches und reaktionäres Gedankengut hier verbreitet ist und Anschluss findet, ist nicht weiter verwunderlich. Während Menschen an den europäischen Grenzen sterben, wird vom „europäischen Volk“ gesprochen, dass durch ungewollte Kinder aufgerüstet werden soll.

Seit seinen Anfängen 2003 wird der Gebetszug der sogenannten Lebensschützer*innen in Münster von Protesten begleitet. In diesem Jahr hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zu einer Demonstration und einer Kundgebung aufgerufen. Im Anschluss folgte eine weitere Demonstration unter dem Motto „Feminismus in die Offensive – Gegen das Patriarchat und seine Fans“.

Die Demonstrant*innen forderten, die Paragraphen 218 und 219a StGB abzuschaffen, die zum einen nur unter bestimmten (erschwerenden) Bedingungen einen Schwangerschaftsabbruch straffrei zulassen, zum anderen das sachliche Informieren über Schwangerschaftsabbrüche verbieten (die Gießener Ärztin Kristina Hänel wurde jüngst zu einer Geldstrafe von 6000 € verurteilt). Zudem wurde die Forderung nach körperlicher und sexueller Selbstbestimmung laut. „Raise your Voice – My Body – My Choice“, tönte es durch die Domstadt.

Darauf, dass Schwangerschaft nicht immer gleichbedeutend mit Frausein ist, machten Aktivist*innen von queerfeMS aufmerksam. „Nicht nur Frauen werden schwanger! Transmänner und nicht-binäre Personen mit Uterus können schwanger werden“, heißt es in ihrem Redebeitrag. Sie treten für eine queere Utopie ein, für eine Welt, in der Menschen freiheitlich leben können, in der das Leben von Schwangeren unter anderem durch den Zugang zu lebenswichtigen Informationen geschützt wird: „Aus Verzweiflung durchgeführte unsachgemäße Abbrüche können Leben kosten. Das Leben von Schwangeren“.
Schwangere, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, sind angewiesen auf kompetente Ärzt*innen. Ärzt*innen, die solche Abbrüche durchführen, gibt es allerdings immer weniger. Beispielsweise geht der einzige Gynäkologe, der in Münster auch in diesem Bereich praktiziert, im Sommer diesen Jahres in den Ruhestand.
Der Abbruch einer Schwangerschaft ist eine ethische Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt. Unsere Solidarität gilt allen Schwangeren. Ihr allein dürft über euren Körper bestimmen und solltet jede Unterstützung bekommen, die ihr braucht.

Hier einige Artikel aus unserem Sortiment, die euch interessieren könnten:
Darum Feminismus! – Affront (Hrsg.)
Safer Sex Handbuch
vegane Kondome
trans*revolution – Aufnäher
Sticker: Nationalistische Kackscheiße

Mensch Tier Bildung im Interview

Logo von 'Mensch Tier Bildung' mit einer Kuh, einem Schwein und einem Huhn

Aiyana Rosen promoviert zu Mensch-Tier-Verhältnissen in der Nutztierhaltung am Beispiel der Haltung von Kühen zur Milchproduktion in Deutschland und hat den Bildungsverein „Mensch Tier Bildung“ mitgegründet. Dieser bietet in Schulen und außerschulischen Einrichtungen Workshops zu gegenwärtigen Mensch-Tier-Verhältnissen an. Wir haben sie in Berlin getroffen und ihr einige Fragen zu diesem spannenden Verein gestellt.

Aiyana, du hast ja den Verein „Mensch Tier Bildung“ mit ins Leben gerufen. Wie und wann kam es denn zu der Gründung?

Die Gruppe fand sich vor etwa zwei Jahren zusammen. Ich persönlich hatte gerade darüber nachgedacht, selbst etwas in Richtung Bildungsarbeit zum Thema Mensch-Tier-Verhältnisse bzw. vor allem zur sogenannten Nutztierhaltung auf die Beine zu stellen, aber mir fehlten die Leute, mit denen ich hätte zusammenarbeiten können. Witzigerweise hörte ich dann genau in der Zeit von der sich gerade zusammenfindenden Gruppe, die heute „Mensch Tier Bildung“ heißt.

Das ist ein schöner Zufall. Was ist euer Anliegen?

Unser Anliegen ist es, Aufklärungsarbeit zu leisten. Viele vertreten Positionen zum Thema, ohne sich mit den bestehenden Verhältnissen ernsthaft auseinanderzusetzen. Wir sind der Ansicht, dass sich jeder seine eigene Meinung bilden können muss, aber erst nach Kenntnis der Faktenlage. Wer die Augen verschließt, kann auch keine ernstzunehmende Position vertreten. Auch Kinder und Jugendliche sollten die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nicht einfach die Positionen ihres Umfelds übernehmen. In der Schule kommt eine kritische Beschäftigung mit dem Thema bislang aber leider noch viel zu kurz.

