Vegan! – die überarbeitete Auflage ist da!

Cover der überarbeiteten Auflage von 'Vegan!' von Marc Pierschel - die praktische und leicht verständliche Einführung zur veganen Lebensweise

Sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung von Vegan! – der umfassenden und leicht verständlichen Einführung in die vegane Lebensweise aus unserem Verlag compassion media – war es nun Zeit für eine gründliche Überarbeitung des Buches! Denn mit der Zeit ändert sich ja doch das eine oder andere. Mal ganz zu schweigen davon, dass sich die Rahmenbedingungen einer veganen Lebensweise schon stark gewandelt haben. Menschen sind offener geworden – neben Skepsis trifft man nun auf viel mehr Interesse und Neugier. Die Verfügbarkeit veganer Ersatzprodukte ist (zumindest im Verhältnis zu früher) geradezu explodiert, und immer mehr Produkte werden als „vegan“ gekennzeichnet.
Wenig geändert hat sich leider an den Umständen, unter denen tierliche Lebensmittel produziert werden. Die Produktion in Deutschland ist sogar gestiegen! Das heißt, die Inhalte von Vegan! sind nach wie vor aktuell, denn es geht ja auch um Fragen wie die Legitimation der Tierausbeutung, philosophische Hintergründe, und wie vegan man überhaupt leben kann.

Ein Buch, das wir euch weiterhin dringend ans Herz legen wollen!

Diese Woche: 10 % Rabatt auf T-Shirts, Tanktops, Jacken und Hoodies!

Diese Woche: 10 % auf alle Shirts und Hoodies im roots of compassion Shop!

Diese Woche werdet ihr von uns beschenkt, so ihr denn ein T-Shirt oder einen Pulli braucht! 10 % Rabatt gibt es für jedes dieser schicken Kleidungsstücke, und zwar bis zum 11. Dezember 2016. Ausgenommen sind lediglich die Artikel von Hard To Port

Neues aus dem November

Hard To Port Kapuzenpullover, getragen von Juli und Sania

Hard To Port Kapuzenpullover

Seit diesem Jahr findet ihr bei uns die Textilien von Hard To Port. Hard To Port haben es sich zum Ziel gesetzt, weiter die grausame Jagd auf Wale in den Fokus zu rücken und dagegen aktiv zu werden. Ihr Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Situation in Island. Bislang gab es im Shop nur T-Shirts von Hard To Port, nun haben wir auch schicke navy-blaue Hoodies für euch im Angebot! 10,00 € gehen pro verkauftem Hoodie an Hard To Port! Zieht euch warrrrm an!

Antispeciesist-Action-Fahne und ein neuer Kühlschrankmagnet


Jetzt auch auf englisch: Die Fahne 'Antispeciesist Action'


Vegan Magnet mit dem Untertitel: My Body is not a graveyard

Titelbild des ARIWA Wandkalenders 2017 - halb Hund, halb Schwein.

2017

Gewiss habt ihr schon gesehen, dass es bei uns wieder eine ganze Reihe Kalender gibt. Nun ist auch endlich der ARIWA Wandkalender dabei – mit 12 Bildern verschiedener Künstler*innen, die sich aktiv für Tierrechte einsetzen. Inklusive A3-Poster eines Gemäldes von Hartmut Kiewert!


Literatur


Coverausschnitt von 'Anarchismus Hoch 3' mit tanzenden Menschen


Das Lexikon der Leistungsgesellschaft - Buchcover


Queerulant_in Nummer 9

Ein kleines bisschen neues Lesefutter gibt’s natürlich wie immer auch! Zum Beispiel könnt ihr euch mit Sebastian Friedrich auf einen Streifzug durch die Leistungsgesellschaft machen und entdecken, wie die Ideologie des Neoliberalismus den Alltag durchdrungen hat und unsere Persönlichkeit, unser Denken und Handeln prägt. Beim Sport, in der Kommunikation, bei der Ernährung und, und, und …
In Anarchismus Hoch 3 geht es darum, die übliche Diffamierung der Anarchie als Chaos und Terror durch die Portraits libertärer Persönlichkeiten zu widerlegen. Bernd Drücke verleiht dem „Gespenst des Anarchismus“ mit seinen Interviews eine reale und optimistische Form.
In der Queerulant_in, die ihr kostenlos mitbestellen könnt, geht es diesmal um Asexualität und Aromantik. Und in einem zweiten, kürzeren Schwerpunkt geht es um Casual Sex.

Almond Salted Caramel - leckere vegane Trüffel in der 6er-Packung

Lebensmittel

Unser Booja-Booja-Sortiment hat unerwartet Zuwachs bekommen. Aber wir sind sicher, ihr werdet Gefallen an dem gedanken finden, statt nur zwei Almond Salted Caramel Trüffeln gleich sechs zu bekommen! Lecker schokoladig und karamellig, im Nachgeschmack leicht salzig. Ein köstlicher Kontrast …
Auch Hunde finden bei uns etwas Neues – nun gibt es die Pawtato Knots auch in Large.

Bestellfristen im Dezember – keine Ferien – aber Inventur!

Wie jedes Jahr wollen einige von euch ihre Bestellung sicherlich wieder spätestens pünktlich zum 24. Dezember in der Hand halten. Hier also die Infos darüber, wann ihr spätestens bestellt haben solltet – aber bedenkt, dass natürlich auch bei DHL sowie bei uns ein bisschen was schief gehen kann. Wenn es euch also wirklich wichtig ist, bestellt doch einfach ein wenig früher!

