Spendenaktion für Free Animal

Banner für die Spendenaktion

Wir denken, es ist so langsam an der Zeit, dass wir auch mal eine Aktion machen können für einen Verein, für den wir schonmal auf diesem Wege ein wenig Geld gesammelt haben. Die Rede ist in diesem Fall von Free Animal. Die einen oder anderen werden sich vielleicht an das Interview erinnern. Seitdem ist ein wenig Zeit vergangen, und wir haben nochmal ein kleines Interview von Free Animal bekommen können.
Natürlich gibt es eben nicht nur dieses Interview, sondern ihr könnt mit eurem Einkauf die Höhe des Betrages bestimmen, den wir an Free Animal spenden. Wir haben eine ganze Reihe Produkte nominiert, für die wir einen jeweils unterschiedlichen Betrag an Free Animal spenden werden, wenn ihr sie zwischen dem 24. und 30. April kauft. Wieviel genau, könnt ihr dem Profilfoto entnehmen! Natürlich findet ihr diese Produkte auch nochmal fein zusammengestellt an einem Ort

Jubiläumstorte für den Lebenshof Hunsrück, mit Schweinen, Kuh und Enten auf der Torte sowie dem schriftzug zum 20jährigen Jubiläum
Torte zum 20-Jährigen: Lebenshof Hunsrück

Letztes Jahr habt ihr Jubiläum gefeiert: 20 Jahre Free Animal! Wie fällt euer Rückblick aus?

Eingang durchs Burgtor zum Tierbefreiungskongress. Das Banner weht im Wind.
Tierbefreiungskongress 2017

Positiv, denn wir und unsere SpenderInnen konnten im Laufe der letzten 20 Jahre mithelfen, vielen Tieren auf den von uns unterstützten Lebenshöfen und in den Projekten ein Leben ohne Ausbeutung bis an ihr natürliches Lebensende zu ermöglichen. Wir konnten 2011 aus dem schon geschlossenen Tierpark in Lübeck 38 Tiere übernehmen und damit vor einem ungewissen Schicksal bewahren. Viele von ihnen leben heute noch auf den Höfen ein freies Leben ohne begafft zu werden. Seit 2012 gibt es die La Vita, unseren Vereinsrundbrief, in dem die Höfe und Projekte über ihre Arbeit berichten und auch über andere Tierrechtsthemen berichtet wird. Im September 2012 erhielt Free Animal den Tierschutzpreis der Hans-Rönn-Stiftung, dotiert mit 3000,00 Euro, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben. Wir nahmen im Laufe der Jahre an vielen Veranstaltungen, Straßenfesten, Demos und Messen teil, was sicherlich geholfen hat den Lebenshofgedanken in die Bewegung zu tragen und zu etablieren. Free Animal war auch einer der ersten Vereine, der den Begriff Lebenshof anstatt Gnadenhof für diese Zufluchtsstätten für nichtmenschliche Tiere einführte und benutzte. Ein Lebenshof hat übrigens nichts mit „Tierschutz“ zu tun sondern versteht sich als politisches Projekt gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt.
2014 und 2015 waren wir Hauptveranstalter des Veganen Straßenfestes in Hamburg, das Erste dieser Art in der Stadt.
Ein Highlight war 2016 die Teilnahme an zwei Veranstaltungen mit Hof Butenland beim Tierbefreiungskongress auf der Burg Lohra,:
“Doch für das Tier die ganze Welt – Chancen und Grenzen von Lebenshöfen der Tierbefreiungsbewegung“ und „Es war einmal… Die Geschichte der Tierrechtsbewegung als biographische Erzählung“. Und natürlich die Jubiläumsfeier auf dem Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. – also Alles in Allem ein sehr positiver und aktiver Rückblick.

Habt ihr mal nachgehalten, wie viele Tiere insgesamt in der Zeit einen Ort ohne Ausbeutung bei euch gefunden haben?

Nein wir haben nicht gezählt, aber es waren bestimmt an die 500. Ende 2016 lebten auf den von uns überstützten Höfen und in den Projekten z. B. an die 400 nichtmenschliche Tiere – ohne die Katzen, die kommen und gehen, mitzurechnen.

Gibt es eine Geschichte oder Geschichten, die besonders hängen geblieben ist/sind?

Ziegenbock Pascha, der gerade aus einem Stall herauskommt.
Pascha

Jedes Tier hat bzw. hatte eine andere Geschichte, es bleibt immer was hängen, mal mehr mal weniger. Vergessen haben wir keines.
Besonders war natürlich die Rettung der Lübecker Tiere, die wir selbst abgeholt und transportiert haben, und die damit verbundenen Umzüge, bis sie ihren Lebensplatz gefunden hatten. Als Beispiel die Zusammenführung der Ziegenherde nach einem Jahr bei der TSG Stellichte. Drei Ziegen hatten direkt ein Zuhause bei den Stellichtern gefunden, sechs wurden ein paar Monate später bei einem veganen Schäfer in der Nähe von Hamburg untergebracht, leider. Die Zustände auf dem Grundstück und die Lebensbedingungen waren nicht ideal, aber es gab auf die Schnelle keinen anderen Platz. Die Situation eskalierte, die Zustände dort wurden von Monat zu Monat schlimmer, die Ziegen krank und wir suchten händeringend nach einem neuen Platz. Es war wohl Schicksal, dass Hermann, der sehr eigensinnige und die Jahre gekommene Ziegenbock bei den Stellichtern, leider in dieser Zeit starb. Die Stellichter erklärten sich sofort bereit, die fünf Ziegen und auch den Chef der Herde, Pascha, einen großen Ziegenbock, aufzunehmen und die Familie zusammen zu führen. Niemand von uns Menschen wusste: Klappt es nach so langer Zeit, oder nicht? Wir alle waren aufgeregt und unruhig. Die sechs Neuankömmlinge wurden ausgeladen und in ein abgetrenntes Gehege gebracht, es gab keinen Sichtkontakt zu den anderen Dreien. Nach kurzer Zeit kam eine Unruhe zwischen den Gehegen auf, die Ziegen hatten längst gemerkt, wer da gekommen war. Sie haben, ohne sich zu sehen, erkannt: Das ist Familie. Sie meckerten und riefen. Aus einem Bauchgefühl heraus öffnete Manuela Tietsch die Tore und es dauerte keine 3 Minuten, bis die drei zu den sechs Neuen rannten. Das war Wiedersehensfreude pur nach fast einem Jahr, und wir hatten alle Tränen in den Augen. Bis heute lebt die Familie bei den Stellichtern, denen wir ohne Ende dankbar sind für die Entscheidung, die komplette Familie aufzunehmen. Die spannenden Geschichten über die Rettung der Tiere aus dem Tierpark Lübeck kann mensch auf unserer Website nachlesen.

In den letzten Jahren hat sich ziemlich viel getan. Wirkt sich die größere Verbreitung veganer Lebensweise auch positiv auf eure Arbeit aus?

