10 % Rabatt vom 25. bis 28. Mai!

Dieses Wochenende dicker Rabatt auf fast alles im Shop!

Zeit zum Grillen!

Soja Big Steaks mit veganen Würstchen und Spargel auf dem Grill. Foto von Pia(kraft-futter.de)
Fertige Soja Big Steaks auf dem Teller mit Spargel und veganem Würstchen. Foto von Pia(kraft-futter.de)

Eeeeendlich ist der Frühling da, und der Sommer hat direkt auch mal ‚Hallo‘ gesagt. Und damit stecken wir auch schon mitten in der Grill-Saison. Und für all jene unter euch, die vom Grillen mehr erwarten als schon fertige Steaks oder Würstchen, haben wir wieder ein Angebot mit den beliebten Soja-Big-Steaks oder wahlweise Bio-Soja-Medaillons. Ihr könnt nämlich jeweils eines von beidem zusammen mit leckerer veganer Barbecue-Sauce, Barbecue-Gewürz und Smoked Paprika bei uns bekommen! Damit habt ihr schon eine gute Anfangsausrüstung, um leckere vegane Steaks für den nächsten Grillnachmittag vorzubereiten.
Einfach hier bestellen! Viel Freude beim Grillen!

Fotos: Pia (kraft-futter.de)

Neue Buchpreise

Hier sehr ihr die reduzierten Buchtitel aus dem Programm von compassion media!

Das hätten wir ja fast vergessen euch mitzuteilen: Wir haben uns vor Kurzem entschlossen, die Preise einiger unserer selbst verlegten Bücher zu senken. Befreit die Bücher aus der Gefangenschaft in unserem Lager, denn Bücher wollen frei sein!
Folgende Bücher bekommt ihr nun zu niedrigeren Preisen:

Darüber hinaus gibt es natürlich noch ein paar andere Bücher, die wir herausgebracht haben. Schaut euch gerne mal um. Wir machen es uns (und den Autor*innen sicherlich auch 😉 ) nie leicht bei der Entwicklung und Begleitung neuer Bücher, darum können wir euch diese Bücher wirklich guten Gewissens ans Herz legen!

Spenden gehen an: ausgeCO2hlt, Mastanlagen Widerstand, Keinen Meter den Nazis und Free Animal!

Liebe Leute,
es ist mal wieder Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen! Diese Woche gingen direkt mehrere Spenden raus, die längst überfällig waren. Und ihr seid ja vielleicht auch neugierig, wieviel bei den letzten beiden Spendenaktionen rumgekommen ist …

Aber fangen wir ganz am Anfang an. Jene von euch, die super-aufmerksam verfolgen, was wir so tun, wissen vielleicht, dass wir nicht DHL Go Green oder ähnliches nutzen, um die durch den Transport entstehenden CO2-Emissionen auszugleichen. Sondern wir unterstützen mit 10 Cent pro Paket direkt die Gruppe ausgeCO2hlt. Denn wir sind überzeugt, dass der Kampf gegen Braunkohle-Tagebaue ein sinnvoller und wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel ist. Selbst wenn nur ein Teil der Kohle dadurch im Boden bleibt, ist der Effekt ziemlich groß. Allemal besser, als die Kohle erst zu verfeuern und dann Bäumchen zu pflanzen um das auszugleichen. Merkt euch schonmal den 24.-29. August vor!
Langer Vorspann, und jetzt noch fix das Ergebnis: Wir haben 568 € an ausgeCO2hlt gespendet!

Bilder von Aktionen von Mastanlagen Widerstand

Dann hatten wir zwei Spendenaktionen, bei denen ihr vielleicht schon die Mitteilung des Ergebnisses vermisst habt. Das holen wir nun mal fix nach. Im Februar haben wir um Aufmerksamkeit für Mastanlagen Widerstand gebeten. Das Bündnis setzt sich nicht nur auf verschiedenste Weise gegen neue Mastanlagen ein, sondern ist auch solidarisch mit Geflüchteten und wird auch anlässlich des G20 in Hamburg im Juni aktiv sein. Zieht euch das Interview nochmal rein und lasst euch inspirieren. Mit eurem Konsum habt ihr im Februar dann auch einen sehenswerten Beitrag dafür geleistet: 426 € wandern in die Kasse von Mastanlagen Widerstand!

