Neues aus dem Kollektiv

Vorträge von der International Animal Rights Conference Luxemburg

Anfang September war ein Teil des ROC-Teams auf der International Animal Rights Conference in Luxemburg. Es war superschön, einige von euch dort zu treffen, euch kennenzulernen, ein wenig mit euch zu diskutieren, und auch neue Leute kennenzulernen und sich auszutauschen. Und natürlich haben wir uns auch ein paar Vorträge angeschaut! Von den fast 50 Vorträgen, Workshops und Filmen findet ihr fast 30 Mitschnitte auf dem YouTube-Kanal VeganKanal. Es entspricht natürlich dem Charakter einer Konferenz, dass wir sicherlich nicht alle Vorträge gut fanden und nicht mit allen geäußerten Meinungen übereinstimmen. Diese werdet ihr sicher mühelos dort finden, wenn ihr eure eigene Haltung an euch widerstrebenden Meinungen schärfen wollt. An dieser Stelle wollen wir euch lieber drei Vorträge präsentieren, die wir gesehen haben, gut fanden und die es auch noch online gibt:

Facts for Fish-Eaters: What You Didn’t Know About Fish*es And Sealife – Lisa Kemmerer

Vegan Organic Food Production: How to Go Beyond Animal Agriculture – Daniel Mettke

Overlapping Oppressions: Sexism, Classism, Racism And More – Lisa Kemmerer

Wenn ihr auch Lust habt, kommt doch einfach im nächsten Jahr auch hin! Und wenn euer Thema fehlt – Bietet doch einfach selbst einen Vortrag oder einen Workshop an!

Rückblick: Tour für Tiere

Was für eine Tour! 1.200 km in 6 Tagen, vom Chiemsee bis zum Land der Tiere in Vellahn – das war die Tour für Tiere! 30 Menschen auf Rädern, einige nur eine Etappe, die meisten mehrere und manche sogar die ganze Tour. Und es ging dabei nicht nur um die Strecke und darum zu zeigen, dass auch vegan lebende Menschen zu verdammt sportlichen Leistungen fähig sind, sondern ein wesentlicher Aspekt dieser Tour war die Unterstützung von Lebenshöfen, insbesondere der sechs, bei denen Halt gemacht wurde. Heißt: Nach ca. 200 km musste auch noch Zeit sein, Tiere und Menschen (also die menschlichen Tiere) zu begrüßen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Wobei „musste“ so negativ klingt – viele hätten wahrscheinlich gerne noch viel mehr Zeit auf den Höfen verbracht, aber es muss ja auch geschlafen, gegessen und gekocht werden, und am nächsten Tag geht es weiter …
Wir finden: Ein großartiges Projekt, das das Vegan Cycling Team da diesen Sommer auf die Beine gestellt hat! Und dank vieler Spenden und Essensstände auf verschiedenen Veranstaltungen sind am Ende über 12.000 € gesammelt worden, sodass jeder Hof 2.000 € bekommen hat. Liebes Team, vielen Dank für euer Engagement sowohl im Vorfeld als auch während der Tour!

Besucht wurden folgende Höfe:

Burgerstand auf dem Land der Tiere - 100 % gingen an die Lebenshöfe
Vor der Tour gab es viele, viele Stände mit leckerem Essen

Foto des 'Tour für Tiere'-Teams mit Banner zur Aktion
Zwar änderte sich das Team immer ein wenig, aber: das Team!

Radteam in hügeligem Gelände bei blauem Himmel auf der Abfahrt

Drei Radfahrer fahren bei tief stehender Sonne durch eine Allee

Radteam in der Totalen: Sprint durch eine Kurve
Impressionen von der Tour I

Marco Mehring mit einem Huhn auf dem Arm

Luthando streichelt ein Schwein auf dem Erdlingshof

Ein Esel erfährt gleich durch mehrere Streicheleinheiten
Fran hat auch ein Huhn auf dem Arm
Natürlich ging es nicht nur ums Radfahren, sondern auch darum, die Bewohner*innen der Höfe kennenzulernen

Radteam der Sonne entgegen durch die Stadt

Radfahrer fährt bergauf der Sonne entgegen

Radteam in langgezogener Kette auf dem Weg vom Chiemsee zum Land der Tiere
Impressionen von der Tour II

Geschafft! Die Team-Mitglieder erreichen das Land der Tiere und fahren gemeinsam ein
Zieleinfahrt im Land der Tiere

Eine Torte in Nahaufnahme mit einer Radfahrer-Figur in den Farben des roc cycling teams.
Nach der Zieleinfahrt gab’s am Abend noch diese großartige Torte

6 Bilder von den Lebenshöfen, auf denen die Verantwortlichen je einen Scheck mit über 2.000 € in die Höhe halten.
Über 12.000 € sind für die Lebenshöfe zusammengekommen!