Für den Versand ist wie immer ausschlaggebend, wann die Zahlung bei uns eingeht – bei PayPal ist das sofort der Fall, bei den Banken kann das morgen sein, aber auch erst in ein paar Tagen.

Pakete nach Deutschland
Wenn euer Geld bis zum 23.12. frühmorgens bei uns angekommen ist, können wir eure Bestellung noch rechtzeitig verschicken.

Alle direkt an Deutschland grenzenden Länder:
Das Geld sollte bis zum 18.12. auf unserem Konto sein … (15.12. bei Sendungen in die Schweiz)

Restliches Europa
Wenn euer Geld bis zum 11.12. da ist, dann sollte das noch was werden! Ist das Zielland allerdings in der EU, reicht auch der 14.12.

Alle anderen Kontinente:
Haben wir euer Geld bis zum 1.12. erhalten, dann können wir alle zuversichtlich die Daumen drücken, dass euer Paket noch eintrifft. Internationale Überweisungen dauern oft recht lang – im Zweifelsfall seid ihr mit PayPal auf der sicheren Seite.

Nach den Feiertagen geht es dann bei uns in verkleinerter Besetzung weiter: Wir werden auf jeden Fall vom 27. bis 30. Dezember im Büro sein und eure Bestellungen bearbeiten. Bitte habt Verständnis, dass es schon ein, zwei Tage länger als üblich dauern kann, bis euer Paket losgeschickt wird, und dass eure E-Mails ebenfalls etwas länger für die Bearbeitung brauchen können. Am 2. Januar ist dann Inventur! Wir haben also geschlossen, sind mit uns selbst beschäftigt, verschicken nichts und beantworten keine E-Mails usw. Am 3. Januar geht’s dann wieder ganz normal los!

Spenden

Neues aus der Kategorie Spenden.

In den letzten Monaten konnten wir verschiedene Spenden tätigen, die wir jetzt kurz vorstellen wollen.

1. Offensive gegen die Pelzindustrie: Beim Vegan Street Day in Dortmund haben wir mehrere T-Shirts versteigert. Darunter waren einige Raritäten, die seit Jahren bereits ausverkauft waren, aber auch neue Motive. Dabei konnten wir 140 € sammeln, die wir an Offensive gegen die Pelzindustrie gespendet haben.

2. Gateway to Hell: Auch bei der International Animal Rights Conference in Luxemburg gab es eine T-Shirt Versteigerung. Die dabei eingenommenen 195 € gingen an die Organisation Gateway to Hell.

3. Erdlingshof: Im Rahmen unserer Soli-Aktion kamen 85 € zusammen, die wir an den Erdlingshof gespendet haben.

4. Animal Climate Action: Und schließlich bekam das Bündnis Animal Climate Action, das ihr letzten Monat mit euren Bestellungen unterstützen konntet, 52 €.

Weltveganwoche bei roots of compassion

High Five! Diese Woche könnt ihr nicht nur 5 % sparen, sondern uns auch noch 5 % an eine Organisation eurer Wahl spenden lassen!

Das roots of compassion Kollektiv wünscht euch morgen einen großartigen Weltvegantag!
Zur Feier dieses Tages gibt es dieses Jahr bei uns eine Weltveganwoche! Wenn ihr jetzt denkt, dass es dabei Rabatte bis zum Abwinken gibt, müssen wir euch leider enttäuschen. Wir finden unser Angebot aber ehrlich gesagt sogar ein bisschen besser :) Einfach weiterlesen …

Zunächst die gute Nachricht für euch: Vom 31.10. bis 6.11. 2016 bekommt ihr 5 % Rabatt auf unser Sortiment (außer deutsche Literatur, Tiernahrung, Gutscheine und alles im Hard-To-Port- und ARIWA-Shop)! Ein bisschen spart ihr also schon. Außerdem sind wir bereit, weitere 5 % eures Bestellwertes zu spenden – und zwar an eine der Organisationen, für die wir dieses Jahr schon eine Soli-Aktion gemacht haben. Und wie gesagt – dieses Angebot könnt ihr eine ganze Woche in Anspruch nehmen!

Um das zu erreichen, müsst ihr nur eines der folgenden kostenlosen Produkt aus unserem Shop in euren Warenkorb packen (das ermöglicht für uns die Zuordnung eurer Spendenwahl). Folgende stehen dementsprechend zur Wahl: Animal Climate Action, Erdlingshof, Free Sven & Natasha, ARIWA und Hard To Port.

Mehr Infos zu den Organisationen findet ihr in den Interviews bei uns im Blog:

  • Interview zum Bündnis zwischen Gruppen der Tierrechts- und der Ökologiebewegung Animal Climate Action,
  • Interview mit Birgit und Johannes vom Lebenshof Erdlingshof in Bayern,
  • Interview mit Sven und Natasha, die wegen ihrer Teilnahme an der Kampagne gegen Huntingdon Life Sciences von den Niederlanden an Großbritannien ausgeliefert werden sollen,
  • Interview mit Hard To Port, die sich gegen Walfang in Island und anderswo engagieren,
  • Interview mit der Tierrechtsorganisation ARIWA.

Weiterhin: 30-€-Gutschein beim Wechsel zu Greenpeace Energy!

