Das Gedächtnis der Tierbewegungen [Interview mit dem Tierbefreiungsarchiv]

roc: Habt ihr Lust, euch kurz vorzustellen? Wer seid ihr, was macht ihr?

Hallo, wir sind Uli, Tom und Direct Action Bunny vom tierbefreiungsarchiv. Wir sind seit einigen Jahren in der Tierrechts- oder Tierbefreiungsbewegung aktiv und machen seit 2014 Archivarbeit, d. h. wir sammeln und archivieren Materialien der Bewegungen und machen sie für Forschende und Interessierte zugänglich. Nebenbei geben wir auch Vorträge und Workshops.

roc: Wie seid ihr organisiert und wie finanziert ihr euch?

Wir sind als Projekt beim Verein die tierbefreier e.V. angesiedelt, der uns finanziell unterstützt. Ein bisschen Geld bekommen wir aber auch über Spenden. Bei uns gibt es keine*n Chef*in, wir sind also wie ein Kollektiv organisiert und treffen wichtige Entscheidungen gemeinsam im Plenum. Dann gibt‘s da noch eine Art „Dunstkreis“ von Menschen, die wir bei grundlegenden Fragen immer wieder einbinden. Wir versuchen im Allgemeinen die Hierarchien flach zu halten oder aufzulösen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Person, die eine Aufwandsentschädigung bekommt, enthält sich bei Entscheidungen, die diese Gelder betreffen, grundsätzlich.

roc: Immer schön zu hören, dass es da draußen noch mehr Kollektive gibt, cool! Warum ist es eurer Meinung nach wichtig, die Geschichte der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung festzuhalten? Was ist euer Ziel?

Wir glauben, dass das ganze mehrere Ebenen hat. Zum einen leisten staatliche oder kommunale Archive nicht die Arbeit, Materialien verschiedenster sozialer Bewegungen zu sammeln, u. a., weil der Staat wenig Interesse daran hat, die eigene Opposition zu archivieren. Das könnte ja die eigene Erzählung brüchig machen. Daraus resultiert wohl auch eine gesunde Skepsis innerhalb der sozialen Bewegungen, ihre Materialien an staatliche Archive zu geben. Daher ist es die Aufgabe von Aktivist*innen der jeweiligen Bewegungen, die eigenen Materialien und damit die eigene Geschichte zu erhalten. Vor diesem Hintergrund haben wir uns vor einigen Jahren entschieden, diese Aufgabe für die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung zu übernehmen.

„Nutzen wir Inhalte, die anderen sozialen Bewegungen zuwiderlaufen?“

Eine weitere, vielleicht sehr einfach klingende Ebene ist das Verstehen der heutigen Bewegung. Die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegungen sind nicht vom Himmel gefallen, sie haben Vorläufer. Und um zu verstehen, wo wir heute stehen, ist es wichtig die eigenen Traditionen zu kennen. Weiterhin können wir lernen, welche Strategien oder Aktionsformen wirksam waren, jedoch heute weniger wirksam sind, da sich durch die Digitalisierung die Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft verändert haben. Daneben ist auch eine inhaltliche Reflexion des eigenen Standpunktes möglich – wie kommunizieren wir beispielsweise nach außen? Nutzen wir Inhalte oder Themenkomplexe, die anderen sozialen Bewegungen zuwiderlaufen? Nehmen wir zum Beispiel sexistische Kampagnen. Die Kritik an ihnen ist so alt wie die Kampagnen selbst; die Argumente dafür und dagegen scheinen sich jedoch über die Zeit wenig verändert zu haben. Eine historische Spurensuche, Einordnung und Analyse kann an dieser Stelle dazu dienen, Diskussionen innerhalb der Bewegung auf ein anderes Niveau zu heben und nicht ständig in Dauerschleifen zu geraten. Und gerade für junge Aktivistis bietet eine Auseinandersetzung mit der Bewegungsgeschichte die Möglichkeit, zu sehen, wie weit Diskussionen, Strategien, und Aktionsformen bereits in den 1990er Jahren waren und dann neue Wege zu beschreiten, aber auch an Prozesse anzuknüpfen, die kontinuierliche Kämpfe abbilden – siehe die Auseinandersetzung mit LPT in Hamburg. Hier wurden in den 1980er Jahren die ersten Tierbefreiungen in Deutschland durchgeführt und heute finden Großdemonstrationen am selben Ort statt.

„Aktivismus ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon […] Und festzustellen, dass wir quasi den Staffelstab weitertragen, erscheint uns als ein Gegenmittel gegen das Gefühl allein zu kämpfen“

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte kann aber auch Teil einer Resilienz-Strategie sein. Festzustellen, dass es vor 200 Jahren Vorläufer*innen unserer Ideen gab, kann motivieren langfristig am Ball zu bleiben. Es zeigt sich, dass gesellschaftliche Veränderungen nicht immer schnell funktionieren. Aktivismus ist eben kein Sprint, sondern ein Marathon. Und festzustellen, dass wir quasi den Staffelstab weitertragen, erscheint uns als ein Gegenmittel gegen das Gefühl allein zu kämpfen, sowohl räumlich als auch, wie in unserem Fall, zeitlich.