Dagegen war das Ergebnis unserer zweiten Aktion für Free Animal zumindest auf unserer Seite leider deutlich geringer. Wir hoffen sehr, dass ihr euch stattdessen unseren Vorschlag zu Herzen genommen habt, ddirekt zu spenden, wenn ihr eigentlich gar nichts braucht! Wir denken, dass Lebenshöfe einen wichtigen Beitrag zur Bewegung leisten, denn zum einen finden dort zahlreiche Tiere ein Zuhause, die befreit oder anderweitig gerettet werden konnten (und die meisten davon haben eine berührende Geschichte), und zum anderen sind sie die Orte wo wir sehen können, wie es den unzähligen Tieren in Mastanlagen eigentlich gehen könnte, wenn man sie nur ließe. 50 € gehen von uns an Free Animal, und ihr seid natürlich herzlich eingeladen, diesen Betrag nochmal direkt auf deren Konto zu erhöhen.

Rassismus und Nationalismus sind keine Alternativen

Und ganz zuletzt haben wir nochmal den Refugees Welcome-Soli-Topf geplündert! Zur Unterstützung des NSU-Tribunals in der letzten Woche kommen nun zusätzlich 200 € an das Münsterander Bündnis Keinen Meter den Nazis. Das Bündnis entstand in Reaktion auf die Ankündigung eines Naziaufmarsches im März 2012 (leider liefen die Nazis damals trotzdem ziemlich viele Meter …), hat danach aber kontinuierlich weiter gearbeitet, zum Beispiel auch immer wieder mit Protesten gegen NPD, Pro NRW, Pro Deutschland und die AfD. So auch letzte Woche, als die AfD sich innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal in Münster gezeigt hat.

SALE mit vielen neuen Artikeln!

Hinweisbanner auf den SALE mit vielen neuten Artikeln

Wir haben uns mal wieder hingesetzt und alle möglichen Artikel mit kleinen und großen Fehlerchen, die sich in den letzten Monaten angesammelt haben, katalogisiert, fotografiert und in den Onlineshop geladen. Darüber hinaus findet ihr im SALE auch weiterhin Auslaufmodelle verschiedener Shirts zu günstigen Preisen. Schaut einfach mal rein – da ist bestimmt was für euch bei!

250 € an das Tribunal „NSU-Komplex auflösen!“

Letzte Woche haben wir uns entschieden, aus dem Geld, welches wir durch den Verkauf der Refugees Welcome-Artikel einnehmen, 250 € an das NSU Tribunal zu spenden. Wir möchten euch ermutigen, euch ebenfalls mit kleinen oder großen Spenden zu beteiligen. Derzeit fehlen immer noch mehrere Tausen Euro.

Das Tribunal in Köln am nächsten Wochenende soll ein Ort der gesellschaftlichen Anklage sein, auf dem von Rassismus Betroffene keine Statist*innen sind, sondern ihre Stimme erheben und gehört werden.
Der NSU ist kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer Geschichte des Rassismus in Deutschland. In den Jahren und Jahrzehnten zuvor gab es zahllose Opfer rasstistischer Gewalt, und auch heute geht sie mit täglichen Angriffen und Ausgrenzungen weiter. Es geht hier auch nicht nur um die unmittelbar verantwortlichen Täter*innen, sondern auch um Untersützer*innen (sowohl aus der rechten Szene als auch beim Verfassungsschutz), rassistische Äußerungen in Medien, von Politiker*innen, als auch um den Justizapparat, der nicht willens oder in der Lage zu einer lückenlosen Aufklärung ist. Dies ist der gesellschaftliche Rahmen, in dem die NSU-Morde passierten und vielleicht auch erst passieren konnten.

Wanderschuhe, T-Shirts, Lesestoff, Basics zum Grillen und mehr!