Plant ihr, euren Stromanbieter zu wechseln? Falls ja, solltet ihr vielleicht auch darüber nachdenken, aus welchen Quellen der Strom dann kommt. Bei unserem Strom- und Gasversorger Greenpeace Energy kommt der Strom nicht aus Biogasanlagen – ihr unterstützt also keine Tierausbeutung! Und der Strom kommt aus Wasser- und Windkraftanlagen.

Mit diesem Link könnt ihr beim Wechsel einen Gutschein über 30 € für unseren Onlineshop bekommen!

Übrigens: Seit fünf Jahren arbeitet man bei Greenpeace Energy daran, überschüssigen Strom aus Windkraftanlagen zur Erzeugung von Gas zu verwenden. Finden wir unterstützenswert, und wir gratulieren zum kleinen Jubiläum!

Mit_Gefühl – Other animals are here with us

Neue T-Shirts: Mit_Gefühl und Other Animals

Neuer Stiefel gesichtet!

Timbercat Boot - schicker veganer Stiefel für den Herbst von Vegetarian Shoes

Der Winter naht …

system change not climate change

System Change – Not Climate Change

Nach wie vor ist der Klimawandel eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Das Motiv auf der rechten Seite stammt von der Kampagne ausgeco2hlt. 2€ pro Shirt geben wir direkt an die Kampagne weiter! Mehr Infos dazu findet ihr auch unter System Change, not Climate Change.at.
Ihr findet das Motiv bei uns auf Hoodies und T-Shirts.

Der Winter ist da!

Booja Booja Pralinenschachtel

Es lässt sich nicht abstreiten: T-Shirt-Wetter ist vorbei, die Finger frieren auf dem Fahrrad bei fiesem kalten Nieselregen ab, die Heizung läuft sich warm und Pullis und Decken werden entstaubt. Die kalte Zeit hat begonnen. Und ist euch auch so nach Schokolade? Uns schon, und dieses Jahr probieren wir mal aus, ob ihr mehr als nur zwei Booja-Booja-Trüffel auf einmal mögt. Denn ab sofort liegen die Trüffel-Selection No. 1 und No. 2 mit jeweils zwölf Pralinen bzw. vier Sorten bei uns im Kühlschrank. Außerdem werden von den kleinen Packungen leider mehrere Sorten nicht mehr hergestellt – neu ist aber immerhin Almond-Salted-Caramel (Wir haben schon die erste Suchtkranke, also seid vorsichtig damit 😉 )
Daneben ist es natürlich auch wieder Zeit für unsere Klassiker: Marzipansterne, Personen mit Bart und Mantel und Ricky Martins Geburtstagskalender bereichern wieder unser Sortiment. Und daneben gibt es natürlich auch weiterhin leckere Kekse.

Viele bunte Sticker!

Es war eindeutig mal wieder Zeit für schöne neue Vinyl-Sticker:

Neue Sticker, die ihr bei roots of compassion erhaltet.

Außerdem konnten wir es nicht lassen, auch wieder ein paar neue Actionsticker zu drucken. Was lässt sich dazu sagen?
Antifanten finden wir eigentlich ganz schön cool und Montage können auch nichts für den Kapitalismus. Außerdem sind wir der Meinung, dass die Revolution queerfeministisch sein muss. Und dass für uns der Kampf für Tierrechte/Veganismus und Anarchismus zusammengehören, ist ja auch irgendwie kein Geheimnis …

Neue Actionsticker bei roots of compassion

Poster von Hartmut Kiewert

Werft mal einen Blick auf unsere Poster-Auswahl! Wir haben drei neue schicke Motive von Hartmut Kiewert dabei: Herbst, Wiese und Berg. Zusätzlich gibt es nun auch die Postkarte „Wir verlassen die Erde“ – ebenfalls vom Meister 😉

Utopische Poster von Hartmut Kiewert

Slingshot Desk Planner - wenn der Taschenkalender zu klein wird ...

Kalender für 2017

Diese Woche sind die letzten Kalender für 2017 bei uns eingetroffen – unser Taschenkalendersortiment ist also nun komplett. Und wir können uns gar nicht entscheiden, welchen wir euch am meisten empfehlen können, denn auf ihre Weise sind sie alle toll: Queerfeministischer Taschenkalender, Syndikal Taschenkalender, Antifa Kalender … und ganz neu eingetroffen: der Slingshot Kalender aus den USA! Das ist aber noch nicht alles, denn dieses Jahr haben wir auf entsprechende Nachfragen hin mal ausprobiert, ob ihr auch Verwendung für die größere Variante, den Slingshot Desk Planner habt.

Noch mehr Lesestoff

Was zum Lesen gibt es natürlich auch wieder. Hilal Sezgin hat dieses Jahr ein neues Buch über Veganismus und Tierrechte für Jugendliche herausgebracht, das wir euch guten Gewissens ans Herz legen können: Wieso? Weshalb? Vegan! Leicht verständlich geschrieben, ohne dass es dabei an Deutlichkeit mangelt. Eignet sich auch hervorragend für all jene, die keine Lust auf kompliziert geschriebene Bücher haben.
Und dann noch was für’s Herz: Esther, das Wunderschwein ist letzten Monat auf Deutsch erschienen. Eine wunderbare und herzerwärmende Geschichte über das dann doch nicht nicht ganz so kleine Minischwein Esther und wie es das Leben von Derek und Steve komplett auf den Kopf stellte. Solltet ihr noch nicht davon gehört haben, schaut doch mal auf Esthers facebook-Seite.