Ein letzter Punkt, den wir ansprechen möchten, ist die Möglichkeit, durch die Auseinandersetzung mit der Tierrechts-/ Tierbefreiungsgeschichte den großen Erzählungen (Kapitalismus, Domestizierung, Nationen,…), die auf Konkurrenzsystemen, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen, etwas entgegenzusetzen – eine Geschichte bzw. Erzählung von Solidarität und Mitgefühl über Speziesgrenzen hinaus. Das ist wohl auch eines unserer Ziele: ein Teil derjenigen zu sein, die diese solidarische und empathische Geschichte erzählen möchten. Dies ist selbstverständlich eine riesige Aufgabe, aber die Geschichten der Solidarität werden von vielen Aktivist*innen geschrieben, gesungen, gemalt, performt usw. und unsere Aufgabe ist es, diesen verschiedensten Personen Material für ihre Erzählungen bereitzustellen.

roc: “Archiv” klingt ja so ein bisschen nach verstaubten Büchern und drögem Sortieren vergilbter Dokumente. Wie viel hat das Klischee mit eurem Alltag zu tun? Was macht die Arbeit für euch so spannend?

Ehrlich gesagt könnte unser Alltag, bis auf die verstaubten Bücher, so beschrieben werden, jedoch ist selbst das gar nicht so langweilig wie es vielleicht klingen mag. Ältere Dokumente – egal ob Flugblätter, Broschüren, Zeitschriften oder klassische Aktenordner – ermöglichen immer wieder einen Einblick in eine Zeit vor unserem eigenen Aktivismus. Wer hat wann welche Aktionen gemacht, wie hat sich die Gestaltung der Medien verändert, welche Themen waren relevant?

„Unsere Aufgabe könnte beschrieben werden als das Aufrechterhalten des Gedächtnisses der Bewegung.“

Ein weiterer Punkt – und wir glauben, dass dies häufig fehlinterpretiert wird – ist, dass wir mit den Sortier- und Archivierungsaufgaben die eigentliche Grundlage für Forschung schaffen. An und für sich ist es nicht die Aufgabe von Archiven und den Aktiven in diesen Projekten, die Geschichte einer Bewegung zu schreiben; dies ist eher die Aufgabe von Historiker*innen, Aktivist*innen oder Journalist*innen. Unsere Aufgabe könnte beschrieben werden als das Aufrechterhalten des Gedächtnisses der Bewegung. Wir bieten also mehr die Grundlage für andere Arbeiten, auch wenn wir gern selbst recherchieren und Vorträge oder Workshops aus unseren Recherchen entwickeln. Ein Punkt, der natürlich auch zu unserem Alltag gehört, ist Vernetzung. Mittlerweile sind wir bei einigen Veranstaltungen nahezu Inventar, so beispielsweise beim Veganen Wintermarkt in Dresden. Hier dürfen wir dieses Jahr zum fünften Mal in Folge einen inhaltlichen Beitrag beisteuern. Auf den Veranstaltungen sammeln wir beispielsweise Materialien ein – falls also mal wer bei einem Straßenfest alle Stände abgegangen ist und je ein Exemplar von euren Materialien erschnorrt hat, dann könnte das ein*e Aktivist*in von uns gewesen sein. Gern würden wir diesen Vernetzungspunkt auch intensivieren, da wir ja abhängig von der Bewegung sind und es wichtig ist, dass uns die Akteur*innen in der Bewegung kennen. Leider ist das aber auch immer eine finanzielle Frage; momentan können wir es nicht leisten, alle Veranstaltungen zu besuchen oder zu unterstützen, bei denen wir gern wären.

roc: Was ist das älteste Stück in eurem Archiv?

Ein vegetarisches Kochbuch von 1916. Das haben wir mal zufällig auf einem Flohmarkt gefunden.

roc: Und wie seht ihr die aktuelle Entwicklung der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung? Gibt es Dinge, die ihr aufgrund eurer Perspektive kritisieren würdet? Fehler, die wir schon einmal gemacht haben und gerade wiederholen?

Ganz sicher sind wir nicht, ob es uns zusteht, die Entwicklung der Bewegung zu kritisieren; zumindest aus Projektperspektive erscheint dies schwierig. Aber selbstverständlich haben wir persönliche Ansichten, die auch in unsere Arbeit einfließen. Interessant erscheint uns beispielsweise die Entwicklung des Diskurses rund um Veganismus: Unsere Materialien zeigen vor allem für die 1990er Jahre klar, dass Veganismus zu dieser Zeit stark mit emanzipatorischen Ideen verbunden war. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Anfang der 1990er Jahre entstand die „Vegane Offensive Ruhrgebiet“, die sowohl in die linke Szene als auch in die Tierrechtsbewegung wirken wollte. Veganismus war hier Teil eines Kampfes für die Befreiung von Mensch und Tier. In eine ähnliche Richtung ging auch das Magazin „vegan-info“ – hier wurde Veganismus ebenfalls in einen größeren Kontext gestellt.