Nicht direkt. Es kommt immer darauf an, warum die Menschen sich vegan ernähren. Ob sie es aus politischen oder tierrechtlichen Gründen tun oder ob sie einfach auf den Vegan Hype aufgesprungen sind. Die Menschen, die sich für die Befreiung der Tiere einsetzen und deswegen auch die Ernährung umgestellt haben, kommen und helfen auch auf den Höfen, spenden und unterstützen unsere und die Arbeit der Lebenshöfe. Das ist natürlich positiv zu sehen.

Im Interview 2015 meintet ihr, dass es viel mehr Anfragen zur Aufnahme von Tieren gibt als ihr realisieren könnt. Diese Anfragen abzulehnen stelle ich mir sehr schwer vor, und es brachte mich zu der Frage, wo ihr den Schwerpunkt der Arbeit von Free Animal seht. In der Unterstützung der Lebenshöfe? Oder sind für euch die Tiere auf den Höfen eher Botschafter, die zeigen, wie gut es nichtmenschlichen Tieren gehen kann und sollte – in einer Welt ohne Ausbeutung?

Zwei Pferde auf einem Hof, die direkt in die Kamera schauen und einen lustigen Pony haben
Sie hatten Glück …

Es ist sehr schwer. Bei Anfragen müssen wir uns automatisch auch mit der Geschichte des Tieres auseinandersetzen, selbst wenn wir es noch nicht gesehen haben. Daher fällt es immer schwer Nein zu sagen. Die Plätze auf den Höfen und in den Projekten sind begrenzt, die menschliche Kraft der BetreiberInnen ebenso und die finanziellen Mittel reichen oft nicht aus. Wir hatten vor 20 Jahren eine Vision, auch für sogenannte Nutztiere einen Lebensraum zu schaffen, wo sie ohne Ausbeutung einfach nur leben können. Das kostet Geld, daher haben wir uns zur Aufgabe gemacht, Menschen die diese Arbeit auf sich nehmen – ohne Feierabend und ohne Urlaub -, zu unterstützen. Natürlich auch mit dem Gedanken der Gesellschaft zu zeigen, dass es auch anders geht – dass auch nichtmenschliche Tiere ein Recht auf ein ausbeutungsfreies Leben, Freiheit und einen natürlichen Tod haben.

Zwei Schweine, die gemütlich rumliegen
Mal zusammen gemütlich rumliegen …

Bekommt ihr denn auch öfter die Rückmeldung, dass euer Engagement oder die Geschichten rund um die Lebenshöfe Menschen zum Nachdenken und Aktiv-werden angeregt haben?

Ja, klar bekommen wir Rückmeldungen. Viele Menschen sind zuerst nur neugierig, wollen sehen, wie „Nutztiere“, die sie sonst auf dem Teller haben, in Freiheit leben; das kannten sie nur bedingt von „Haustieren“. Viele waren erstaunt, Schweine und Kühe in Freiheit zu sehen, waren erstaunt über das soziale Verhalten dieser Tiere, die Freundschaften und familiären Bindungen, die sie schliessen.
Die schönsten Rückmeldungen waren dann nach einiger Zeit: „Wir essen kein Fleisch mehr, wie können wir helfen?“.

Ihr macht viel ehrenamtliche Arbeit, und das mit sehr wenigen Menschen. Ist euer Engagement oft auch eine Last, oder überwiegt trotzdem die Freude daran?

Es ist weder Last noch Freude, es ist nach so vielen Jahren zum Lebensinhalt und Mittelpunkt geworden. Klar müssen wir und die BetreiberInnen auf vieles verzichten: freie Wochenenden, Urlaub, oftmals auch Freunde und Familie, die das nicht nachvollziehen können.
Aber wir würden auch nie damit aufhören für die Befreiung der Tiere zu kämpfen, es ist eine moralische und ethische Verpflichtung, die vieles auch zurückgibt. Wenn wir in die Augen der Tiere schauen, sie dabei beobachten, wie sie ihr Leben wieder aufnehmen, nachdem sie den Misshandlungen oder dem Schlachthof entkommen sind, Selbstbewusstsein entwickeln und einfach nur zufrieden und glücklich sind, entschädigt das jeden Verzicht. Es ist Balsam für die Seele, zumindest für einen Moment. Das Wissen, dass dieses Glück nur wenige nichtmenschliche Lebewesen haben dürfen, die anderen millionenfach umgebracht und ausgebeutet werden, rückt schnell wieder in den Vordergrund und macht das Leben oftmals unerträglich.

Wie kann man euch am besten unterstützen?

Um ehrlich zu sein, finanzielle Hilfe ist am Besten, denn es passiert immer wieder, dass Tiere krank werden, die Tierarztkosten sind immens und selten besteht die Möglichkeit, Reserven zu bilden.
Tatkräftige Hilfe vor Ort ist auch gerne gesehen, allerdings müssen wir gleich dazu sagen: Es ist harte Arbeit. Mensch muss schon wissen, wie mit einer Mistgabel umzugehen ist, darf sich bei Hundehaufen, Kuhfladen oder Pferdeäppeln nicht zieren und Ahnung im Umgang mit Tieren, besonders Großtieren haben.

Aneinandergekuschelte Katzenwelpen bei der Katzenhilfe Lanzarote.
Katzenjunge auf Lanzarote

Gibt es irgendetwas, bei dem ihr derzeit akut Hilfe braucht?

Wir wissen, dass gerade die Tierarztkosten auf Lanzarote explodieren. Es müssen schwerkranke Katzen behandelt werden, es muss kastriert und sterilisiert werden, um das Katzenelend zumindest ein wenig einzudämmen. Spätestens im April/Mai kommen wieder Katzenwelpen auf die Welt, die mit Sicherheit Hilfe brauchen.

Vielen Dank an Free Animal für das Interview!
Wie schon eingangs erwähnt: neben der gerade erwähnten Möglichkeit zur direkten Spende gibt es auch die Möglichkeit, mit eurem Einkauf darauf Einfluss zu nehmen, wieviel wir spenden!

Free Animal Plakatmotiv

Und hier nun noch ein paar passende/hilfreiche Empfehlungen von uns:

  • The Ghosts in our Machine DVD – eine Dokumentation über das Leiden der Tiere weltweit – aber auch über gerettete Tiere, die der Maschinerie entgehen konnten
  • We Animals – Bildband mit Fotografien von Jo-Ann McArthur, die auch in dem Film „The Ghosts in our Machine“ portraitiert wird
  • Other animals are here with us – T-Shirt – not for us!
  • Klaus mag Hühner – Ein Kinderbuch, das wir mit Unterstützung von ARIWA herausgebracht haben.
  • Cowspiracy DVD – eine Dokumentation über eine der zerstörerischsten Industrien auf dem Planeten
  • Esther das Wunderschwein – Derek und Steve adoptieren ein „Mini“-Schwein – das dann gar nicht so „mini“ ist, das sie aber in ihr Herz schließen, und dann wird was ziemlich großes draus …
  • Rosa-Mariechen lebt auf Hof Butenland. Sie wurde als Schwein geboren, aber scheinbar wäre sie lieber eine Kuh …
  • Wieso? Weshalb? Vegan! – Hilal Sezgin richtet sich mit diesem Buch rund um Veganismus und Tierrechte an Jugendliche und alle, die gerne lockerere Texte lesen
  • Herbivore T-Shirt – für alle, die keine tierlichen Produkte zu sich nehmen …
  • Herbivore Gürtel – … und hier der passende Gürtel
  • Poster „Wiese“ – Mastanlagen zu Ruinen. So könnte es aussehen …
  • Liberate! – Shirts für die Befreiung aller Tiere!
  • Warum wir Hunde lieben, Schweine essen … – ein Buch von Melanie Joy über die sozialen und psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass wir bestimmte Lebewesen als Lebensmittel betrachten
  • Der Vegan-Hype – Wie aus einer radikalen Haltung eine Lifestyle-Äußerung geworden ist

Alle Fotos von Free Animal

Gewinnt 2 Shirts!