Und irgendwie auch zum Lesen, aber vor allem zum Verteilen an andere zum Lesen: neue Flyer von den tierbefreiern. Zu: Zirkus, Tierversuchen und Fischen und anderen Wassertieren. Außerdem hat die Rote Hilfe einen neuen Flyer aufgelegt, der dir Infos gibt, was zu tun ist, wenn du einen Strafbefehl erhältst.


Oktoberangebot: Zahnpflegekit für 8 Euro

B12-Zahnpasta und Bambuszahnbürste für 8 Euro.

Zähneputzen ist aus dem Alltag kaum wegzudenken. Morgens, abends, manchmal sogar mittags wird erbsengroße Menge Zahnpasta auf die Zahnbürste gepresst und ordentlich geputzt. Um dabei gleich zwei gute Dinge für euch und die Umwelt zu tun, bieten wir im Oktober eine Tube B12-Zahnpasta und eine Bambuszahnbürste für 8 Euro an.
Mit der biologisch abbaubaren Zahnbürste vermeidet ihr zusätzlichen Plastikmüll, der durch die regelmäßige Verwendung einer Plastikzahnbürste entstehen würde und habt eine antibakterielle und BPA-freie Alternative! Die B12-Zahncreme von Sante ist dabei eine praktische Möglichkeit B12 aufzunehmen, denn das wichtige Vitamin wird hervorragend durch die Mundschleimhäute aufgenommen.

Herbst-Neuigkeiten

Wait, you eat whaaat???

Wir haben uns mal für andere Farben entschieden …

Sania und Deni tragen die neuen 'Wait, you eat whaaat???'-T-Shirts

Not your Mom – ärmelloses Shirt

Okay, das Not your Mom-Shirt haben wir jetzt schon ein paar Wochen im Sortiment. Damals war es noch wärmer 😉 Aber hey – das Shirt macht sicher auch beim Indoor-Sport eine gute Figur.

Deni und Daniel tragen die schicken ärmellosen Shirts mit dem Design 'not your Mom, not your milk'

Lunette Menstruationstasse in orange

Neue Menstruationstassen

Wir haben mal ein bisschen Nachforschungen betrieben, welche Menstruationstasse eine gute Alternative zur Me Luna wäre. Denn nicht mit jeder Menstruationstasse fühlt man sich direkt wohl … Dabei sind wir letztlich bei der Lunette hängen geblieben – sie wird in Finnland hergestellt, ist aus medizinischem Silikon und es gibt sie in zwei Größen: Modell 1 ist kleiner und weicher, Modell 2 ist härter und für Menschen mit einer besseren Beckenbodenmuskulatur.
Was alle Menstruationstassen eint: sie ersparen euch jede Menge Müll, da sie lange halten, sie sparen euch Geld und sie sind schonend für die Scheidenflora …

Kalender 2017

Syndikal Taschenkalender und Queerfeministischer Taschenkalender

Das neue Jahr wirft seinen Schatten voraus. Der erste Kalender, der bei uns eintrudelte, war der wie immer hervorragende Queerfeministische Taschenkalender. Das Thema der Ausgabe diesen Jahres ist Tabu.
Das erste Mal dabei ist außerdem der Syndikal Taschenkalender – mit einem inhaltlichen Schwerpunkt auf sozialen und gewerkschaftlichen Kämpfen.
Natürlich kommen auch dieses Jahr wieder der Antifaschistische Taschenkalender und der Slingshot Kalender. Haltet die Augen auf!

Lesestoff

abrisse
xclusivex6
handelndertiere
tierbefreiung92
learninggoodconsent
reproductionofdailylife
tierversuche
gaidao
wegedurchdiewuste

Neben den Kalendern haben wir wieder einiges an Lesefutter für euch ins Sortiment aufgenommen:

  • Das Handeln der Tiere ist ein Sammelband zu tierlicher Handlungs- und Wirkmacht. Eine neue Veröffentlichung des Chimaira Arbeitskreises für Human-Animal-Studies
  • abrisse ist ein Buch mit kritischen Positionen zum Thema Gefängnisse. Denn eigentlich wollen wir eine Welt ohne Knäste. Mit Beiträgen aus Sicht von Gefangenen, Aktivist*innen und Anwält*innen
  • Wir haben ein bisschen die Veröffentlichung der Gǎi Dào Sonderausgabe zu Solidarischer Ökonomie verpennt. Aber egal, jetzt findet ihr bei uns einen Nachdruck – lesen lohnt sich! Und das nicht nur, weil wir auch dafür interviewt wurden …
  • Auch das neue XclusiveX Fanzine findet ihr schönerweise bei uns im Shop! Wie immer viele, viele tolle Interviews und Beiträge auf deutsch oder englisch. Mit jeder Menge Liebe und Herzblut gemacht …
  • Learning Good Consent – der Titel sagt eigentlich schon alles und damit sollte auch klar sein, warum ihr dieses Heftchen braucht
  • The Reproduction of Daily Life beschäftigt sich mit Reproduktion und Entfremdung im Alltag. Denn es muss ja nicht gleich „Das Kapital“ sein, um sich mit „Warenfetisch“ und „Entfremdung“ zu beschäftigen …
  • Und natürlich gibt es auch wieder eine neue Ausgabe der TIERBEFREIUNG! Diesmal geht es im Schwerpunkt um Vernetzungstreffen und Kongresse der Tierrechtsbewegung