Am 3. Oktober war ein kleiner Teil des roots of compassion vegan cycling teams übrigens auch in Münster zu Gast und ist beim Münsterland Giro mitgefahren. Bei der Strecke über 95 km gab es am Ende Platz 30 in der Teamwertung, und Eva hat es in der Frauenwertung auf den 17. Platz geschafft. Tolle Leistung, und es ist großartig, einmal im Jahr zumindest einen Teil des Teams zu Besuch zu haben …
Wenn ihr auch Lust habt, künftig mitzuradeln, meldet euch doch einfach hier oder auf der facebook-Seite!

Alle Fotos von Tour für Tiere (1, 2, 6, 7, 8, 9, 15), Land der Tiere (13, 14) und Fabian Rook (der Rest)

Interview mit roots of compassion in der Graswurzel

Ausschnitt aus dem Interview mit roots of compassion in der Graswurzelrevolution

Kürzlich gab es ein Interview mit uns in der Graswurzelrevolution. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten, falls ihr es nicht ohnehin schon gehört oder gelesen habt!

Hier geht’s zum Interview!

Neujahr im „Jungle“ von Calais

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen. Ich habe Silvester in einem Refugee-Camp im Norden von Calais (Frankreich) verbracht und mag meine Eindrücke mit euch teilen. Zusammen mit zwei Freund*innen habe ich mich am 28.12. auf den Weg gemacht. Da wir nur eine Woche zur Verfügung hatten, haben wir uns, statt in den Balkan oder nach Griechenland zu reisen, entschieden dorthin zu fahren, uns einen Eindruck von der momentanen Situation zu verschaffen und die Menschen vor Ort zu unterstützen, wo es uns möglich war.

Der „Jungle“ ist eine bedrückende aber auch beeindruckende kleine „Stadt“ aus Zelten und Hütten, mit kleinen Restaurants, einer Kirche, einer Moschee, einem Theater, einer Schule – alles aus Zelten, Paletten, Planen und Decken gebaut – und Matsch und Müllbergen, stinkenden Dixi-Toiletten und Kälte (besonders in der Nacht). In ihr (über-)leben zur Zeit ca. 6.000 – 7.000 Menschen mit der Hoffnung und Hoffnungslosigkeit irgendwie nach England zu kommen. Dies auf legalem Weg zu tun, wird ihnen untersagt, weshalb sie oft lebensgefährliche Risiken auf sich nehmen müssen (24 Todesfälle wurden allein in 2015 dokumentiert).

Jeden Tag kommen neue Menschen an, werden von ehrenamtlichen Helfer*innen fürs Erste mit Zelten und Decken versorgt, damit sie nicht unter freiem Himmel schlafen müssen – eine sehr prekäre Situation. Wer würde freiwillig im Winter ausgestattet mit einer Decke zelten gehen – und das auf unbestimmte Zeit?

Als wir aus dem Auto steigen, fragt mich ein Mann in Flip-Flops, ob ich mit ihm die Schuhe tauschen würde. Nein, ich habe keine anderen dabei, aber an Schuhen mangelt es, wie an so vielem anderen.

Einige Kilometer vom Camp entfernt steht ein „Warehouse“, in dem ankommende Sachspenden sortiert und deren Verteilung organisiert werden. Hier arbeiten sehr viele Freiwillige. Lieferwagen fahren von dort aus täglich in den „Jungle“. Falls ihr auch nach Calais fahren wollt, könnte u. a. das Warehouse eine Anlaufstelle für euch sein. Es liegt in der Rue Clement 56 in Calais.