Niedrige vegane Wanderschuhe von ethicalWARES in der Seitenansicht

Wandern gehen!

Wenn ihr keine Wanderschuhe mit hohem Schaft mögt, oder zum Beispiel im Urlaub wandern, aber nicht so viel schleppen wollt, dann sind die niedrigen Kathmandu-Wanderschuhe von ethical WARES vielleicht genau das Richtige für euch! Die Wanderschuhe sind natürlich vegan und mit einer komfortablen Sohle ausgestattet. Damit sollte eurer nächsten Tour über Stock und Stein nichts im Wege stehen!
Der Schuh wird in Italien hergestellt, und es gibt ihn von Größe 35 bis 48!

Ist jetzt endlich T-Shirt-Wetter?

Empathy, Love, Compassion, Solidarity. All das ist Teil des Kampfes für Tierrechte.

Jaja, wir wissen, dass das Wetter noch immer ganz schön bescheiden ist! Aber dennoch haben wir gerade überhaupt keine Lust, neue Designs auf Pullis zu drucken (wäre ja auch irgendwie wie das Eingeständnis einer Niederlage, oder?). Also machen wir uns lieber Gedanken über neue T-Shirts. Und da gibt es jetzt noch ein neues Modell mit Kompassrose von uns, weil ihr das Design so gerne mochtet!
Natürlich wie immer fair gehandelt und aus Bio-Baumwolle, bedruckt vom Onbones Collective aus Münster.

Animal Rights Watch haben übrigens auch ein T-Shirt anlässlich der Demo-Märsche zur Schließung aller Schlachthäuser in den Shop gebracht!

Die Bucht DVD

Die Buch ist ein spannender Dokumentarfilm über das Abschlachten von Delfinen im japanischen Küstenörtchen Taiji. Seit „Cathy“, eine der Darstellerinnen von „Flipper“, vor den Augen ihres Trainers Ric O’Barry Selbstmord begangen hat, engagiert sich dieser für den Schutz dieser Tiere. Rund um die Ausbeutung der Meeressäuger ist eine milliardenschwere Industrie entstanden, die nicht viel Rücksicht auf diese nimmt – und was er in Taiji entdeckt, wirkt besonders brutal und schockierend.

Lesestoff für kalte und regnerische Tage

Da haben wir ja gerade noch recht viele von …


Coverausschnitt der 'Kleinen Geschichte der KRiegsgegnerschaft'


Coverausschnitt von 'Untenrum Frei'


Coverausschnitt von 'Support your Sisters, not your Cisters'

Wenn ihr einen leichten Einstieg in Kriegsgegnerschaft und ihre Geschichte sucht, dann legen wir euch gerne die Kleine Geschichte der Kriegsgegnerschaft ans Herz. Eine leicht bekömmliche Mischung aus Text und grafischen Darstellungen.
In Support your Sisters, not your Cisters beschreibt die Musikerin „FaulenzA“ aus ihren persönlichen Erfahrungen die Diskriminierung gegen trans*Frauen und gibt Anregungen für mehr Sensibilität und Support.
Und Margarete Stokowski zeigt in Untenrum frei, wie sich Rollenbilder und Schamgefühle manifestieren, wie sie uns einschränken – und dass wir sie loswerden können.

Außerdem gibt es die neue Ausgabe der Tierbefreiung mit dem Schwerpunkt „Hauptsache vegan?“. Hier geht es um die ursprüngliche Bedeutung von Veganismus, um „Veganisierung“ als Strategie sowie darum, was der Kapitalismus mit dem Kampf für die Befreiung der Tiere zu tun hat.

Grill-Mix

Hin und wieder gibt es ja doch mal den einen oder anderen etwas wärmeren und tatsächlich auch noch trockenen Tag. Der ist dann wie gemacht für einen gemütlichen Grill-Nachmittag! Und diesen Monat könnt ihr bei uns den Grill-Mix bekommen, bestehend aus Smoked Paprika, Barbecue-Gewürz und Barbecue-Würzsauce (alles aus fairem Handel) und wahlweise Big Steaks oder Bio-Soja-Medaillons! Den Mix gibt’s natürlich zum Supersonderpreis von 15,70 € für euch!