Und dann haben wir zwei aktualisierte Bücher, die wir euch ans Herz legen wollen:

  • Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten wurde auf den neuesten Stand gebracht! Nützliches Wissen für eure Kampagnen gegen die Forschung an nichtmenschlichen Tieren!
  • Und noch ein wichtiges Buch wurde aktualisiert: Wege durch die Wüste. Bei jeglichem politischen Engagement werdet ihr irgendwann mit der Staatsmacht konfrontiert sein. Sei es bei der Anmeldung einer Demo, bei zivilem Ungehorsam oder weil euch Straftaten vorgeworfen werden. In diesem Buch findet ihr jede Menge Hilfe zu allem möglichen, was ihr dann – aber auch im Vorfeld – beachten solltet.

Soli-Aktion für Animal Climate Action

Soli-Aktion zugunsten von Animal Climate Action. Auf dem Bild seht ihr einen Ausschnitt aus einem Plakat zur Demo in Hannover mit demonstrierenden Menschen und einigen Produkten, für deren Kauf wir spenden.

Animal Climate Action ist ein junges Bündnis an den Schnittstellen zwischen Ökologie- und Tierrechtsbewegung. Vom 26.09. bis 02.10.2016 könnt ihr mit eurem Einkauf das Bündnis ein wenig unterstützen. Unter rootsofcompassion.org/de/soliaktion findet ihr eine Reihe Produkte, für deren Kauf wir jeweils einen bestimmten Betrag an Animal Climate Action spenden (Den Betrag seht ihr im Bild)
Mehr zum Bündnis erfahrt ihr natürlich wieder im folgenden Interview:

Animal Climate Action – was können wir uns darunter vorstellen?

Ein Netzwerk aus Personen und Gruppen aus der Klima- und der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung, das sich regelmäßig trifft und gemeinsame Aktionen plant. Wir sind bisher noch eine überschaubare Zahl von Aktiven vor allem aus Berlin und Braunschweig, wollen aber größer werden. Wir teilen zentrale Überzeugungen, sind aber in manchen Hinsichten in unseren politischen Meinungen auch ziemlich heterogen – daher spreche ich hier auch nur für mich und nicht das ganze Netzwerk.

Was sind eure Ziele?

Wir wollen die beiden Bewegungen näher zusammenbringen und gemeinsame Aktionen organisieren. Damit wollen wir den fatalen Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Klimawandel stärker in die öffentliche Diskussion holen und so darauf hinzuarbeiten, dass die Tierindustrie geschwächt und verkleinert und letztlich zugunsten einer ökologischen, veganen und solidarischen Landwirtschaft abgeschafft wird.

Ein Bündnis zwischen Personen und Gruppen aus der Tierbefreiungsbewegung und (linker) Umweltschutzbewegung – das war für mich bis vor kurzem schwer vorstellbar angesichts des von mir wahrgenommenen Desinteresses an Tierrechten in der Umweltbewegung. Was hat sich geändert?

Natürlich gibt es nach wie vor auch eine recht konservative Umweltbewegung, die auch generell eher Reformen anstrebt, anstatt grundsätzliche Fragen zu unserem Verhältnis zur Natur und auch zu Tieren zu stellen. Die Klimabewegung, die unter anderem auf den Klimacamps und zuletzt zu Ende Gelände zusammenkommt, sehe ich da schon etwas anders – da gibt es eine im positiven Sinne radikale politische Ausrichtung. Auch wenn Tierrechte noch kein großes Thema sind, wird doch zum Beispiel auf den Klimacamps traditionell vegan gekocht und viele Aktive sind Veganer*innen und häufig auch zugleich in der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung engagiert.

Liegt es auch daran, dass Ökologie in der Tierrechtsbewegung ernster genommen wird, und nicht nur einfach ein weiteres Argument für Tierbefreiung ist?

Ich hoffe, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass beide Themen eng zusammenhängen. Klimawandel und Umweltzerstörung treffen Menschen und Tiere, sorgen für mehr Ungerechtigkeit und werden von ähnlichen Kräften vorangetrieben wie die Tierausbeutung in der Landwirtschaft – kapitalistische Wirtschaftsstrukturen, politische Festlegungen und kulturelle Normen. Eine gesellschaftskritische Tierrechtsbewegung muss sich auch mit Umwelt- und Klimaschutz auseinandersetzen – und tut das auch zunehmend.


Das ist: Ende Gelände!

Ihr seid inspiriert von Großaktionen wie „Ende Gelände“. Derartige Großereignisse bekommen zweifellos viel Aufmerksamkeit – aber nehmt ihr auch einen nachhaltigen Effekt über das Ereignis hinaus wahr? Anders gefragt: Sind sie effektiv in Bezug auf unsere/eure Ziele?