Schon gesehen? Wir begrüßen den Frühling und die ersten schönen warmen Sonnentage mit vier neuen Shirts!
Dabei gilt natürlich wie immer: es handelt sich um bio-faire Shirts von Stanley&Stella, bedruckt vom Onbones Collective in Münster.
Und alle diese Shirts wandern nun in die Lostrommel …

Simon und Juli am Feld mit den neuen T-Shirts 'Shoot photos not animals'
Deni und Simon sitzen mit unseren neuen 'Every body is a beachbody-T-Shirts auf der Bank vor unserem Lager
Juli und Simon mit den neuen 'How much do you really love animals'-T-Shirts
Juli und Simon chillen auf der Bank und tragen dabei die neuen 'Herbivore'-T-Shirts.


Wir verlosen insgesamt zwei Shirts unter allen, die an dem Gewinnspiel teilnehmen! Dafür müsst ihr nichts weiter tun, als unter diesem Beitrag zu kommentieren, welches Modell euer Favorit ist. Ihr könnt natürlich auch gerne mehr schreiben (Warum ihr es toll findet, warum wir toll sind, warum ihr toll seid, oder was euch sonst so einfällt), aber zumindest möchten wir euer bevorzugtes Shirt erfahren. Das Gewinnspiel läuft bis zum 3.4.2017, 12 Uhr mittags, dann ermitteln wir per Zufallsgenerator die Gewinner*innen. Viel Glück!

EDIT: Die Verlosung ist beendet, vielen Dank euch allen für’s Mitmachen. Wir haben nun einen recht klaren Eindruck davon, welches Shirt euer Favorit ist :)
And the winner is … Alex (4. Kommentar)!

Bekleidungspreise

Es ist ein schwieriger Spagat – auf der einen Seite Preise anzubieten, die ihr euch leisten könnt bzw. leisten wollt, und auf der anderen Seite so auszukommen, dass wir am Ende des Monats soviel auf unser Konto kriegen, dass wir davon unser Leben einigermaßen bestreiten können. Und das Ganze am besten auch noch so, dass unser Kollektiv am Ende des Jahres auch positiv ins nächste Jahr blicken und weiterhin Geld an tolle Tierrechts- und linke Projekte spenden kann.
Leider hat dies alles zuletzt immer schlechter funktioniert.
Um dem gegenzusteuern, und angesichts des Umstands, dass bedruckte öko-faire Shirts woanders in der Regel ein gutes Stück mehr kosten als bei uns, haben wir uns nun dazu entschieden, den Preis für diese ein wenig anzuheben. Nach langen Diskussionen haben wir uns dafür entschieden, den Preis für T-Shirts und ärmellose Shirts auf 26 € anzuheben. Auch die Preise für Pullis/Jacken steigen ein bisschen, und zwar für Jacken auf 48 € und für Kapuzenpullis auf 43 €. Die unbedruckten kosten ab jetzt entsprechend 34 €/38 €. Wir denken aber, dass diese Preise immer noch fair sind im Hinblick darauf, dass die Klamotten bio und fair gehandelt sind, fast alle von einem Kollektiv bedruckt und von uns als Kollektiv vertrieben werden. Mit Preisen von Billigmodeketten wollen und können wir ohnehin nicht konkurrieren, denn sie werden auf dem Rücken der Beschäftigten, der Umwelt und letztlich der gesamten Gesellschaft produziert. Gleichzeitig gibt es Bekleidung, die unter ähnlich schlechten Bedingungen produziert wird, für die Menschen aber noch viel mehr zu zahlen bereit sind. Zum Beispiel von großen Sportartikelherstellern. Unserem Gefühl nach befinden wir uns daher weiterhin in einem vertretbaren Preisbereich …
Im selben Zug wollen wir nun aber auch das teurer gewordene Luxusgut „bedrucktes T-Shirt“ um unbedruckte T-Shirts ergänzen, die mit 14,00 € ein ganzes Stück erschwinglicher sein werden. Damit kommen wir hoffentlich auch jenen entgegen, deren Geldbeutel ein wenig schmaler ist …

Wir hoffen, dass ihr für diesen Schritt Verständnis habt und uns weiterhin gewogen bleibt!

Neue Actionsticker und ein wenig Lesestoff für euch!

Neue Actionsticker!


Roses are red, violets are blue. I want to smash Patriarchy with you. Dieser Spruch steht auf dem Sticker, über und unter gekreuzten Hämmern auf rosanem Hintergrund.


Sticker mit einer Szene aus einem Schlachthaus und der Frage: 'Did your food scream?'

Friede, Freude, Eiersatzkuchen!

Bild einer Postkarte mit dem Spruch 'Friede, Freude, Eiersatzkuchen', geschrieben auf einer Banderole vor einem Cupcake

Schreibt mal wieder! Und zwar vielleicht auf dieser schicken Postkarte? Für einen Mini-Obolus könnt ihr die Postkarte bei uns im Shop mitbestellen, verschicken, an die Wand hängen, oder was euch sonst noch dazu einfällt. Also, uns jedenfalls machen Postkarten auch im Zeitalter von E-Mails, Telegram, facebook, snapchat, usw. usf. noch große Freude …


Lesestoff!


Ausschnitt aus dem Cover des Buches 'Kritik des Nationalismus'. Roter Text auf schwarzem Buch. Das war's.


Ausschnitt aus dem Cover von 'Hypothetical Love Triangle' mit dem Text 'Comics, Illustration, Frustration' und einem Mund in der Mitte


Ausschnitt aus dem Cover des Heftes 'Return of the Cake Scoffer', mit einer Comic Illustration von tierischen Personen

Es gibt wieder ein bisschen Lesestoff im Shop! Zum einen haben wir das Heft Return of the Cake Scoffer von Ronny. Günstig, leckere Rezepte, nimmt nicht viel Platz weg. Also ziemlich praktisch. Dann hat unser Nachbarkollektiv edition assemblage ein neues Buch herausgebracht, dass ihr nun auch bei uns bestellen könnt: A Hypothetical Love Triangle von Henna Räsänen. Der Blog ist auf jeden Fall einen Blick wert. Und wenn euch gefällt, was ihr dort seht, solltet ihr euch das Buch unbedingt zulegen.
Und wenn ihr euch – spätestens angesichts des wieder erstarkten Nationalismus um euch rum – mal intensiver mit Nationalismus auseinandersetzen wollt, gibt es auch dafür ein gutes Büchlein: Kritik des Nationalismus aus der Reihe theorie.org. Kann Nationalismus emanzipatorisch oder revolutionär sein? Oder bedeutet Nationalismus einfach Unterdrückung?