Wir haben in einem Projekt direkt im Camp mitgeholfen. Nahe am Eingang entsteht basierend auf der Idee Zimako Jones‘, der konstant vor Ort ist und versucht alle Freiwilligen zu delegieren und Material anzuschaffen, eine Schule (die „Ecole Laïque du Chemin de Dunes“), eine Art Krankenhaus, Schlafräume für Lehrer*innen und Krankenpfleger*innen und ein Gemeinschaftsraum. Als wir ankamen, standen die „Häuser“ schon. Wir haben Böden mit Paletten ausgelegt, Wände im Innenbereich mit Decken isoliert, Müll eingesammelt, aber auch einige Migranten (tatsächlich nur Männer) kennen gelernt. Wir wurden zum Essen eingeladen, haben in provisorischen Hütten mit ihnen Tee getrunken, gelacht und fast vergessen wie beklemmend ihre Situation ist. Bis einer meinte, er wolle zu einem Schiff schwimmen. Er sei ein guter Schwimmer und könne es schaffen. Bei der Vorstellung wurde mir schlecht. Das „Camp“ ist kein Zuhause, keine*r will hier bleiben, alle möchten weiter. Diesen Ort dürfte es eigentlich gar nicht geben. Unsere Reise hat mich wieder einmal deutlich meine Privilegien spüren lassen. Ich weiß, dass ich einfach fahren kann, wenn es mir zu kräftezehrend wird, ich habe ein Zuhause und meine Freund*innen und meine Familie leben in Reichweite. Den Menschen in Calais müssen – auch innerhalb Europas – ihr Leben riskieren, um sich wenigstens eine neue Basis schaffen zu können.

Ich möchte mit den Worten einer Unterstützer*innen-Website schließen:

We believe in freedom of movement is for everybody and not just the rich and white. Everybody should be able to move to wherever they want, whenever they want and for whatever reason they want. The horror of the current situation is that those with the most important reasons to move are also the ones most restricted and criminalised for doing so.

^Deni

https://calaismigrantsolidarity.wordpress.com/
http://calaismigrantsolidarity.blogsport.de/
https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=zddfRUtGScOc.kQBgTQcoV5FM&hl=en_US

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Wir suchen Verstärkung

roots of compassion sucht Verstärkung!
Du möchtest gerne an einem Onlineshop rumschrauben? Du lebst vegan und hast Lust, dich in einem herrschaftskritischen Kollektiv zu engagieren?

Bei uns ist dies möglich! Unser Kollektiv sucht ab sofort eine motivierte IT-Verstärkung in Münster! Bei uns erwarten dich acht Menschen, die gemeinsam mit viel Spaß ihre Pläne und Ideen umsetzen. Hier entscheidet nicht ein*e Vorgesetzte*r, sondern wir alle gemeinsam. Bei roots of compassion zu arbeiten bedeutet außerdem, dass wir alle sozialversichert sind und den gleichen Nettostundenlohn erhalten: derzeit 7,50 €/Stunde. Deine Arbeitszeit kannst du flexibel gestalten, die Wochenarbeitszeit sollte bei mindestens 20 Stunden liegen.

Deine Aufgaben wären vielfältig, jedoch können wir vor allem für den Arbeitsschwerpunkt Onlineshop-Entwicklung Unterstützung gebrauchen. Wir arbeiten für diesen Bereich mit einem externen Partner zusammen, unser Wunsch für die Zukunft ist es jedoch, einen großen Teil dieser Arbeit in Zusammenarbeit mit unserer Partneragentur in den Händen eines Kollektivmitglieds zu wissen.

Folgende Arbeiten kommen auf dich zu:

    • Entwicklung unseres bestehenden Onlineshops (Magento Community Edition 1.9) durch externe Module wie auch eigene Problemlösungen
    • Überarbeitung des Shop-Frontends
    • gerne auch: Serverwartung (Root Server)

Was wir uns von dir wünschen:

    • entsprechendes Fachwissen, z. B. durch abgeschlossenes Studium mit passendem Schwerpunkt
    • Erfahrungen mit der Magento Community Edition und/oder anderen Shopsystemen
    • (gute) Kenntnisse in PHP (incl. Zend Framework), MySQL, HTML/CSS, XML, JavaScript
    • Erfahrung mit GIT
    • gerne auch gute Kenntnisse in WordPress
    • Spaß an eigenständiger Arbeit und Fähigkeit zur strukturierten (Zusammen-)arbeit mit uns und einer externen Agentur
    • Lust, dich auch sonst mit deinen Vorstellungen und Fähigkeiten im Kollektiv einzubringen
    • vegane Lebensweise