„Lasst uns aufhören dauernd über Essen zu reden, lasst uns vielmehr über gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökonomische Verhältnisse reden“

Heute hingegen können wir heute in vielen Teilen der Tier- und Vegan-Bewegungen feststellen, dass dieser Anspruch wohl etwas auf der Strecke geblieben ist. Veganismus kann gerade vielmehr als neoliberaler Lifestyle verstanden werden, da steht oft Körperoptimierung und Gesundheitsdiskurs im Vordergrund. Wie schon die Antispeziesistische Aktion Tübingen feststellt, scheint es so, dass die Tierrechtsbewegung in den letzten Jahren ihren Fokus auf die Veganisierung von Individuen gelegt hat und dadurch die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen außer Acht gelassen wurden. Dies führt unserer Meinung dazu, dass der Veganismus-Begriff aufgeweicht und zu einer Ernährungsform reduziert wird. Daher könnte unsere Kritik lauten: Die Menschen wissen mittlerweile, was Veganismus bedeutet. Lasst uns aufhören dauernd über Essen zu reden, lasst uns vielmehr über gesellschaftliche, soziale, kulturelle und ökonomische Verhältnisse reden, um eine Befreiung von Mensch und Tier zu erreichen. Oder, wie es Menschen von tierbefreiung dresden gut auf den Punkt gebracht haben: Während wir als Bewegung in den 1990er und 2000er Jahren gefordert haben „Werde vegan!“, sollten wir heute fordern „Werde aktiv gegen Ausbeutung und Unterdrückung!“.

roc: Vielleicht gibt es da draußen ja Menschen, die jetzt gerade einen Artikel, ein Buch oder eine wissenschaftliche Arbeit über die Tierrechtsbewegung schreiben. Wie können Interessierte Zugang zu eurem Archiv erhalten?

Das ist recht simpel. Ihr könnt uns per Email an tierbefreiungsarchiv[ätt]riseup.net eine Anfrage schicken. Einen ersten Einblick bietet auch schon unsere Website. Die Einsicht in die Materialien erfolgt dann in der Regel vor Ort im Archiv selbst. Das findet sich wiederum in der sächsischen Kleinstadt Döbeln (das tierbefreiungsarchiv, Bahnhofstraße 56, 04720 Döbeln). Das mag vielleicht einige von einem Besuch abschrecken, jedoch können wir auch einige Vorteile unserer Lage nennen: Zum einen bietet die Lage im ländlichen Raum gute Voraussetzungen für eine ruhige Recherche. Zum anderen haben wir die Möglichkeit Schlafplätze direkt im selben Haus zu vermitteln. Ganz nebenbei ist auch das vegane Essensangebot, trotz Kleinstadtverhältnissen, recht gut. Auch für ein kulturelles Rahmenprogramm ist meist gesorgt, da sich im selben Haus wie das Archiv auch ein soziokultureller Treffpunkt, das Café Courage, befindet. Kommt also gerne vorbei!

roc: Wenn nun Menschen Aktionen oder Demos machen, die aber gar nicht in der Presse vorkommen, ist es mit dem Archivieren ja gar nicht so leicht. Können Menschen euch kontaktieren und von Aktionen berichten?

Gern können Menschen uns ihre Aktionsberichte zukommen lassen. Am besten für uns in geschriebener Form oder als digitales Audiodokument. Zudem kommen die meisten Aktionen oder Demonstrationen nicht ohne Informationsmaterial aus – ein Flugblatt ist nahezu immer am Start. An diesen Materialien sind wir natürlich auch interessiert und es würde unsere Arbeit ungemein erleichtern, wenn sich Gruppen und Vereine dazu entschließen würden, uns regelmäßig (z.B. einmal pro Jahr) je ein Exemplar ihrer Flugblätter, Broschüren oder anderer Materialien zuzusenden.

roc: Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass ihr gerade eine Crowdfunding-Kampagne gestartet habt. Wofür braucht ihr das Geld und warum sollte mensch euch unterstützen?

Weil das Archiv in den letzten Jahren so stark gewachsen ist, können wir das mittlerweile leider nicht mehr ehrenamtlich betreuen. Bisher hat uns der Verein die tierbefreier e.V eine monatliche Aufwandsentschädigung gezahlt. Aber das Projekt ist ja nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung da. Daher war unsere Idee, die finanzielle Last auf viele Schultern zu verteilen. Für die Aufwandsentschädigung fallen insgesamt 9.600 € und für die Raummieten 2.400 € an, um die Archivgutbetreuung für die nächsten zwei Jahre abzusichern. Das Gesamtziel beläuft sich auf 20.000 €. Mit den 8.000 € Differenz möchten wir unter anderem „professionelles“ – sprich säurefreies – Verpackungsmaterial (Mappen und Boxen) für die Materialien erwerben. Auch verschiedenste Arbeitsmaterialien würden dem Archiv gut tun, beispielsweise ein besseres Schneidegerät. [Eine genaue Auflistung der Kostenpunkte ist hier zu finden]. Um die oben beschriebenen Reflexions- und Recherchemöglichkeiten zu gewährleisten, braucht es eben auch Menschen, die sich darum kümmern sowie Räume, in denen die Materialien lagern können und Aufbewahrungsmaterial, das langfristig hält.