Auch Fische spüren Schmerzen!

ARIWA hat einen neuen Flyer kreiert, und zwar zum Thema Fische! Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 10 Milliarden Fische für den Konsum – und der „Beifang“ ist da noch gar nicht eingerechnet! Das ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ethische Katastrophe. Der Flyer von ARIWA zeigt, dass es kein „nachhaltiges“ oder „gesundes“ Fischfleich gibt – und auch kein ethisch vertretbares.

Ab jetzt mit Beilage: Kochen ohne Knochen

Abbildung der neuen Kochen ohne Knochen, mit Infotext, dass sie ab sofort allen Bestellungen ab 40 € gratis beigelegt wird

Wir haben Neuigkeiten! Ab sofort gibt es zu jeder Bestellung innerhalb Deutschlands ab 40 € Warenwert eine Ausgabe der aktuellen Kochen ohne Knochen – solange der Vorrat reicht! Damit ihr euch keine Sorgen macht: der Vorrat sollte ca. zwei Monate, also bis zum Erscheinen der neuen Ausgabe, reichen :)
In der aktuellen Ausgabe geht es um vegane Ausbildung im Plant Based Institute, einen geplanten veganen Kinderladen, ein syrisches veganes Kochbuch, Kreator, das roots of compassion cycling team, ARIWA, Fisch, Alternativen zu Tierversuchen, faire Kleidung und noch mehr!
Einfach für mindestens 40 € bei uns bestellen, und ihr bekommt das Magazin gratis beigelegt!

Alte Ausgaben der Kochen ohne Knochen findet ihr übrigens bei unseren Magazinen.

Der Sommer kann kommen!

Neue Flip Flops von Etheltic. Fair, bio und vegan!

Wir haben endlich wieder Nachschub der Schuhe von Ethletic erhalten! Und mit dabei sind zwei neue Flip-Flop-Modelle – einmal in schwarz und einmal in blau. Kein Vergleich mit Plastiklatschen, sondern Schuhe mit nicht quietschender Kung-Fu-Sohle! Das Obermaterial wird aus Fair-Trade-Baumwolle hergestellt, die Sohlen aus FSC-Kautschuk.
Macht euch bereit für den Sommer!

Inside Fur

Inside Fur ist eine der meistdiskutierten Dokumentationen in Skandinavien in den letzten Jahren. Eine Gruppe Aktivist*innen kam zu dem Schluss, dass sie eine neue Strategie brauchen, nachdem sie in Hunderten Pelzfarmen waren, Bilder produziert haben und letztlich nur schwache neue Vorschriften herauskamen. Und immer wird gesagt, es seien nur Einzelfälle, eigentlich sei alles gut. Aus eigener Erfahrung wussten sie das Gegenteil, und damit wollten sie die Öffentlichkeit endlich konfrontieren: dass all die Einzelfälle brutale Normalität sind. Die Idee: Ein Aktivist gibt sich als angehender Pelzfarmer aus und lässt sich auf existierenden Farmen ausbilden. Und das Ganze hat er mit versteckter Kamera gefilmt.

Bilder, die vor jedem Geschäft gezeigt werden sollten, das Pelz verkauft.

Erhältlich auf DVD und Blu-Ray.

Den gesamten März über: Vivani-Schokoriegel 10 % günstiger

Abbildung der 6 Vivani-Schokoriegel, die es diesen Monat 10 % günstiger gibt

All die sechs leckeren Vivani-Schokoriegel bekommt ihr im März 10 % günstiger! Zum Beispiel Erdbeer Waffel Crunch, White Nougat Crisp oder Black Cherry … Aber eigentlich sind sie alle furchtbar lecker und haben schon hier und da für gewisse Schokoriegel-Süchte gesorgt. Also, Vorsicht!

5 % auf Tiernahrung bis Ende der Woche!

Diese Woche: 5 % Rabatt auf Tiernahrung

Noch bis Sonntag könnt ihr euch bei uns mit Tiernahrung eindecken. 5 % NUR auf Tiernahrung (wir wissen, ihr seid es andersrum gewohnt, aber manchmal muss man auch mit Gewohnheiten brechen)!

Mastanlagen Widerstand

Banner für die Spendenaktion, mit einem Bild von einer Aktion bei Wiesenhof

Vor gut einem Jahr haben wir schon nach einem Aufruf von Mastanlagen Widerstand 500 € zur Unterstützung des Soliconvoys gespendet. Nun wollen wir Mastanlagen Widerstand auch endlich mal in unserem Blog vorstellen! Zu diesem Zweck haben wir dieses kleine Interview mit zwei Menschen aus dem Bündnis geführt. Wenn euch gefällt, was ihr lest (was wir hoffen), wird es euch sicherlich freuen, dass wir das Bündnis zum Ende der Woche finanziell an unserem Umsatz beteiligen. Und zwar gehen 10 % des Bestellumsatzes vom 23. bis 26. Februar an Mastanlagen Widerstand! Außerdem gibt’s als kleinen Anreiz 5 % Rabatt für euch auf alles*!

Wie kamt ihr auf die Idee, das Bündnis Mastanlagen Widerstand ins Leben zu rufen?

Menschen haben sich auf einer Zufahrt zum Schlachthof Möckern zusammengekettet, um den Zuweg zu blockieren
Schlachtfabrik-Blockade Mai 2014

Wiesenhof Schlachthofblockade März 2013

Wir haben Mastanlagen Widerstand nun mittlerweile vor fünf Jahren gegründet. Es gab für uns wohl eher viele Gründe, als eine Idee, sich zu organisieren.
Konzerne wie Wiesenhof stellen ein gutes Ziel für ein Aktionsbündnis dar. Als riesiger Fleischproduzent vereinigen sich dort zum einen verschiedenste Formen der Ausbeutung kapitalistischer Produktion. Sowohl die alltägliche, routinierte Ausbeutung von Tieren und Umweltressourcen, als auch rassistische Verwertungslogiken, wie z. B. die Ausbeutung von Schlachthofmitarbeiter*innen, können bei den Protesten gegen Wiesenhof thematisiert und öffentlich diskutiert werden. Darüber hinaus bieten die Ausbaupläne der PHW Gruppe direkte Ziele, denen mit Widerstand begegnet werden kann. Mastanlagen waren und sind in Süddeutschland im Genehmigungsverfahren, die gemeinsam mit Gegner*innen aus den jeweiligen Landkreisen gestört wurden und werden. Aber auch direkt die Schlachtfabriken können durch Blockaden in ihrem Ablauf zumindest für einige Stunden aufgehalten werden.
Als weiteren Punkt, den wir anführen möchten, ermöglichte dieses Bündnis sich mit weiteren Kampagnen wie der Kampagne gegen Tierfabriken in Niedersachsen und mittlerweile auch der Kampagne Tierfabriken Widerstand in Norddeutschland zu vernetzen und damit den Protest gegen die Fleischindustrie und unsere Kritik an Fleischkonsum zu intensivieren.
– Egal wo ihr Ausbeutungsstätten plant, müsst ihr mit Widerstand rechnen. –