Damit das Klima wirksam geschützt werden kann, muss sich zunächst die gesellschaftliche Debatte grundlegend verändern. Dafür sind große Aktionen wie Ende Gelände gute Instrumente, da sie das Thema in die Medien und ins Gespräch bringen. Außerdem bringen sie Menschen zusammen und motivieren zu weiterem Engagement. Allerdings darf man Großaktionen auch nicht überschätzen – sie können nur selten stattfinden, kosten sehr viel organisatorischen Aufwand, und gerade durch die Größe sind sie auch leichter vorherseh- und steuerbar. Das ist bei vielen kleinen Aktionen dezentraler Gruppen anders. Damit schafft man vielleicht weniger überregionale Medienaufmerksamkeit, aber Diskussionen und Denkanstöße lokal an vielen Orten. Generell ist wichtig klarzumachen, dass im Hinblick auf den Klimawandel individuelle Konsumveränderungen und kleine Reformen nicht ausreichen. Dabei kann die Aktionsform der Blockade zeigen, wie ernst und dringlich das Thema ist.
Ähnlich sehe ich es beim Thema „Tierhaltung“: Nur wenn der gesellschaftliche Konflikt wirklich offen gelegt und ausgetragen wird, können wir eine ehrliche Debatte darüber führen, wie wir Nahrungsmittel produzieren wollen. Aus meiner Sicht ist das zielführender, als die Verantwortung allein der Politik oder den Konsument*innen zuzuschieben. Großaktionen können dazu beitragen, auf den Konflikt medienwirksam hinzuweisen. Sie müssen aber ergänzt werden von dezentralen Protesten zum Beispiel von Bürgerinitiativen gegen neue Mastanlagen oder Kampagnen gegen Schlachthöfe. Ob all das dazu führen wird, dass tatsächlich in naher Zukunft greifbare Veränderungen erreicht werden, hängt von uns allen ab.

Derzeit wird der Klimaschutzplan 2050 im Kabinett abgestimmt. Kürzlich war zu lesen, dass viele konkrete Ziele, die einen spürbaren Effekt versprächen, aus dem Entwurf verschwunden sind unter anderem die Reduktion des Tierbestandes (bemerkenswert, dass es immerhin auftauchte). Wie auch immer das ausgehen mag – erhofft ihr euch überhaupt etwas von dem Klimaschutzplan?

In Anbetracht der Dringlichkeit radikaler Emmissionsverringerungen ist die Perspektive bis 2050 eigentlich viel zu lang. Es kann vieles wieder aufgeschoben werden. Mit dem Klimaschutzplan wurde immerhin einmal mehr die gesellschaftliche Debatte angefacht. Die jüngste Entwicklung macht allerdings klar, wie die Machtverhältnisse tatsächlich aussehen. Die Politik wird den konservativen Kräften der Wirtschaft folgen und damit auf Kurs in die Katastrophe bleiben – wenn wir nicht als soziale Bewegungen größere Gegenmacht mobilisieren. Dafür müssen sich mehr Menschen für Klimaschutz und Tierbefreiung engagieren.

Was plant ihr konkret für die nächste Zeit?

Die erste größere Aktion ist eine Demo gegen die EuroTier unter dem Motto „Tierproduktion stoppen! Klima retten!“. Es haben sich bereits einige Gruppen auch aus der Umwelt- und Klimabewegung unserem Aufruf angeschlossen und wir hoffen, dass die Demo auf diese Weise auch zur Vernetzung und Bewegungsbildung beiträgt.

Die EuroTier ist die weltgrößte Fachmesse für Tierhaltung. Mich überrascht, dass sie vorher noch kein Kristallisationspunkt für Proteste geworden ist. Habt ihr eine Erklärung dafür?

Es handelt sich nicht um ein besonders öffentliches Ereignis – es ist zum Beispiel keine Besucher-, sondern eine Fachmesse, und medial wird nur vereinzelt über sie berichtet. Zudem hatten die Tierrechtsaktiven in Niedersachsen immer auch viel anderes zu tun – so wurde beispielsweise gegen den Megaschlachthof in Wietze protestiert. Die Bewegung ist noch zu klein, um tatsächlich alle relevanten Ereignisse abdecken zu können. Wir müssen stärker werden – auch dafür brauchen wir Bündnisse mit anderen Bewegungen.

Wollt ihr den Protest – ähnlich wie bei der Grünen Woche – auch bei der EuroTier verstetigen?

Die EuroTier findet nur alle zwei Jahre statt, so weit haben wir noch nicht geplant.

Wer kann bei euch mitmachen?

Alle links und emanzipatorisch gesinnten Menschen und Gruppen, die uns darin zustimmen, dass die Tierindustrie aufgrund ihrer großen Klimaeffekte und aufgrund ihrer grausamen Ausbeutung fühlender Lebewesen mit energischem Protest und Widerstand konfrontiert werden muss.

Den Aufruf zur Demo in Hannover am 12. November findet ihr unter animal-climate-action.org/de/demo/aufruf/.
Und die Produkte, mit deren Kauf ihr die Initiative diese Woche unterstützen könnt, findet ihr unter rootsofcompassion.org/de/soliaktion.

September-Angebot: 15 % auf Kondome und Lecktücher!

Vegane Kondome - im September 15 % günstiger!

Erst wollten wir nur ein gemischtes Paket mit Kondomen in verschiedenen Geschmacksrichtungen günstiger anbieten. Aber dann dachten wir, dass es ja blöd ist, wenn es nur ein Angebot für Kondome in Durchschnittsgröße von GLYDE gibt – Denn wir haben ja auch noch schmalere Kondome und Maxi-Kondome. Also, die auf jeden Fall auch günstiger! Aber: Was ist, wenn Leute kein Latex vertragen? Die zahlen normal, während sich alle anderen über einen Rabatt freuen? Geht nicht. Und – last, but not least – dann gibt es ja noch Menschen, die jetzt nicht so die Verwendung für Kondome haben, aber Lecktücher gebrauchen können. Oder einfach beides.