„Die einzigen, von denen wir abhängig sein möchten, sind die Bewegungen für Tierrechte und Tierbefreiung.“

Für uns ist es schwer vorstellbar, wie es wäre, wenn wir unsere eigenen Zeitzeugnisse nicht mehr einsehen könnten. Wie viele Geschichten würden vergessen bleiben oder könnten nie erzählt werden? Wie sollte eine über Speziesgrenzen hinweg reichende Solidaritätsgeschichte geschrieben werden, wenn niemand in ein Archiv gehen könnte, das Dokumente zu dieser Geschichte bereithält? Und wer, wenn nicht die Aktivist*innen und Organisationen der eigenen Bewegung, würde momentan Projekte wie Lebenshöfe, Verlage oder unser Archiv unterstützen? Wir wollen nicht auf Fördermittel oder Sponsoring angewiesen sein. Die einzigen, von denen wir abhängig sein möchten, sind die Bewegungen für Tierrechte und Tierbefreiung.

roc: Unsere Solidarität habt ihr. Viel Glück!

Danke, und vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews!

Fotos: Tierbefreiungsarchiv, die tierbefreier
Bild unten: Hartmut Kiewert
Interview: Tuki

Dieses Soli-Poster des Tierrechtskünstlers Hartmut Kiewert ist hier erhältlich. Sämtlicher Gewinn geht an das Tierbefreiungsarchiv.

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Vergessene Vierbeiner

 

Spendenaufruf vergessene Vierbeiner e.V.Der noch recht junge Lebenshof Vergessene Vierbeiner benötigt Hilfe. Unter anderem muss das Stalldach repariert werden. Wir haben uns daher dazu entschlossen, zwei Solipostkarten in unser Sortiment aufzunehmen. Der Erlös fließt zu 100% an den Hof.

Gerne könnt ihr das ehrenamtliche Team auch mit einer direkten Spende unterstützen:

Vergessene Vierbeiner e.V.
IBAN: DE90430609674117568300
BIC: GENODEM1GLS

 

Beste Grüße
euer roots of compassion Team

Spenden-Aktion für Afrique-Europe-Interact

Aktionsbild für die Spendenaktion. Auf dem Foto sieht man neben dem Amkündigungstext demonstrierende Menschen in aai-Shirts
Bamako-Dakar-Karawane (2011): Demo am Rande der
Sahara. Foto: Leona Goldstein

Letztes Jahr haben wir euch schon das Watch The Med Alarmphone vorgestellt – eine Initiative zur Unterstützung Flüchtender, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. Das Projekt wird unter anderem von Afrique-Europe-Interact getragen, die wir euch sehr gerne diesen Monat vorstellen wollen.
Und natürlich geht auch diesmal eine Spende an Afrique Europe Interact, und zwar spenden wir 10 % eures Bestellwertes vom 19. bis 25. Februar!

Afrique-Europe-Interact ist vermutlich vielen kein Begriff. Wer seid ihr, und was macht ihr?

Afrique-Europe-Interact (AEI) ist ein kleines, transnational organisiertes und ausschließlich ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk, das Anfang 2010 gegründet wurde. Beteiligt sind Basisaktivist*innen vor allem in Mali, Burkina Faso, Togo, Guinea, Tunesien, Marokko, Deutschland, Österreich und den Niederlanden – unter ihnen viele Geflüchtete, Migrant*innen und Abgeschobene. Politisch verfolgt AEI eine doppelte Programmatik: Einerseits verteidigen wir die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen, was nicht nur bedeutet, die repressive Migrationspolitik der EU öffentlichkeitswirksam zu kritisieren, sondern auch den daraus resultierenden Entrechtungen praktisch-solidarisch entgegenzutreten, z. B. durch die Mitarbeit beim Watch the Med Alarmphone und Aktionen gegen Abschiebungen. Andererseits unterstützen wir in mehreren afrikanischen Ländern Initiativen von Betroffenen, u. a. gegen Landgrabbing und innerstädtische Vertreibungen. Diese zweite Zielsetzung steht im Kontext unseres grundsätzlichen Anspruchs, die strukturellen Hintergründe von Flucht und Migration und somit die Forderung nach gerechter bzw. selbstbestimmter Entwicklung zum Thema zu machen. Verknüpft sind beide Schwerpunkte durch die Devise: „Für das Recht zu bleiben und das Recht zu gehen“.

Wie kam es zu den Kontakten, insbesondere zu Beginn nach Togo und Mali?

Demo von ehemaligen Bewohner_innen des
tunesischen Wüstenlagers Choucha bei der
Innenministerkonferenz in Osnabrück im Dezember
2013.Foto: visual.rebellion