Ihr erwähnt, dass ihr am Beispiel von Mastanlagen verschiedene Problematiken thematisieren könnt. Wie ist die Resonanz darauf, hier keinen Single-Issue-Protest zu etablieren? Ich denke da zum einen an Tierrechts- oder Tierschutzaktive, verbündete Bürgerinitiativen, aber auch zum Beispiel an die Medien …

Hmm, das ist gar nicht so einfach zu beantworten – vielleicht lässt es sich am besten mit ein, zwei kurzen Beispielen darstellen, was wir für Resonanz auf unser politisches Handeln und unsere Positionierung erhalten.
Letzten Sommer hatten wir beispielsweise eine Anfrage, ob wir auf der Münchner Veganmania mit einem Infostand teilnehmen wollen. Wir haben damals mit einer öffentlichen Stellungnahme abgesagt. Gründe waren die Teilnahme rechtsoffener Orgas und Querfrontaktivist*innen im Orgakreis der Veganmania. Über die Mailingliste der Veganmania kam daraufhin nichts außer Beschimpfungen als Antwort. Wir seien „Linksfaschisten“, Spalter und Nestbeschmutzer.
Wir sehen die Notwendigkeit sich ganz klar linksradikal zu positionieren und sehen uns als Folge tatsächlich inzwischen als Gegner*innen von dem Teil der Tierschutz-/Tierrechtszene, der sich entscheidet rechtsoffen oder „unpolitisch“ zu sein und darauf aufbauend dann beispielsweise menschenverachtende Orgas wie Animal Peace duldet.

Zwei Menschen von hinten, die sich in einem Betonfass zusammengekettet haben und so eine Schlachthofeinfahrt blockieren. Aus der Distanz werden sie von einer Gruppe Polizist*innen beobachtet
Blockadepunkt bei der G7-Aktion

Bei den BIs sieht es ein wenig anders aus. Da besteht aber auch schon von vornherein ein anderer Anspruch an die Leute als an organisierte Gruppen aus der Tierrechtszene. Meistens bleibt die Kooperation mit den BIs ja auch auf einem niedrigem Level oder Protest findet auch mal „nebeneinander“ statt. Da gibt es sowohl positive als auch negative Erfahrungen bzw. Resonanz.

Ähnlich ist es mit den Medien. Wir haben ja nur begrenzt Einfluss darauf, was von unseren Pressemitteilungen übernommen wird. Klar versuchen wir immer Kapitalismus mit als Ursache für Ausbeutung und Unterdrückung zu benennen. Und wir freuen uns auch, wenn das in irgendwelchen Hinterland-Zeitungen, in deren Regionen Anlagen entstehen sollen, abgedruckt wird.
Am besten ist es uns wohl bei den G7-Protesten 2015 gelungen. Damals wurde, kurz vor dem Gipfeltreffen in Elmau, die Münchner Schlachtfabrik sehr aufwendig blockiert. Wir hatten im Vorfeld einiges an Bedenken, ob die Medien das checken. Wider Erwarten war die Berichterstattung damals durchweg gut.

Am Wiesenhof Schlachthof-Bogen lassen zwei Menschen ein Banner herunterhängen, auf dem 'Mastanlagen Widerstand' steht
Bannerdrop am Wiesenhof-Schlachthof Bogen

Ja, das ist nicht unbedingt zu erwarten gewesen.
Anfang 2016 hattet ihr ja auch eine große Protestaktion gegen die Wiesenhof-Schlachtfabrik Bogen, die nach einem Brand in 2015 neu gebaut wurde. Was nehmt ihr mit einigem Abstand mit von diesen großen Protestaktionen – sowohl für euch, als auch bezüglich der Wirksamkeit?


Besetzung der Wiesenhof-Schlachtfabrik Bogen 2016

Das mit dem Abstand ist so eine Sache. In der Regel kommt die staatliche Repression meist ein Jahr nach der Aktion. Im Moment stehen z. B. die Verfahren für die Blockade in Bogen noch aus.
Der Blick auf diese „größeren“ Aktionen hat sich über die Jahre natürlich etwas gewandelt, bzw. haben sich manche Einschätzungen und Erwartungen bestätigt, andere nicht.
Wir halten Schlachtfabriken immer noch für ein gutes Ziel von aktivistischer Intervention, da sich an diesen Orten die Gewalt und Unterdrückung der kapitalistischen Verwertungslogik besonders deutlich zeigt und dementsprechend gut kritisieren lässt. Die Wirksamkeit ist natürlich begrenzt und unsere Kapazitäten und Handlungsspielräume eben auch.
Die Einschätzung, dass diese Aktionen andere Gruppen motivieren könnten und viele „Nachahmer_innen“ finden, die hat sich aus unserer Sicht leider nicht bestätigt. Dabei wäre es natürlich sehr erstrebenswert für die Tierbefreiungsbewegung, für Schlachtfabrikblockaden etwa öffentlich mobilisieren zu können und, anstatt mit 30 bis 50 Personen, mit mehreren hunderten Aktiven diese Fabriken blockieren zu können. Ich denke dabei an den motivierenden Moment der entstehen kann, wie etwa bei den von Ende Gelände organisierten Massenaktionen, um Tagebauten lahmzulegen.
Dazu sind wir im Moment leider noch nicht in der Lage.

Ein Traum, den ihr mit dem Netzwerk Animal Climate Action teilt
Ihr seht die aktuelle Situation der Proteste gegen Mastanlagen also nicht so positiv? Ist die Tierbefreiungsbewegung einfach nicht groß genug dafür? Zu passiv? Zu unentschlossen?

Ja das könnte mensch vielleicht so sagen: „… am Ende hängt es von uns allen ab.“ (Zitat aus dem Interview mit animal climate action)
Natürlich besteht in dem vermehrten Protest gegen die Fleischindustrie eine positive Entwicklung. Mit Tierfabriken Widerstand gibt es beispielsweise eine weitere Gruppe, die auf Erfahrungen der anderen Gruppen aufbaut und gegen den Bau von Mastanlgen in Nord- bzw. Ostdeutschland aktiv ist, dort BIs (mit-)initiiert und in den Genehmigungsverfahren interveniert. Es könnte aber natürlich wesentlich besser aussehen, hätte der hierzulande stattfindende Veganhype der letzten Jahre nicht so einen entpolitisierten Charakter getragen. Da müssen wir uns als Aktive schon auch selbst Fragen, wieso die Bewegung keinen wirklichen Aufschwung mitgenommen hat.
Vielleicht liegt es aber z. B. auch an anderen Faktoren, wie etwa dass es gesamtgesellschaftlich richtig beschissen aussieht und sich folglich auch bei vielen Leuten der Schwerpunkt der politischen Arbeit verlagert. Als Teil der linksradikalen Bewegung sollten wir die Bedrohung eines erstarkenden Neofaschismus ernstnehmen und natürlich auch versuchen ihn zu bekämpfen. Also, diese Frage müssen wir ernsthaft in unserer Gruppe und auch in der Tierbefreiungsbewegung diskutieren: Ist es sinnvoll, mit einer starken AfD im Bundestag, z. B. noch Schlachtfabriken zu blockieren? Vielleicht ist es für diese Frage auch beinahe schon zu spät, wenn wir bedenken, dass Menschen aktuell schon wieder nach Afghanistan abgeschoben werden und es kaum Proteste dagegen gibt.