Ihr ahnt es: Wir haben einfach alle Kondome und Lecktücher in unserem Sortiment reduziert. Ist so jetzt auch viel übersichtlicher!
Das Angebot gilt bis zum 30. September.

Soli-Aktion für den Erdlingshof


Hier bekommt ihr einen schönen Eindruck!

Auf dem Erdlingshof leben Rinder, Gänse, Hirsche, Hühner, Hunde, Kaninchen, Pferde, Schafe, Schweine und Ziegen einem gemütlichen Lebensabend entgegen – ganz ohne Ausbeutung. Im folgenden Interview erfahrt ihr von Birgit und Johannes ein bisschen mehr über den Hof und die Idee dahinter.
Um den Hof zu unterstützen, spenden wir bis zum 15.09. für jedes Buch aus unserem Verlag compassion media, das ihr über unseren Shop kauft, 1 € an den Erdlingshof.

Erdlingshof – wie kam es zu dem Namen, welche Bedeutung hat er für euch?

Bei der Suche nach einem Namen für den Hof war es uns nicht nur wichtig, dass er schön klingt, sondern eine tiefere Bedeutung in sich birgt. So kamen wir auf den Namen Erdlingshof, ein Ort für alle Erdlinge (Erdenbewohner).

Im Vordergrund: die Gänseschar Eveliina, Möp Möp, Claudius und das Pferd Linus. Dahinter seht ihr mehrere Gebäude des Erdlingshofes, bei bestem Wetter
Eveliina, Möp Möp, Claudius und Linus
auf dem Erdlingshof

Seit wann gibt es den Lebenshof und wie kam es dazu?

Den Erdlingshof gibt es seit 2014. Die ehem. Betreiber des Antitierbenutzungshofes wollten den Hof abgeben und suchten Nachfolger. So wurde schließlich auch Johannes, der damals noch bei der Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt arbeitet, gefragt.

Was nahe lag, weil du den Hof ja auch schon mit Daniel aufgebaut hattest, oder?

Daniel und ich haben schon von Kindesbeinen an gemeinsam Tiere gerettet und versorgt, damals hatten wir für unseren privaten Hof allerdings keinen Namen. Mit den Tieren sind wir dann von Baden-Württemberg nach Bayern umgezogen. Der eigentliche Verein Antitierbenutzungshof wurde erst nach meinem Wegzug von Daniel und Iris gegründet.

Vorher war der Hof als “Antitierbenutzungshof” bekannt. Was hat sich seitdem geändert?

Das Schwein Carsten in einem Waldstück mit bester Aussicht auf das Umland
Carsten mit besten Aussichten

Baulich hat sich auf dem Hof für die Tiere sehr viel verändert. So haben die Schweine z. B. jetzt ein Außengehege, das mehr als dreimal so groß ist wie das alte Gehege. Sie haben Bäume, Sträucher und große Steine zum Schubbern und mehrere Suhlen zum Baden.
Auch wurde die baufällige Scheune endlich auf Vordermann gebracht, so dass wir in diesem Jahr über 100 große Heuballen darin trocken lagern können.
Der Erdlingshof ist ein eigenständiger Verein, der vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wurde.
Mit ein Schwerpunkt des Erdlingshofes ist es, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dazu gehört u. a. Pressearbeit, Infoveranstaltungen und auch unsere regelmäßigen Führungen auf dem Hof, die auch bei Schulklassen sehr gut ankommen.

Ein wesentlicher Unterschied ist ja in meiner Wahrnehmung auch, dass der Antitierbenutzungshof auch andere politische Inhalte neben Tierrechten stark in den Vordergrund rückte. Sind politische Äußerungen – außer zu Veganismus und Tierrechten – für euch tabu?

Nein, ganz im Gegenteil. Die Aufgabe vom Erdlingshof ist es, sich für alle Erdlinge stark zu machen. Durch den Hof liegt der Schwerpunkt natürlich dennoch verstärkt bei den nichtmenschlichen Tieren.

Welche Themen liegen euch denn noch am Herzen?

Für uns gehören Menschen- und Tierrechte und Umweltschutz untrennbar zusammen. Wir lehnen jede Form von Diskriminierung ab. Im Moment liegt uns besonders das Leben der Geflüchteten am Herzen. Bei unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir uns dennoch auf das Thema Tierrechte spezialisiert, um hier möglichst viel bewirken zu können. Das heißt jedoch für uns nicht, dass andere Themen weniger wichtig sind!

Bonnie, das Schwein und Möp Möp, die Gans, liegen faul auf der Wiese rum und lassen es sich gut gehen
Bonnie und Möp Möp im Außenbereich

Woher kommen die Tiere, die bei euch leben?

Unsere Bewohner kommen auf ganz unterschiedlichen Wegen zu uns. Z. B. wurden die Pferde Mia und Dino mit Hilfe der Polizei und des Veterinäramtes beschlagnahmt, die beiden Wildschweinkinder Ronja und Hannibal kamen als Findelkinder zu uns. Aber auch kommen Tiere aus Befreiungs-/Rettungsaktionen zu uns, wie z. B. die Hühner oder die ehemaligen Laborkaninchen.

Ihr bekommt sicherlich jede Menge Anfragen, ob ihr Tiere aufnehmen könnt – wonach entscheidet ihr, welche Tiere bei euch ein Zuhause finden?