In Togo ist die Assoziation der Abgeschobenen Togos (ATE) in Sokodé Teil unseres Netzwerks. Viele der Aktivist*innen sind aus Deutschland abgeschoben worden und die Verbindungen bestehen schon seit damals. Die aktuellen politischen Proteste in Togo beschäftigen uns gerade sehr viel, nicht zuletzt, weil viele AEI-Aktivist*innen in Europa ursprünglich aus Togo kommen. Die Kontakte nach Mali sind im Rahmen der ersten großen Aktion von AEI entstanden, einer dreiwöchigen „Karawane für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung“, die Anfang 2011 auf Initiative der in Bamako ansässigen AME (Assoziation der Abgeschobenen Malis) stattgefunden hat: Rund 250 AktivistInnen, die meisten aus Mali, haben sich an der Bustour von der malischen Hauptstadt Bamako zum 11. Weltsozialforum in Dakar/Senegal beteiligt – einschließlich zahlreicher Aktionen und Versammlungen mit der lokalen Bevölkerung entlang der Route. Auch die Kontakte zu den Aktivist*innen in Burkina Faso sind damals entstanden und die Leute von Faso Kele, die in Guinea gerade ein ökologisches Künstler*innendorf aufbauen, waren auch schon auf der Karawane dabei. Außerdem haben wir Kontakte in Marokko und Tunesien geknüpft, zum einen zu subsaharischen Migrant*innen, die dort gestrandet sind, z. B. 2011-2014 im Lager Choucha an der tunesischen Grenze zu Libyen, zum anderen aber auch zu dortigen Menschenrechtsorganisationen und Gruppen wie denen, die beim Alarmphone Tunis aktiv sind.

Stichwort “Gestrandete Migrant*innen”: Letztes Jahr haben wir das Watch The Med Alarmphone für das Mittelmeer vorgestellt. Nun seid ihr auch an dem Aufbau eines Alarmphones für die Sahara beteiligt. Warum ist das notwendig?

Eine Gruppe Menschen diskutiert mit den Insassen eines grünen Kleinbusses von AEI
Mobilisierungstour im Office du Niger (Mali), 2015.
Foto: Afrique-Europe-Interact

Auch in der Wüste verlieren jedes Jahr unzählige Menschen ihr Leben. Offizielle Daten darüber gibt es keine, aber Migrant*innen, die die Wüste durchquert haben, und auch Akteure aus den unmittelbar betroffenen Ländern gehen davon aus, dass die Zahlen ähnlich hoch wie im Mittelmeer sind. Und genau wie im Mittelmeer führen auch in der Wüste stärkere Kontrollen und Kriminalisierung dazu, dass die Reise immer gefährlicher wird und noch mehr Migrant*innen ums Leben kommen. Das Alarmphone Sahara will zum einen Migrant*innen verlässliche Informationen zur Verfügung stellen, damit sie nicht abhängig sind von Fehlinformationen von Schleppern oder internationalen Organisationen wie etwa der Internationalen Organisation für Migration (IOM), einer seit Herbst 2017 der UNO angegliederten Organisation, der es vor allem um Verhinderung von Migration geht. Wir wollen Todesfälle und Gewalt gegen Migrant*innen dokumentieren und so mit der Forderung nach sicheren und legalen Flucht- und Migrationswegen versuchen, öffentlichen Druck in den betroffenen Ländern, aber auch in Europa, zu machen. Als drittes soll es auch darum gehen, eigene Rettungsmissionen zu versuchen, wenn zum Beispiel ein Fahrzeug in der Wüste liegen bleibt. Als ersten Schritt dazu wollen wir demnächst in Agadez, im Norden von Niger, ein Büro eröffnen.

Welche Projekte und Kampagnen werden ansonsten derzeit von euch besonders unterstützt?

Selbstbestimmt und solidarisch
Rassistische Polizeigewalt in Leipzig

In Mali unterstützen wir mehrere Dörfer in ihrem Kampf gegen Landgrabbing, unter anderem im Rahmen einer aus Afrique-Europe-Interact hervorgegangenen bäuerlichen Basisgewerkschaft. Außerdem spielen Migration sowie die gesellschaftliche Krise im Norden des Landes eine wichtige Rolle. In Togo, Tunesien, Marokko und Deutschland unterstützt AEI Geflüchtete, Migrant*innen und Abgeschobene (bzw. ihre Familien) in ihren Kämpfen um gleiche Rechte. Neben diversen politischen Aktivitäten gehört hierzu auch ein von AEI gegründetes Rasthaus für Migrantinnen und ihre Kinder in Rabat. Die Frauen können bis maximal drei Monate dort bleiben, viele haben während der Wüstendurchquerung massive sexualisierte Gewalt erfahren. In Burkina Faso hat AEI den Sturz des langjährigen Diktators Blaise Campoaré und den anschließenden Transformationsprozess seit Oktober 2014 solidarisch begleitet, woraus unter anderem ein 90-minütiger Dokumentarfilm entstanden ist. Außerdem spielt in Europa, insbesondere in Deutschland und Österreich, auch die auf Nord-Süd-Fragestellungen fokussierte Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle – sei es durch Publikationen, Veranstaltungen oder die Produktion von Filmen. In diesem Zusammenhang hat Afrique-Europe-Interact vom 6. bis 8. Oktober 2017 zusammen mit Akteur*innen aus der Klima- und Postwachstumsbewegung in Leipzig eine 2,5-tägige Konferenz unter dem Titel „Selbstbestimmt und solidarisch! Konferenz Migration, Entwicklung und ökologischer Krise“ organisiert, an der 700 Menschen teilgenommen haben.

Sehr wichtig ist auch, in der EU aktiv zu sein. Denn die Politik der EU und der einzelnen Staaten hat oft auch für andere Staaten Konsequenzen. Könnt ihr ein paar konkrete Beispiele nennen, und welche Folgen daraus ihr für Afrika bzw. Teile Afrikas feststellt?