Heißt das für euch als Gruppe, dass ihr derzeit noch stärker dazu tendiert, euch in Bereichen abseits reiner Tierrechtsarbeit zu engagieren?

Bei dieser Frage möchte ich jetzt nicht für die Gruppe sprechen, kann aber meine Sicht darauf etwas genauer darlegen.
Ohne Panik verbreiten zu wollen, empfinde ich die Entwicklung in Europa doch als sehr beängstigend. Einen solchen Rechtsruck und ein größtenteils ausbleibender Aufschrei der Zivilgesellschaften sollte aus linksradikaler Perspektive als Alarmzeichen wahrgenommen werden. Und ja, mir fallen dazu unweigerlich Primo Levis warnende Worte ein: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“
Es ist vielleicht noch nicht im Detail abzusehen, was z. B. die Etablierung einer AfD gesamtgesellschaftlich für Folgen haben wird. Aber wie sie bereits jetzt, ohne im Bundestag vertreten zu sein, wirken können, lässt nichts Gutes erahnen.
Und ich muss mir auch gar nicht so abstrakte Bilder ausmalen. Es reicht aus, den relevantesten Hetzer_innen zuzuhören und zu wissen dass sie in einem nicht unrelevanten bzw. größer werdenden Teil der Gesellschaft Rückhalt genießen. Was wird wohl ein: „Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet …“, bedeuten?!
Ob ich dann in einer von der AfD (mit-)regierten Gesellschaft, als Mensch der wegen Schlachtfabrik- und Naziblockaden in der Polizeidatenbank als Straftäter „linksmotiviert“ erfasst ist, weiterhin Schlachtfabriken blockieren kann, oder eher im Knast sitze, lass ich jetzt mal im Raum stehen. Was mit meinen Freund_innen passiert, die keinen deutschen Pass besitzen, ebenso.
Zusammengefasst: Ich würde es als Notwendigkeit sehen, als eine sich selbst als emanzipatorisch verstehende Bewegung, auf negative gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren und sich diese Flexibilität im Agieren zu bewahren.

In welchen Bereichen ist euer Bündnis denn derzeit aktiv? Und was habt ihr dieses Jahr noch vor?

Wir waren und sind vor allem bei der Unterstützung von selbstorganisierten NonCitizen-/Geflüchtetenprotesten aktiv. Ich glaube, da kann ich von einem Konsens in unserer Gruppe sprechen, dass, falls es diese Proteste in unserem Umfeld wieder gibt, wir sie auch mit sehr hoher Priorität unterstützen. Wie etwa zuletzt der Protestmarsch von München nach Nürnberg. Das sind Menschen die sich unter schwierigsten Bedingungen aufraffen und als Betroffene gegen Rassismus und Unterdrückung vorgehen.
Antifaschistische Präsenz auf der Strasse ist natürlich ebenfalls wichtig für uns. Allerdings müssen wir uns da wohl eingestehen, dass wir das eigentlich viel ernster und organisierter angehen müssten, als wir das bislang tun.
Was wir sonst konkret dieses Jahr vorhaben, verraten wir nicht Allerdings wollen wir hier auch nochmal kurz dazu aufrufen: Kommt alle zum G20! Wer sich Despoten wie Trump, Putin und Erdogan einlädt, der sollte schon seinen kompletten Polizeistaat auffahren müssen, um in Ruhe quatschen zu können. Wir hoffen auf ein entschlossenes inter-/antinationalistisches Zeichen der europäischen Radikalen Linken.

Improvisierte Feldküche
Soliconvoy-Küche in Tovarnik, Kroatien

In der jüngeren Vergangenheit fiel uns besonders eure eingangs erwähnte Solidarität mit Geflüchteten auf, zum Beispiel beim Soliconvoy. Auf welche Weise hängen diese Schwerpunkte für euch zusammen?

Naja. Wenn wir das Ziel einer befreiten Gesellschaft ernst meinen, dann muss wohl so einiges, was heute Alltag ist, angegangen werden.
Schon bei früheren Protesten von Mastanlagen Widerstand thematisierten wir auch die Ausbeutung von Menschen, beispielsweise durch die Kritik an den prekären Beschäftigungsverhältnissen von Schlachthofmitarbeiter*innen. Diese kommen meist aus osteuropäischen Ländern nach Deutschland.
Schon hier zeigt sich, dass Grenzen eine bedeutende Rolle in der Verwertung von Mensch und Tier spielen. Nur weil eine Person beispielsweise aus Rumänien kommt, ist es machbar und legitim sie aufgrund ihrer Herkunft und ihrer sozialen Situation zu diskriminieren und auszubeuten. Grenzen in Köpfen, die Tiere zu Waren machen, sind aus unserem Selbstverständnis heraus genauso zu kritisieren wie Grenzen, die nationale Konstrukte bilden und damit Menschen diverse Rechte zusprechen oder eben nicht.

Refugees stehen vor einem mit Maschendrahtzaun und Stacheldraht hochumzäunten Areal
Registrierungs- und Abschiebeknast Moria, Lesbos

Was gerade an den EU-Innen- und Außengrenzen passiert, thematisiert genau dies. Grenzen sollen Menschen davon abhalten ihr Leben zu schützen, für sich und andere zu sorgen oder einfach den Ort frei zu wählen, an denen ein Leben weitergeführt werden soll. Dazu ist alles recht: Zäune, Militär, Polizei, Abschreckung auf die ekelhafteste Art, frierende und hungernde Menschen, Asylrechtsverschärfungen, die noch mehr Kategorien einführen und Menschen erneut Rechte absprechen.

Welche Erfahrungen vom Soliconvoy sind bei euch euch besonders hängengeblieben?