Noch mehr Futter!

Ganz neu haben wir Vonig von Vegablum bei uns im Sortiment! Den könnt ihr euch aufs Brot schmieren, oder zum Süßen von Dressings, Kuchen, Saucen, Tee etc. verwenden. Wir probieren mal aus, ob veganer Honig was für euch ist und starten mit den Sorten Gänseblümchen, Ringelblumen und Löwenzahn-Vanille.
Die Blöcke veganen Jeezo-Käses wurden von euch gerne mitbestellt, daher haben wir nun auch den veganen Scheibenkäse im Programm: den milden Jeezini Santi, den würzigen Jeezini Alpi und den deftigen Jeezini Intens. Davon abgesehen gibt’s von Vegourmet auch veganen Parmesan am Stück, den ihr nun ebenfalls über uns beziehen könnt. Schon lecker!
Und zuletzt: Beim Grill-Mix ist euch möglicherweise schon aufgefallen, dass wir beim Soja einen Neuzugang haben: Bio-Soja-Medaillons!

Spendenaktion für Free Animal

Banner für die Spendenaktion

Wir denken, es ist so langsam an der Zeit, dass wir auch mal eine Aktion machen können für einen Verein, für den wir schonmal auf diesem Wege ein wenig Geld gesammelt haben. Die Rede ist in diesem Fall von Free Animal. Die einen oder anderen werden sich vielleicht an das Interview erinnern. Seitdem ist ein wenig Zeit vergangen, und wir haben nochmal ein kleines Interview von Free Animal bekommen können.
Natürlich gibt es eben nicht nur dieses Interview, sondern ihr könnt mit eurem Einkauf die Höhe des Betrages bestimmen, den wir an Free Animal spenden. Wir haben eine ganze Reihe Produkte nominiert, für die wir einen jeweils unterschiedlichen Betrag an Free Animal spenden werden, wenn ihr sie zwischen dem 24. und 30. April kauft. Wieviel genau, könnt ihr dem Profilfoto entnehmen! Natürlich findet ihr diese Produkte auch nochmal fein zusammengestellt an einem Ort

Jubiläumstorte für den Lebenshof Hunsrück, mit Schweinen, Kuh und Enten auf der Torte sowie dem schriftzug zum 20jährigen Jubiläum
Torte zum 20-Jährigen: Lebenshof Hunsrück

Letztes Jahr habt ihr Jubiläum gefeiert: 20 Jahre Free Animal! Wie fällt euer Rückblick aus?

Eingang durchs Burgtor zum Tierbefreiungskongress. Das Banner weht im Wind.
Tierbefreiungskongress 2017

Positiv, denn wir und unsere SpenderInnen konnten im Laufe der letzten 20 Jahre mithelfen, vielen Tieren auf den von uns unterstützten Lebenshöfen und in den Projekten ein Leben ohne Ausbeutung bis an ihr natürliches Lebensende zu ermöglichen. Wir konnten 2011 aus dem schon geschlossenen Tierpark in Lübeck 38 Tiere übernehmen und damit vor einem ungewissen Schicksal bewahren. Viele von ihnen leben heute noch auf den Höfen ein freies Leben ohne begafft zu werden. Seit 2012 gibt es die La Vita, unseren Vereinsrundbrief, in dem die Höfe und Projekte über ihre Arbeit berichten und auch über andere Tierrechtsthemen berichtet wird. Im September 2012 erhielt Free Animal den Tierschutzpreis der Hans-Rönn-Stiftung, dotiert mit 3000,00 Euro, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben. Wir nahmen im Laufe der Jahre an vielen Veranstaltungen, Straßenfesten, Demos und Messen teil, was sicherlich geholfen hat den Lebenshofgedanken in die Bewegung zu tragen und zu etablieren. Free Animal war auch einer der ersten Vereine, der den Begriff Lebenshof anstatt Gnadenhof für diese Zufluchtsstätten für nichtmenschliche Tiere einführte und benutzte. Ein Lebenshof hat übrigens nichts mit „Tierschutz“ zu tun sondern versteht sich als politisches Projekt gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt.
2014 und 2015 waren wir Hauptveranstalter des Veganen Straßenfestes in Hamburg, das Erste dieser Art in der Stadt.
Ein Highlight war 2016 die Teilnahme an zwei Veranstaltungen mit Hof Butenland beim Tierbefreiungskongress auf der Burg Lohra,:
“Doch für das Tier die ganze Welt – Chancen und Grenzen von Lebenshöfen der Tierbefreiungsbewegung“ und „Es war einmal… Die Geschichte der Tierrechtsbewegung als biographische Erzählung“. Und natürlich die Jubiläumsfeier auf dem Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. – also Alles in Allem ein sehr positiver und aktiver Rückblick.