Kontrollposten zwischen Burkina Faso und Niger
Kontrollposten in Burkina Faso auf der Strecke
Richtung Niger (2017), Migrant_innen werden
aussortiert und müssen einen willkürlichen Wegzoll
bezahlen. Foto: Richard Djif

Das ist eigentlich ein Thema, das nicht in ein paar Sätzen abzuhandeln ist. Zum einen hat natürlich die EU-Migrationspolitik ganz konkrete und beabsichtigte Auswirkungen in den afrikanischen Herkunfts- und Transitländern, die nicht nur Flüchtende betreffen. Zum Beispiel behindert die Schließung innerafrikanischer Grenzen nicht nur die Migration, sondern auch den wirtschaftlichen Austausch zwischen afrikanischen Ländern. Ganz konkret ging z. B. im Niger vor kurzem eine Buslinie von der Hauptstadt Niamey nach Agadez, einem Knotenpunkt von Migration in Richtung Libyen, aufgrund ständiger Ausweiskontrollen pleite, und die Beschlagnahmung von Autos und die Verhaftung angeblicher Schlepper (die früher v. a. im Sahara-Tourismus tätig waren) führte zum Verlust von Einkommen zahlreicher Familien. Wirtschaftsverträge und sogenannte Entwicklungshilfe-Abkommen mit afrikanischen Staaten werden immer stärker mit der Bedingung des Kampfs gegen “illegale” Migration verknüpft – durch schärfere Grenzkontrollen, Einführung biometrischer Ausweise, Rückübernahme nicht nur von Staatsangehörigen, sondern auch von Transitmigrant*innen etc. Bisher wehren sich zwar einige Regierungen, z. B. die Malis, noch gegen solche Rückübernahmeabkommen, da sie selbst ja auch ein Interesse an Migration, vor allem an den Rücküberweisungen der Migrant*innen, haben und es viele Proteste gibt. Aber der Druck wird immer größer.
Zum anderen wird durch die aufgezwungene Liberalisierung des Handels, durch Landgrabbing, durch Leerfischen der Meere durch technisch überlegene europäische Fischfangflotten und viele andere Maßnahmen die wirtschaftliche Situation für die große Mehrheit der afrikanischen Bevölkerung immer prekärer, Korruption und auch politische Konflikte nehmen zu. Das heißt, Fluchtursachen werden nicht beseitigt, wie von Politiker*innen behauptet wird, sondern noch weitere geschaffen. Und weil legale Migrationsmöglichkeiten, die es vor Einführung des EU-Visaregimes in den 1990er Jahren gab, und sichere Fluchtwege heute fehlen, nehmen viele Menschen immer gefährlichere Routen in Kauf.

Ihr seid ein breites Netzwerk, über Ländergrenzen hinweg, aber auch innerhalb Deutschlands ist das wahrscheinlich nicht so einfach. Wie organisiert ihr die Zusammenarbeit von Aktivist*Innen, die über große Distanzen verteilt sind und aus recht unterschiedlichen Zusammenhängen kommen?

Wie schon gesagt, kennen viele von uns einander von gemeinsamen Aktionen und Konferenzen in afrikanischen und (sofern Einladungen möglich sind) europäischen Ländern. Solche Treffen und gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. die Bamako-Dakar-Karawane, kosten natürlich viel Geld und sind aufgrund unserer begrenzten finanziellen Mittel nicht allzu häufig möglich. In der Zwischenzeit bleibt der Kontakt über das Internet (e-mail-Listen, WhatsApp-Gruppen, facebook), aber in vielen afrikanischen Ländern sind die technischen Verbindungen nicht so gut wie hier und Aktivist*innen können sich meist keine eigenen Computer leisten. Deshalb ist auch dabei Unterstützung nötig, z. B. bei der Anmietung und Ausstattung von Büros der AEI-Aktivist*innen in afrikanischen Ländern.
Klar ist, dass die politische Arbeit hier und dort unter sehr unterschiedlichen Bedingungen stattfindet. Kriminalisierung und Verhaftungen, schon bei friedlichen Demonstrationen, sind z. B. in Togo Alltag. Und die meisten Aktivist*innen in afrikanischen Ländern haben kein Geld, um auch nur zu einem Treffen in der Hauptstadt zu fahren, weshalb auch dies oft aus Spenden an AEI finanziert werden muss.

Protest von Afrique-Europe-Interact vor afrikanischen
Botschaften am 11.11.2016 in Berlin.
Foto: Tom Ben Guischard

Hier in Deutschland müssen Geflüchtete in Lagern weitab von großen Städten leben und haben schon allein deshalb Probleme, sich zu organisieren und an die Öffentlichkeit zu gehen. Fahrtkosten zu unseren regelmäßigen Treffen (3-4 mal im Jahr für ein Wochenende), Konferenzen und gemeinsamen Aktionen z. B. gegen Abschiebungen und für die Rechte von Geflüchteten müssen deshalb auch weitgehend aus der AEI-Kasse bezahlt werden. Außerdem können bei weitem nicht alle AEI-Mitglieder hier Deutsch oder Englisch, sondern sprechen Französisch oder andere Sprachen, so dass Übersetzung bei Treffen und von schriftlichen Texten organisiert werden muss und der elektronische Austausch mehrsprachig ist. Wichtig ist uns, dass alle die Möglichkeit haben, zu Wort zu kommen und wir versuchen, auf Augenhöhe zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten.