Bei uns bekommst du die Möglichkeit, selbstbestimmt und möglichst hierarchiefrei zu arbeiten, vielfältige Tätigkeiten in Eigenverantwortung zu übernehmen und deine Ideen und Projekte zu verwirklichen. Und nein, natürlich musst du nicht alle Punkte unserer Wunschliste erfüllen – aber wir wünschen uns, dass du wirklich, wirklich Lust hast, dich entsprechend einzuarbeiten und die Kenntnisse anzueignen.
Interesse? Dann melde dich unter 0251 2394770 (frag nach Julia oder Denise) oder direkt per E-Mail an verstaerkung@rootsofcompassion.org.
Mehr über uns erfährst du auf unserer Website.

Wir suchen Verstärkung

roots of compassion sucht Verstärkung!
Du lebst vegan und hast Lust, dich in einem herrschaftskritischen Kollektiv zu engagieren?

Bei uns in Münster ist dies möglich! Wir vom Onlineshop und Verlag roots of compassion /compassion media suchen ab sofort und für mindestens zwei Monate im Rahmen einer Krankheitsvertretung eine Verstärkung des Teams. Bei uns erwarten dich acht Menschen, die gemeinsam mit viel Spaß ihre Pläne und Ideen umsetzen. Hier entscheidet nicht ein*e Vorgesetzte*r, sondern wir alle gemeinsam. Bei roots of compassion zu arbeiten bedeutet außerdem, dass wir alle sozialversichert sind und den gleichen Nettostundenlohn erhalten: derzeit 7,50 €/Stunde. Deine Arbeitszeit kannst du flexibel gestalten, die Wochenarbeitszeit liegt bei ca. 20 Stunden.
Deine Aufgaben wären vielfältig, jedoch benötigen wir vor allem für den Bereich der grafischen Anzeigengestaltung und Marketing Unterstützung.
Neben dem Schwerpunkt der Bearbeitung und Neugestaltung von Grafiken/Anzeigen (teilw. nach Vorlagen) und Bildbearbeitung, könntest du dich auch im Marketing für Verlag und Onlineshop austoben: facebook-, google+-, twitter-, instagram-Profile usw. möchten gerne intensiver betreut oder aufgebaut werden. Darüber hinaus würdest du uns auch bei weiteren Aufgaben unterstützen, für die du keine Vorkenntnisse benötigst.

Was wir uns von dir wünschen:

  • Erfahrung im Umgang mit Grafikanwendungen
  • kreatives Gespür
  • Freude am Arbeiten mit Bildern und Verfassen von Texten
  • Spaß an eigenständiger Arbeit (auch im Team)
  • eine vegane Lebensweise

Bei uns bekommst du die Möglichkeit, selbstbestimmt und möglichst hierarchiefrei zu arbeiten, vielfältige Tätigkeiten in Eigenverantwortung zu übernehmen und deine Ideen und Projekte zu verwirklichen.
Interesse? Dann melde dich unter 0251 2394770 (frag nach Julia oder Denise) oder direkt per E-Mail an verstaerkung@rootsofcompassion.org.
Mehr über uns erfährst du auf unserer Website.

Leider eine weitere Kondolenz

Letzte Woche erreichte uns eine weitere traurige Nachricht: Tobias Graf, Gründer von alles-vegetarisch.de und AVE, dem veganen Großhandel, ist nach schwerer Krankheit gestorben. Wir möchten daher auch hier allen Angehörigen, Freund*innen und Kolleg*innen unser herzliches Beileid aussprechen.
Wir wünschen euch viel Kraft!

Das roots of compassion-Kollektiv

Kondolenz

Am vergangenen Wochenende hat uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Geschäftspartners Ralf Kalkowski erreicht.

Allen Angehörigen, Freund*innen und Kolleg*innen möchten wir unser herzliches Beileid aussprechen.

Wir wünschen den Hinterbliebenen sowie dem Vegan Wonderland-Team viel Kraft für die kommende Zeit.

Das roots of compassion-Kollektiv