Habt ihr mal nachgehalten, wie viele Tiere insgesamt in der Zeit einen Ort ohne Ausbeutung bei euch gefunden haben?

Nein wir haben nicht gezählt, aber es waren bestimmt an die 500. Ende 2016 lebten auf den von uns überstützten Höfen und in den Projekten z. B. an die 400 nichtmenschliche Tiere – ohne die Katzen, die kommen und gehen, mitzurechnen.

Gibt es eine Geschichte oder Geschichten, die besonders hängen geblieben ist/sind?

Ziegenbock Pascha, der gerade aus einem Stall herauskommt.
Pascha

Jedes Tier hat bzw. hatte eine andere Geschichte, es bleibt immer was hängen, mal mehr mal weniger. Vergessen haben wir keines.
Besonders war natürlich die Rettung der Lübecker Tiere, die wir selbst abgeholt und transportiert haben, und die damit verbundenen Umzüge, bis sie ihren Lebensplatz gefunden hatten. Als Beispiel die Zusammenführung der Ziegenherde nach einem Jahr bei der TSG Stellichte. Drei Ziegen hatten direkt ein Zuhause bei den Stellichtern gefunden, sechs wurden ein paar Monate später bei einem veganen Schäfer in der Nähe von Hamburg untergebracht, leider. Die Zustände auf dem Grundstück und die Lebensbedingungen waren nicht ideal, aber es gab auf die Schnelle keinen anderen Platz. Die Situation eskalierte, die Zustände dort wurden von Monat zu Monat schlimmer, die Ziegen krank und wir suchten händeringend nach einem neuen Platz. Es war wohl Schicksal, dass Hermann, der sehr eigensinnige und die Jahre gekommene Ziegenbock bei den Stellichtern, leider in dieser Zeit starb. Die Stellichter erklärten sich sofort bereit, die fünf Ziegen und auch den Chef der Herde, Pascha, einen großen Ziegenbock, aufzunehmen und die Familie zusammen zu führen. Niemand von uns Menschen wusste: Klappt es nach so langer Zeit, oder nicht? Wir alle waren aufgeregt und unruhig. Die sechs Neuankömmlinge wurden ausgeladen und in ein abgetrenntes Gehege gebracht, es gab keinen Sichtkontakt zu den anderen Dreien. Nach kurzer Zeit kam eine Unruhe zwischen den Gehegen auf, die Ziegen hatten längst gemerkt, wer da gekommen war. Sie haben, ohne sich zu sehen, erkannt: Das ist Familie. Sie meckerten und riefen. Aus einem Bauchgefühl heraus öffnete Manuela Tietsch die Tore und es dauerte keine 3 Minuten, bis die drei zu den sechs Neuen rannten. Das war Wiedersehensfreude pur nach fast einem Jahr, und wir hatten alle Tränen in den Augen. Bis heute lebt die Familie bei den Stellichtern, denen wir ohne Ende dankbar sind für die Entscheidung, die komplette Familie aufzunehmen. Die spannenden Geschichten über die Rettung der Tiere aus dem Tierpark Lübeck kann mensch auf unserer Website nachlesen.

In den letzten Jahren hat sich ziemlich viel getan. Wirkt sich die größere Verbreitung veganer Lebensweise auch positiv auf eure Arbeit aus?