Wie nehmt ihr die Solidarität mit euren Anliegen in Europa wahr? Mein Eindruck ist, dass es sehr schwierig ist, Menschen für Themen zu mobilisieren, die sie nicht direkt greifbar betreffen, und man selten zum Beispiel eine nennenswerte Menge Aktivist*Innen zusammenbekommt, wenn etwas nicht direkt vor der eigenen Haustür geschieht.

Das stimmt. Wir erhalten zwar sehr viel positives Feedback für unsere Aktivitäten, vor allem für den Versuch, südliche Perspektiven bzw. Positionen in Europa stärker zur Geltung zu bringen. Und sicher beschäftigen sich auch mehr Menschen als früher in Bezug auf Afrika kritisch mit dem Kolonialismus und rassistischen Kontinuitäten. Aber praktisch einbringen wollen sich nur wenige, vor allem wenn es darum geht, zusammen mit Aktivist_innen aus afrikanischen Ländern politischen Druck aufzubauen. Gegen das neoliberale TTIP-Freihandelsabkommen konnten Hunderttausende mobilisiert werden, aber gegen so desaströse Abkommen wie die EPA-Verträge (Economic Partnership Agreements) zwischen Europa und Afrika ist das nie gelungen. Da ist in Europa eine gewisse Distanz zu spüren, wahrscheinlich auch ein Erbe des Kolonialismus.
Andererseits: Durch die Selbstorganisierung vieler Geflüchteter und Aktionen in der Öffentlichkeit, vor allem im “Sommer der Migration” 2015, aber auch schon vorher, wurde zumindest in Deutschland und anderen europäischen Ländern erreicht, dass die Situation, Probleme und Forderungen auch afrikanischer Menschen näher gerückt sind und mehr Solidarität in breiteren Kreisen entstanden ist. Aus der zunächst nur humanitären Unterstützung ist zum Teil auch politisches Interesse und Engagement entstanden. Bei unseren Veranstaltungen und Aktionen nehmen wir das wahr, auch wenn in den Mainstream-Medien und auf der Ebene der Regierungspolitik andere, gefährliche Tendenzen unübersehbar sind. Rassistische Argumente und Angriffe nehmen zu und rechtspopulistische Parteien gewinnen an Zulauf. Gerade deshalb müssen wir gemeinsam in Europa und mit Aktivist*innen in Afrika noch deutlicher machen, wie die Probleme hier und dort zusammenhängen und für was für eine Politik wir kämpfen.

Zu guter Letzt: Was wünscht ihr euch von den Menschen, die diesen Blogbeitrag lesen?

Wie in einigen Sätzen schon deutlich geworden ist, sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen und freuen uns auch über jeden kleinen Geldbetrag – noch mehr natürlich über größere Spenden. Aber noch wichtiger ist uns, Interesse an unseren Inhalten und Aktivitäten zu wecken und vielleicht auch neue Mitstreiter*innen zu gewinnen.

Vielen Dank für das Interview!

Wie anfangs erwähnt, gehen 10 % eures Bestellwertes vom 19. bis 25. Februar an Afrique-Europe-Interact. Darüber hinaus seid ihr natürlich herzlich eingeladen, direkt zu spenden, oder gar selbst aktiv zu werden.

Hagen Rether über die Quelle unseres Wohlstands

Ganz zum Schluss haben wir noch ein paar passende/hilfreiche Empfehlungen aus unserem Sortiment:

  • Nichtstun ist keine Lösung – Hilal Sezgin darüber, was uns bremst und warum andere uns bremsen. Und warum wir dennoch aufstehen und aktiv werden sollten.
  • Aftershock – viele Aktivist*innen setzen sich Tag für Tag mit grausamen Gegebenheiten auseinander, aus erster wie aus zweiter Hand. Teilweise sind sie auch direkt in traumatisierende Situationen involviert. Aftershock ist für genau diese Menschen und ihre Unterstützer*innen
  • Refugees Welcome! – Soli-Artikel
  • Total Liberation – Hier geht es um Aktivismus, der nicht auf Kosten anderer Kämpfe Erfolge feiern will, sondern die Gemeinsamkeiten und Verknüpfungen der verschiedenen Bewegungen betont
  • Aphro-Ism – Hier findet ihr Texte von Aph und Syl Ko, die in neue Konzepte münden, wie Afrofuturismus und Schwarzer Veganismus zusammen gedacht werden können
  • Deutschland Schwarz Weiß – Noah Sow nimmt euch mit auf eine Selbsterkenntnis- und Senisibilisierungsreise zum Thema Rassismus.
  • re-visionen – In diesem Buch setzen sich verschiedene Personen of colour mit Rassismus, Islamophobie und ausgrenzenden Migrations- und Integrationsregimes auseinander und diskutieren Fragen von individuellem und kollektivem Widerstand, antirassistischer Kulturpolitik und postkolonialen Denkansätzen
  • Widerstandsbewegungen – dieses Buch zeigt die Bandbreite antirassistischer Aktionsformen und Interventionsmöglichkeiten auf und richtet einen schlaglichtartigen Blick auf die Geschichte antirassistischen Widerstands.