Menschem mit Kindern, dicht an dicht. Im Vordergrund sieht man einen Polizisten mit Schlagstock, der sie zusammenschiebt
Eingekesselte Refugees, Röszke, Ungarn

Es gab viele Momente, die in Erinnerung bleiben. Wahrscheinlich berühren vor allem die vielen Kinder zwischen all der Gewalt und den furchtbaren Zuständen. Doch auch die Männer und Frauen, die immer wieder aus den Polizeiketten ausbrechen mit den Rufen „NO FINGERPRINTS“, bleiben im Gedächtnis. Ja, ich denke, vor allem diese Erfahrung ist in Röszke hängen geblieben. Im großen Chaos, während ein Mensch dringend Schuhe braucht und ein Baby unbedingt etwas zu essen, eine Mutter verzweifelt ihr Kind sucht, die Polizei mal wieder heroisch ihre Schlagstöcke zückt, um Menschen auf einem Platz zu halten, sind die Mensch widerständig geblieben. Sobald sich größere Mengen angesammelt haben, haben sie die Polizeiketten durchbrochen, ihre Registrierung verweigert, sich ihren Weg weiter gebahnt, gegen die viele Gewalt und Missachtung protestiert, die ihnen auf der Flucht entgegen gebracht wird, und damit Tag für Tag Grenzen praktisch in Frage gestellt. Sie sind einfach weitergegangen, auch wenn Polizei und Politik am Liebsten gehabt hätten, dass sie einfach doch als unangenehmes Bild von der Bildfläche verschwinden. Und sie haben damit zumindest für eine Zeit Dublin III unmöglich gemacht und sich Bewegungsfreiheit erkämpft.
Dass dies in autoritären Staaten nicht lange anhält, war zu erwarten. Es zeigt aber weiterhin, dass es Organisation, Widerstand und aktive Solidarität braucht.

Wenn mich euer Bündnis nun begeistert – wie kann ich mitmachen? Und wie könnt ihr sonst unterstützt werden?

Mehrere Menschen sind dabei, ein Tripod für eine Blockade aufzubauen
Anpacken: Tripodaufbau

Wir waren schon mal offener bzw. besser ansprechbar für neue Leute und sehen diesbezüglich die eigene Entwicklung auch kritisch. Am besten ist es, mensch schreibt uns einfach per E-Mail an oder lernt uns eben auf öffentlich beworbenen Terminen (Kongresse, Camps, Demos) kennen. Am besten unterstützen könnt ihr uns natürlich, wenn ihr selbst aktiv werdet oder bleibt. Organisiert euch und lasst euch nicht kaputt machen! Zum Schluss auch nochmal ein großes Dankeschön an euch tollen Leute von roots of compassion. Vor allem in der Zeit der Soliconvoys hat uns der politische Zuspruch und auch der finanzielle Support aus der Tierbefreiungsbewegung sehr berührt.

„The revolution will be intersectional or it won’t be successful“

Vielen Dank an Mastanlagen Widerstand für das Interview!!
Und mit euch zusammen unterstützen wir das Bündnis finanziell vom 23. bis 25. Februar: Ihr bestellt bei uns und bekommt dabei 5 % Rabatt auf eure Bestellung* – und wir spenden 10 % der in diesem Zeitraum gesammelten Bestellwerte an Mastanlagen Widerstand!

Und hier nun noch ein paar passende/hilfreiche Empfehlungen von uns:

  • Tierbefreiung #90 – mit dem Schwerpunkt „Kampagnen und Aktionsbündnisse“
  • Total Liberation – Hier geht es um Aktivismus, der nicht auf Kosten anderer Kämpfe Erfolge feiern will, sondern die Gemeinsamkeiten und Verknüpfungen der verschiedenen Bewegungen betont
  • Direkte Aktionen – Ideensammlung mit Tipps und Tricks
  • go. stop. act. – Erfahrungsberichte und Geschichten zu Aktionsformen. Zur Nachahmung empfohlen
  • Poster „Wiese“ – Mastanlagen zu Ruinen. So könnte es aussehen …
  • Liberate! – Shirts für die Befreiung aller Tiere!
  • Bold Native – der Tierrechts-Spielfilm
  • Refugees Welcome! – Flagge zeigen!
  • The Ghosts in our Machine – Tierrechtsfotografin Jo-Anne McArthur gibt Einblicke in ihre Recherchen
  • Rosa-Mariechen – so gut kann es ein Schwein auf dem Lebenshof Butenland haben
  • Green is the new red – Wie Öko-Aktivismus systematisch zu Terrorismus erklärt wird
  • Muzzling a Movement – Beispiel USA: So soll per Gesetz die Tierrechtsbewegung mundtot gemacht werden.
  • Wege durch die Wüste – denn du solltest wissen, was du tust, wenn du politisch aktiv wirst

Alle Fotos von Mastanlagen Widerstand

*außer Gutscheinen, deutschsprachiger Literatur, Tiernahrung, Kaffee und allem in den Hard-To-Port- sowie ARIWA-Shops

Neue Gürtel, wohlriechende vegane Seife und: Dies und Das

Gürtel für jeden Anlass

19 neue vegane Gürtel im Überblick. Im Hintergrund sehr ihr alle neuen Designs - Antifa-, Antispe-, Vegan-, feministische Designs etc.

Im Januar haben wir unseren kreativen Energien freien Lauf gelassen. Das Resultat: 19 neue Gürtel-Designs! Okay, nicht alles ist ganz neu, aber die Idee, daraus Gürtel zu machen ist es auf jeden Fall 😉
Dementsprechend habt ihr jetzt eine viel größere Auswahl als früher, mit Motiven zu Feminismus, Antispeziesismus, Veganismus, Anarchismus, Antifaschismus usw. Wir hoffen und sind sehr zuversichtlich, dass da auch etwas für euch bei ist …

Vegane Seifen von Suma - alle im Überblick auf einem Bild

Seifen von Suma

Wie ihr vielleicht wisst, verzichten wir darauf, Produkte mit Palmöl zu verkaufen. Wir haben allerdings eine Ausnahme davon gemacht: der große Teil der Produkte von Vio.Me, einer besetzten Fabrik in Thessaloniki. Dort haben die Arbeiter*innen begonnen, in Eigenregie Reinigungsmittel zu produzieren. Das finden wir sehr unterstützenswert, und haben uns dazu entschlossen, vorerst deren Artikel zu vertreiben, auch wenn sie Palmöl enthalten. Nun sind aber neuerdings auch deren Seifenstücke mit Palmöl, daher haben wir uns entschlossen, euch auch Alternativen anzubieten. Schon seit längerer Zeit hatten wir die Seifen von Suma im Auge, und nun haben wir den Anlass genutzt, sie in unser Sortiment aufzunehmen. Ihr findet nun also 12 wohlriechende Seifen bei uns, die in Handarbeit in Großbritannien hergestellt werden, und natürlich vegan und palmölfrei sind. Zum Beispiel: Grapefruit & Mandarine, Lavendel & Limette, Geranie & Rose, Pfefferminze & Kiefer oder Zimt & Orange.
Es riecht auf jeden Fall immer sehr gut, wenn wir auch nur in die Nähe des Regals mit den Seifen kommen …

Logo von Vio.Me

Neue Reinigungsmittel von Vio.Me

So, nun nochmal zu Vio.Me. Wir haben gute Neuigkeiten: Es gibt neue Reinigungsmittel, und diese sind nicht nur von der Wirksamkeit her verbessert, sondern auch ohne Palmöl! Da gibt es zum einen ein neues Geschirrspülmittel, zum anderen ein Flüssigwaschmittel. Es ist toll zu sehen, wie die Produkte nach und nach verbessert werden, und Leute, die vorher Baustoffe hergestellt haben, nun erfolgreich das Metier gewechselt haben – und es dabei auch noch schaffen, auf allen möglichen Ebenen um ihre Fabrik zu kämpfen.