Nicht direkt. Es kommt immer darauf an, warum die Menschen sich vegan ernähren. Ob sie es aus politischen oder tierrechtlichen Gründen tun oder ob sie einfach auf den Vegan Hype aufgesprungen sind. Die Menschen, die sich für die Befreiung der Tiere einsetzen und deswegen auch die Ernährung umgestellt haben, kommen und helfen auch auf den Höfen, spenden und unterstützen unsere und die Arbeit der Lebenshöfe. Das ist natürlich positiv zu sehen.

Im Interview 2015 meintet ihr, dass es viel mehr Anfragen zur Aufnahme von Tieren gibt als ihr realisieren könnt. Diese Anfragen abzulehnen stelle ich mir sehr schwer vor, und es brachte mich zu der Frage, wo ihr den Schwerpunkt der Arbeit von Free Animal seht. In der Unterstützung der Lebenshöfe? Oder sind für euch die Tiere auf den Höfen eher Botschafter, die zeigen, wie gut es nichtmenschlichen Tieren gehen kann und sollte – in einer Welt ohne Ausbeutung?

Zwei Pferde auf einem Hof, die direkt in die Kamera schauen und einen lustigen Pony haben
Sie hatten Glück …

Es ist sehr schwer. Bei Anfragen müssen wir uns automatisch auch mit der Geschichte des Tieres auseinandersetzen, selbst wenn wir es noch nicht gesehen haben. Daher fällt es immer schwer Nein zu sagen. Die Plätze auf den Höfen und in den Projekten sind begrenzt, die menschliche Kraft der BetreiberInnen ebenso und die finanziellen Mittel reichen oft nicht aus. Wir hatten vor 20 Jahren eine Vision, auch für sogenannte Nutztiere einen Lebensraum zu schaffen, wo sie ohne Ausbeutung einfach nur leben können. Das kostet Geld, daher haben wir uns zur Aufgabe gemacht, Menschen die diese Arbeit auf sich nehmen – ohne Feierabend und ohne Urlaub -, zu unterstützen. Natürlich auch mit dem Gedanken der Gesellschaft zu zeigen, dass es auch anders geht – dass auch nichtmenschliche Tiere ein Recht auf ein ausbeutungsfreies Leben, Freiheit und einen natürlichen Tod haben.

Zwei Schweine, die gemütlich rumliegen
Mal zusammen gemütlich rumliegen …

Bekommt ihr denn auch öfter die Rückmeldung, dass euer Engagement oder die Geschichten rund um die Lebenshöfe Menschen zum Nachdenken und Aktiv-werden angeregt haben?

Ja, klar bekommen wir Rückmeldungen. Viele Menschen sind zuerst nur neugierig, wollen sehen, wie „Nutztiere“, die sie sonst auf dem Teller haben, in Freiheit leben; das kannten sie nur bedingt von „Haustieren“. Viele waren erstaunt, Schweine und Kühe in Freiheit zu sehen, waren erstaunt über das soziale Verhalten dieser Tiere, die Freundschaften und familiären Bindungen, die sie schliessen.
Die schönsten Rückmeldungen waren dann nach einiger Zeit: „Wir essen kein Fleisch mehr, wie können wir helfen?“.

Ihr macht viel ehrenamtliche Arbeit, und das mit sehr wenigen Menschen. Ist euer Engagement oft auch eine Last, oder überwiegt trotzdem die Freude daran?

Es ist weder Last noch Freude, es ist nach so vielen Jahren zum Lebensinhalt und Mittelpunkt geworden. Klar müssen wir und die BetreiberInnen auf vieles verzichten: freie Wochenenden, Urlaub, oftmals auch Freunde und Familie, die das nicht nachvollziehen können.
Aber wir würden auch nie damit aufhören für die Befreiung der Tiere zu kämpfen, es ist eine moralische und ethische Verpflichtung, die vieles auch zurückgibt. Wenn wir in die Augen der Tiere schauen, sie dabei beobachten, wie sie ihr Leben wieder aufnehmen, nachdem sie den Misshandlungen oder dem Schlachthof entkommen sind, Selbstbewusstsein entwickeln und einfach nur zufrieden und glücklich sind, entschädigt das jeden Verzicht. Es ist Balsam für die Seele, zumindest für einen Moment. Das Wissen, dass dieses Glück nur wenige nichtmenschliche Lebewesen haben dürfen, die anderen millionenfach umgebracht und ausgebeutet werden, rückt schnell wieder in den Vordergrund und macht das Leben oftmals unerträglich.