Ja das stimmt. Wir bekommen fast täglich Anfragen und es ist auch für uns immer sehr schwierig das zu entscheiden und noch schwieriger den meisten Tieren absagen zu müssen.
Es gibt mehrere Aspekte, die passen müssen, um einen neuen Erdling aufnehmen zu können. Zum einen müssen wir unsere eigenen Kapazitäten prüfen: Haben wir die Zeit, den Platz und natürlich auch das nötige Geld, um weitere Erdlinge aufnehmen zu können? Zum anderen möchten wir keinen Freikauf unterstützen, mit dem die Tierausbeutungsbetriebe wiederum unterstützt werden würden (genauso wie wir keinen Hund von einem Züchter freikaufen würden)

Gibt es eine Geschichte zu den Tieren, die euch besonders berührt hat?

Die Pferde des Erdlingshofes auf der Weide
Die 5. und 6. von links: Linus und Maja

Nahe gehen uns fast alle Schicksale. In diesem Jahr hat uns besonders die Geschichte von Maja und ihrem Sohn Linus berührt. Wochenlang ging ein Hilferuf durchs Netz mit dem Aufruf, für Linus ein neues Zuhause zu finden.
Maja sollte zum Schlachter, da die über 30-jährige Pferdeseniorin immer mehr abmagerte. Der noch jüngere Linus sollte bei der Gelegenheit gleich mit zum Schlachter gebracht werden. Da man für Maja keine Vermittlungschance sah, sollte wenigstens Linus gerettet werden, da er noch reitbar war. Aber es fand sich nach längerer Suche niemand, der Linus oder sogar Linus und seine Mutter aufnehmen würde. Wir entschieden uns schließlich, beiden auf dem Erdlingshof ein neues Leben zu ermöglichen.
Nachdem Maja von einer Pferdezahnärztin untersucht und behandelt wurde, hat sich ihr Körper sichtlich erholt. Da ihre Zähne aufgrund des hohen Alters teilweise abgenutzt, aber auch in schlechtem Zustand waren, konnte sie nicht mehr richtig essen und bekommt jetzt von uns Zusatznahrung.

Wie kommt ihr denn eigentlich mit der Nachbarschaft aus? Wie reagieren die auf die Idee eines Lebenshofs?

Wir haben eine sehr gute Nachbarschaft und werden auch von ihnen gut unterstützt. Z. B. bekommen wir jede Woche übrig gebliebenes Obst und Gemüse vom Markt für unsere Tiere geschenkt, das Nachbarinnen für uns abholen und uns bringen.

Gibt es keine Skepsis oder Ablehnung?

Zum Glück haben wir bisher noch keine Ablehnung erfahren. Allerdings können wir nur von unserem nahen Nachbarschaftsumfeld sprechen, da wir darüber hinaus aus zeitlichen Gründen keinen Kontakt zu Nachbarn haben.

das Schaf Benedikt lässt sich von Birgit den Kopf kraulen. Daneben: Johannes
Johannes und Birgit. Und Benedikt.

So ein Hof ist eine Menge Arbeit. Was sind eure nächsten größeren Vorhaben? Und wie kann mensch euch dabei unterstützen?

Nachdem wir die letzten zwei Jahre dazu genutzt haben, die Tiergehege und –unterkünfte umzubauen und zu renovieren, möchten wir jetzt im Haus weitermachen. Es fehlt z. B. noch eine richtige Heizung, die letzten zwei Winter haben wir uns provisorisch beholfen. In unserem ersten Winter auf dem Hof sind uns z. B. zweimal die Wasserleitungen im Haus eingefroren, denn im Bayerischen Wald ist der Winter sehr hart und lang.
Für die Zukunft wollen wir noch ein Seminar- und Besucherzentrum errichten, ebenso soll auf dem Grundstück ein Infoweg zum Thema Tierrechte und Veganismus entstehen.
Unterstützen können Menschen uns zum einen finanziell, z. B. durch eine Patenschaft oder auch durch praktische Mithilfe an Helfertagen/Bauwochenenden. Auch freuen wir uns, wenn unsere Postkarten verteilt werden, um den Hof und seine Ziele bekannter zu machen.


Eine Damhirschfamilie findet ein neues Zuhause.

Birgit und Johannes, vielen Dank für das kleine Interview!

Außerdem helfen könnt ihr mit Sachspenden, Einzelspenden, Privatkrediten und durch praktische Mithilfe – ob auf Helferwochenenden oder als Bufdi.

Vielleicht ist hier ja noch etwas Interessantes für euch bei?

  • We Animals – Bildband mit Fotografien von Tierrechtsfotografin Jo-Anne McArthur
  • The Ghosts in our Machine – Liz Marshall begleitete für diesen bewegenden Film Jo-Anne McArthur während ihrer Recherchen
  • Rosa-Mariechen – Einblicke in das Leben des Schweins Rosa-Mariechen auf Hof Butenland – von super-niedlich und klein bis heute
  • Cowspiracy – eine Doku über die ökologischen Folgen der Tierausbeutung
  • Warum wir Hunde lieben, Schweine essen … – ein Buch von Melanie Joy über die sozialen und psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass wir bestimmte Lebewesen als Lebensmittel betrachten
  • Das Handeln der Tiere – ein Buch über Handlungs- und Wirkmacht von nichtmenschlichen Tieren