Auf dem Weg nach Magadan; Neues B12 und ein Kühlschrankmagnet

Willkommen bei Dies & Das! Wir haben ein bisschen neuen Lesestoff: In Auf dem Weg nach Magadan beschreibt der ehemalige anarchistische Gefangene Ihar Alinevich die vom ihm erlittenen Torturen während seiner Gefangennahme im KGB-Gefängnis im Zeitraum von 2010 bis 2011. Als Inhaftierter in einem Spezialgefängnis für politische Gefangene des Staates wurde er einem ganz persönlichen Programm physischer und psychischer Folter unterworfen. In dem Buch geht es um die Realität politischer Arbeit und ihrer Risiken in Belarus, und es geht um die Probleme von Knast und Kapitalismus …
Für die Extraportion B12 haben wir für euch nun eine höher dosierte Variante: Jarrow Methyl-B12 2.500.
Und zu guter Letzt gibt es einen neuen Kühlschrankmagneten: Vegan Power!

Neues zum Jahreswechsel

Zieht euch warm an!

Hier seht ihr die neuen gefütterten Kapuzenjacken

Für kalte Zeiten haben wir nun warme Jacken, die uns auch schon während längerer Plena im kalten Lagerraum kuschelwarm gehalten haben. Mit Innenfutter aus recyceltem Polyester, und natürlich fair gehandelt und mit Bio-Baumwolle …

Und für all jene, die eher das Zwiebelprinzip verfechten, oder einfach schonmal für nicht ganz so kalte Zeiten vorsorgen wollen, haben wir ein schickes neues Design auf den Weg gebracht: die Tierrechts-Rose :) Einer Kompassrose nachempfunden, mit den Richtungen solidarity, empathy, love und respect. Und wir haben sie sowohl auf Kapuzenpullis als auch auf Jacken drucken lassen. Dafür geht unser Dank wieder mal an die Druckkünste vom Onbones Collective.

Die neuen Jacken und Hoodies mit Tierrechts-Kompassrose


Bio-faire Jogginghosen, getragen vor einer Holzwand. Motive auf dem linken Bein: 'Riots Not Diets', oder 'Faust Pfote und Stern'

Macht’s euch bequem!

Eure Hose soll kuschelig und weich sein? Verstehen wir – Jogginghosen sind einfach angenehm zu tragen, ganz gleich, was Lagerfeld davon halten sollte. Und wir freuen uns sehr, dass es endlich bio-faire Jogginghosen gibt, die wir direkt mal mit zwei Motiven haben bedrucken lassen. Für den Alltag, oder auch nur für faule Sofa-Abende …

Steigt mal wieder öfter auf’s Rad!

Zusammen mit dem roots of compassion vegan cycling team haben wir uns im letzten Jahr Gedanken über ein neues Trikot-Layout gemacht. Und das hier ist dabei rumgekommen! Neben dem gerade geschnittenen Trikot gibt es nun auch ein tailliertes Radtrikot aus einem etwas luftigeren Stoff. Und natürlich haben wir die Radhosen auch ein wenig umgestaltet (hier geht’s zur unisex- sowie zur women*-Variante). Aber keine Sorge – ihr müsst nicht alles neu bestellen – wir haben uns Mühe gegeben, dass die einzelnen Stücke auch noch mit der vorigen Variante des Trikots kompatibel sind.

Die neuen Trikots und Hosen des roots of compassion vegan cycling teams
Queer Feminist Revolution Aufnäher

Näht’s euch drauf: Queer-Feminist Revolution

Wir haben Aufnäher nachgedruckt! Nach und nach werden nun einige Motive wieder auf einem dickeren Bio-Stoff gedruckt werden, worüber wir ziemlich glücklich sind. Nebenbei hat sich ein neues Motiv dazwischengemogelt: Queer-Feminist Revolution.

Klebt die Botschaft an jede Wand!

Neue Sticker von RAS! Vielen Dank dafür, dass wir sie verwenden dürfen!

Sticker zu Veganismus von RAS, jeweils mit einem kurzen Cartoon zu Nutztieren, Biofleisch und Salat vs. eklige Tierprodukte

Unterstützt andere Kollektivbetriebe

Wir haben wieder eine neue Lieferung mit Reinigungsmitteln von Vio.Me erhalten. Mit dabei vier neue Produkte, von denen zwei schon bestellbar sind: Seife mit Lavendelgeruch im 120g-Pack und im 250g-Pack.
Außerdem haben wir nun auch große Vorratskanister mit Olivenöl von be.collective im Sortiment – für diejenigen unter euch, die einen etwas größeren Verbrauch haben. Lasst euch von dem stolzen Preis nicht abschrecken – es ist auf jeden Fall günstiger als 6,7 kleine Dosen :)

Lasst euch inspirieren!

Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa. Eine kleine Auswahl anarchistischer Projekte (es gäbe ja noch so viele interessante Projekte mehr …) wird in diesem Film vorgestellt, und die Menschen und Ideen dahinter. Und wann startet ihr?

Lest mal wieder!


Schweinchen Schlau aus dem Kinderbuch von Udo Taubitz


Angela Davis - Ausschnitt aus dem Buchcover


Cover der neuen Tierbefreiung


Titelbild des neuen Growing Green Magazins


Coverausschnitt aus dem neuen ALF Supporters Group Newsletter


Und: Lasst es euch gutgehen!

Jeezo - veganer Käseersatz

Natürlich hat sich auch in unserem Lebensmittelsortiment – abgesehen von der Familienpackung Olivenöl – noch etwas getan. Ihr könnt jetzt den Jeezo-Käseersatz von Vegourmet bei uns bestellen. Neben dem klassischen Hefeschmelz nach wie vor unser Favorit zum Überbacken. Und auch bei Raclette, Fondue oder einfach nur auf dem Brot macht er eine sehr gute Figur. Natürlich ist er palmölfrei, und der Öl-Anteil besteht nicht einfach nur aus Kokosöl, sondern auch aus Sheabutter, was das ganze nachhaltiger macht. Wir haben ihn auf jeden Fall schon ein paar Jahre in unserem lokalen Kühlschrank, und haben es bislang nicht bereut.
Außerdem hat unser Schokoladensortiment Zuwachs erhalten: mit leckerer zuckerfreier Schokolade von Birkengold in den Sorten Zartbitter und Zartbitter Haselnuss. Gesüßt mix Xylit aus nachhaltigem Anbau, und hergestellt mit fair gehandeltem Kakao.

15 % Rabatt vom 20. bis 22. Januar!

Dieses Wochenende dicker Rabatt auf fast alles im Shop!

Neu im Sortiment: Boulder Boot

Der neue vegane Stiefel in freier Wildbahn. Schwarzer Boulder Boot von Vegetarian Shoes

Natürlich vegan +++ Hergestellt in Großbritannien +++ Dicke Sohle für gute Dämpfung und Isolierung +++ robust

Panther Sneaker – jetzt mit Hanf!

Panther Sneaker aus Hanf und veganem Fake-Wildleder

Vegan +++ Hergestellt in Portugal +++ Obermaterial aus Hanf und Fake-Wildleder +++ robust +++ atmungsaktiv