Als erstes haben wir beispielsweise einen Workshop zu Kühen in der Milchproduktion ausgearbeitet. Das fanden wir wichtig, da über Fleisch schon viel gesprochen wird, über Milch aber noch viel zu wenig. Dabei ist das Tierleid bei der Haltung sogenannter Milchkühe kein geringeres. Das ist vielen gar nicht so klar. Das Töten der männlichen Kälber und die Trennung von Kuh und Kalb direkt nach der Geburt sind die Regel. Euterentzündungen bei 30-50% aller Kühe gelten als normal. Viele Kühe haben zudem schwerwiegende Klauenprobleme. Und all dies gilt übrigens genauso für die Biohaltung. Da bestehen keine nennenswerten Unterschiede. Und auch die vermeintlich glückliche Kuh auf der Weide wird in Deutschland immer seltener.

Uns ist es wichtig, ein Bewusstsein für solche Problemlagen zu schaffen. Wegen der Tiere, die unter den Verhältnissen leiden. Und auch wegen der enormen Klima- und Umweltschäden, die mit der industriellen Tierhaltung in Zusammenhang stehen sowie weiterer Problemlagen, die mit dem Konsum von Tierprodukten verbunden sind: Welternährungsproblematik, Abholzung der Regenwälder für Tierfutteranbau usw.

Ja, da besteht eine Menge Aufklärungsbedarf. Was bietet ihr genau an? Wo liegen eure Schwerpunkte?

Wie gesagt, angefangen haben wir mit einem Workshop zur Haltung von Kühen zur Milchproduktion, der sich an ältere Schüler*innen richtet, also so 11.-13. Klasse. Nun bieten wir aber auch einen Projekttag für Jüngere an, der sich mit allen in der Landwirtschaft genutzten Tieren beschäftigt. Der ist für die 5. und 6. Klasse konzipiert. Hier gehen wir spielerischer an das Thema heran, mit Malen, Film, „Puzzle“ und Spielen zum Thema. Ein dritter Workshop richtet sich an außerschulische Jugendeinrichtungen. Auch dieser Workshop ist spielerischer angelegt. Wir kochen mit den Jugendlichen, führen offene Diskussionen durch und veranstalten ein Quiz. Aber schaut einfach mal auf unsere Website (www.mensch-tier-bildung.de), da findet man unser aktuelles Workshopangebot ganz detailliert erklärt.

Guter Tipp! Wer kann euch denn buchen und wie viel kosten eure Workshops?

Wir gehen hauptsächlich an Schulen und wurden meist von den Lehrer*innen eingeladen, aber auch schon mal von Schüler*innen, die am Thema interessiert waren und das in den Unterricht einbringen wollten. Wir waren aber auch in einigen Jugendtreffs, bei FÖJ-Seminaren, auch ein Abenteuerspielplatz hatte Interesse an einem Workshop. Neuerdings bieten wir auch Projekttage im Lebenshof „Land der Tiere“ an. Wir sind also nicht an eine bestimmte Einrichtungsart gebunden, und die Schulform oder der Bildungshintergrund unserer Teilnehmer*innen ist für uns kein ausschließendes Kriterium. Wir arbeiten mit Kindern und Jugendlichen aller Bildungsniveaus zusammen. Anfragen kann bei uns erst mal jede*r…
Und zu den Kosten: Wir arbeiten auf Spendenbasis, das heißt, wir freuen uns, wenn wir etwas bekommen, aber es ist kein Muss. Wir wissen ja auch, das viele Bildungseinrichtungen wenig Geld haben, sodass da auch keine ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn sie nichts geben kann.

Wo in Deutschland seid ihr aktiv?

Bislang vor allem im Raum Berlin und Frankfurt am Main. In Zukunft werden wir aber auch im Raum Münster und Hamburg verstärkt Workshops anbieten. Und wenn es von den Kapazitäten her gerade passt, fahren wir auch immer wieder mal weiter.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir wollen in weiteren Städten Deutschlands Workshopmoderator*innen ausbilden, sodass wir in Zukunft möglichst deutschlandweit Workshops anbieten können. Und wir bauen unser Workshopangebot kontinuierlich aus. Allerdings müssen wir erst einmal die weitere Finanzierung sicherstellen, da ist es kürzlich schwierig geworden. Daher suchen wir nach Förder*innen und freuen uns über Spenden.

Wie kann man denn Workshopmoderator*in bei euch werden? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Wir wünschen uns Moderator*innen, die bereits über Erfahrung im Bildungsbereich und fundierte Kenntnisse zur Nutztierhaltung verfügen bzw. sich bereits kritisch mit den Mensch-Tier-Verhältnissen in unserer Gesellschaft auseinandergesetzt haben. Alle zukünftigen Workshopmoderator*innen werden jedoch auch von uns noch mal konkret geschult. Im Herbst werden wir – wenn unsere Finanzierung es zulässt – zu diesem Zweck eine Wochenendfortbildung anbieten, bei der wir neuen Moderator*innen unsere Unterrichtsmaterialien näherbringen. Dafür freuen wir uns natürlich auch noch über weitere Interessierte!

Vielen Dank, Aiyana!

Falls ihr „Mensch Tier Bildung“ an eure Schule, in eure FÖJ-Gruppe, euer Jugendzentrum oder dergleichen holen wollt, schreibt einfach eine Email an: kontakt@mensch-tier-bildung.de