Wie kann man euch am besten unterstützen?

Um ehrlich zu sein, finanzielle Hilfe ist am Besten, denn es passiert immer wieder, dass Tiere krank werden, die Tierarztkosten sind immens und selten besteht die Möglichkeit, Reserven zu bilden.
Tatkräftige Hilfe vor Ort ist auch gerne gesehen, allerdings müssen wir gleich dazu sagen: Es ist harte Arbeit. Mensch muss schon wissen, wie mit einer Mistgabel umzugehen ist, darf sich bei Hundehaufen, Kuhfladen oder Pferdeäppeln nicht zieren und Ahnung im Umgang mit Tieren, besonders Großtieren haben.

Aneinandergekuschelte Katzenwelpen bei der Katzenhilfe Lanzarote.
Katzenjunge auf Lanzarote

Gibt es irgendetwas, bei dem ihr derzeit akut Hilfe braucht?

Wir wissen, dass gerade die Tierarztkosten auf Lanzarote explodieren. Es müssen schwerkranke Katzen behandelt werden, es muss kastriert und sterilisiert werden, um das Katzenelend zumindest ein wenig einzudämmen. Spätestens im April/Mai kommen wieder Katzenwelpen auf die Welt, die mit Sicherheit Hilfe brauchen.

Vielen Dank an Free Animal für das Interview!
Wie schon eingangs erwähnt: neben der gerade erwähnten Möglichkeit zur direkten Spende gibt es auch die Möglichkeit, mit eurem Einkauf darauf Einfluss zu nehmen, wieviel wir spenden!

Free Animal Plakatmotiv

Und hier nun noch ein paar passende/hilfreiche Empfehlungen von uns:

  • The Ghosts in our Machine DVD – eine Dokumentation über das Leiden der Tiere weltweit – aber auch über gerettete Tiere, die der Maschinerie entgehen konnten
  • We Animals – Bildband mit Fotografien von Jo-Ann McArthur, die auch in dem Film „The Ghosts in our Machine“ portraitiert wird
  • Other animals are here with us – T-Shirt – not for us!
  • Klaus mag Hühner – Ein Kinderbuch, das wir mit Unterstützung von ARIWA herausgebracht haben.
  • Cowspiracy DVD – eine Dokumentation über eine der zerstörerischsten Industrien auf dem Planeten
  • Esther das Wunderschwein – Derek und Steve adoptieren ein „Mini“-Schwein – das dann gar nicht so „mini“ ist, das sie aber in ihr Herz schließen, und dann wird was ziemlich großes draus …
  • Rosa-Mariechen lebt auf Hof Butenland. Sie wurde als Schwein geboren, aber scheinbar wäre sie lieber eine Kuh …
  • Wieso? Weshalb? Vegan! – Hilal Sezgin richtet sich mit diesem Buch rund um Veganismus und Tierrechte an Jugendliche und alle, die gerne lockerere Texte lesen
  • Herbivore T-Shirt – für alle, die keine tierlichen Produkte zu sich nehmen …
  • Herbivore Gürtel – … und hier der passende Gürtel
  • Poster „Wiese“ – Mastanlagen zu Ruinen. So könnte es aussehen …
  • Liberate! – Shirts für die Befreiung aller Tiere!
  • Warum wir Hunde lieben, Schweine essen … – ein Buch von Melanie Joy über die sozialen und psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass wir bestimmte Lebewesen als Lebensmittel betrachten
  • Der Vegan-Hype – Wie aus einer radikalen Haltung eine Lifestyle-Äußerung geworden ist

Alle Fotos von Free Animal