Spendenrückblick 2017

Ein Überblick über die Spenden, die wir 2017 getätigt haben

Ein für uns immer wieder wichtiger Aspekt unserer Arbeit bei roots of compassion ist natürlich auch, andere Initiativen zu unterstützen. Damit ihr davon auch etwas mitbekommt, gibt es fünfmal im Jahr Spendenaktionen, wo wir die jeweilige Initiative auch mit einem Interview vorstellen. Darüber hinaus gibt es eine monatliche Unterstützung für einen Lebenshof, und natürlich kommen immer mal wieder spontan noch kleinere Summen aus verschiedenen Anlässen dazu.

Insgesamt gingen ca. 3.700 € an:

Die erwähnten Interviews finden wir natürlich auch wirklich lesenswert, drum hier nochmal ein Link auf einen Artikel, von dem aus ihr sie alle mit einem Klick findet.
Wir hoffen, dass wir dieses Jahr wieder mindestens ebenso viel zusammenbekommen!

Spende an ausgeCO2hlt

Wir spenden 597 € an ausgeCO2hlt

2017 ist vorrüber, und es ist Zeit für einen Kassensturz. Und siehe da: Wir haben ein paar mehr Sendungen als im letzten Jahr verschickt und kommen auf insgesamt 597 €, die wir an ausgeCO2hlt gespendet haben. Denn es wäre ja wohl eine der besten CO2-Ausgleichsmaßnahmen überhaupt, wenn wir dazu beitragen, dass viel weniger CO2 ausgestoßen wird. Kohlekraftwerke dichtmachen, Kohleabbaugebiete stilllegen und renaturieren – je eher wir das erreichen, umso besser!

Vegane Tiernahrung für das Land der Tiere

Hund und Katze vom Lebenshof für Tiere in Mecklenburg-Vorpommern

Klaus wohnt auf dem Land der Tiere. Klaus mag Ami Cat, wenn er sich nicht gerade sein Essen besorgt. Aber nicht nur Klaus mag Ami Cat. Auch die Freund*innen, die er im Winter mitbringt. Und wenn Klaus nicht aufpasst, haben sich Fuchs und Marder auch schon bedient.
Muli und Nica sind ein bisschen größer als Klaus. Deswegen brauchen sie auch viel, viel mehr leckeres Zeug. Ami Dog, V-Dog, Benevo – egal, wird alles durchgezogen.

Diese Woche könnt ihr alle zusammen eine große Lieferung mit veganer Tiernahrung an das Land der Tiere zusammenstellen. Bei uns im Shop gibt es eine kleine, feine Auswahl, die auf dem Land der Tiere benötigt wird. Für jeden dieser Artikel schenken wir euch 15 % vom Verkaufspreis und organisieren hinterher die Anlieferung an den Lebenshof.
Einfach in euren Warenkorb packen, alles bezahlen – ihr bekommt dann den Rest zugeschickt, der nicht an den Lebenshof geht. Klingt eigentlich recht einfach, und ist es hoffentlich auch! 🙂

In unserem Blog gibt es übrigens auch ein Interview über das Land der Tiere!

Spenden, Spenden, Spenden!

Ein kurzer Rückblick in Bildern auf unsere Spendentätigkeiten der letzten Tage:

Bei der Weltveganwoche kamen insgesamt 450 € zusammen, die wir zu gleichen Teilen von je 90 € an die fünf Organisationen gespendet haben, die wir euch dieses Jahr vorgestellt haben!

Kurz zuvor haben wir noch eine Spendenaktion für tierretter.de gemacht, bei der immerhin 120 € zusammengekommen sind!

Und last, but not least: Wir haben mal wieder geschaut, was wir in letzter Zeit so an T-Shirts und Pullis von Hard To Port verkauft haben und kommen auf insgesamt 125 €, die dem Engagement gegen Walfang und Delfinarien zugute kommen!

Weltveganwoche 2017

Diese Woche spart ihr 5 % und wir spenden 5 %.

Es ist wieder soweit: Weltvegantag! Wir hoffen natürlich, dass ihr morgen alle einen großartigen Weltvegantag habt!
Und auch dieses Jahr wollen wir das wieder ähnlich wie im letzten Jahr mit einer Weltveganwoche zelebrieren. Es gibt also auch dieses Mal vom 1. bis 7. November 5 % Rabatt auf unser gesamtes Sortiment (außer deutschsprachige Literatur, Gutscheine und alles im Hard-To-Port- und ARIWA-Shop) für euch. Aber eigentlich geht es uns bei der Weltveganwoche eben nicht darum, euch mit Rabatten vollzukleistern, sondern wir wollen nochmal ein wenig Geld für die Initiativen, die wir euch dieses Jahr bereits vorgestellt haben, sammeln.
Wir werden also weitere 5 % eures Bestellwertes vom 1. bis zum 7. November zu gleichen Teilen an folgende Organisationen spenden:

Ihr findet übrigens am Ende der Interviews jedes Mal Links, wenn ihr direkt spenden wollt und gerade eigentlich nichts von uns braucht. Oder für den Fall, dass ihr die 5 %, die wir euch diese Woche schenken, auch noch spenden wollt!